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Inchs Blog Nr 2

Juni 14, 2015
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Ich blogge ab sofort hier:

Im Osten immer noch nichts Neues

Das Boot ist voll

Juni 11, 2015

Jedenfalls, wenn ich mein Blog als Boot bezeichnen würde. Zu viele Bilder, vor allem zu große. Ich werde mir also was Neues basteln müssen. Aber erst mal mache ich Urlaub. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bis später.

Weiberfährte

Juni 8, 2015

Diesmal, das hatten wir letztes Jahr ja schon beschlossen, hatten wir ein Seil mit. Und Kletterzeug.

Also die anderen.

Meins lag und liegt ja in Dresden. So wie mein Kocher, die Töpfe und der Wasserkanister zum Beispiel.

Also füllte ich Wasserflaschen ab, packte ein paar mehr Süßigkeiten ein und holte die Mädels ab.

Genau wie im letzten Jahr.

Aber ehrlich. Ich hätte mich da nicht so auf Anhieb wieder hingefunden. Hatte deshalb die Fotos, die ich letztes Jahr vom Rückweg gemacht hatte, mal wieder auf die Speicherkarte geladen. Aber wenn vier Frauen unterwegs sind, reicht es ja, wenn eine den Weg weiß. Und die wusste den Weg so gut, dass es fast ein bisschen unheimlich war.

Weil aber eine ziemlich hohe Waldbrandstufe war und wir froh, dass man, also wir, den Wald überhaupt noch betreten durften, machten wir kein Feuer. Es heißt ja, eine Boofe ohne Feuer sei wie ein Hund ohne Flöhe. Aber das ist Quatsch. Im Sommer jedenfalls. Und Sommer ist ja und am Samstag sollten 35°C werden. In Worten: Fünfunddreißiggradcelsius!

Da wanderten wir lieber nur ein bisschen zur dicken Berta, holten die Matten und die Bücher raus und kamen dann doch nicht so recht zum Lesen, weil wir so viel quatschten. Außerdem mussten wir den vielen vielen, wirklich vielen Kindern beim Klettern zugucken und wo die Väter die Schlingen gelegt hatten.

Endlich, so gegen 16:00 Uhr waren die Kinder müde und verschwunden und wir hatten die Dicke Berta fast für uns alleine. Schließlich gibt es da einen Weg namens Weiberfährte. Der passt doch zur Frauenboofe wie gemacht. Doch war er der krönende Abschluss, nachdem wir den Fußläufigen und dann den Alten Weg „machten“. Wir ist auch etwas übertrieben. Nachdem nämlich die Mädels alle oben waren und eins mir ihren Gurt runtergelassen, ich mich hinein gezwängt und dann tatsächlich barfuß hinaufgeklettert war, hatte ich keinen Bock mehr. Aufs barfuß klettern.

Es gibt ja esoterisch veranlagte Menschen, die finden barfuß klettern besonders sinnlich, weil sie da den Felsen spüren. Ich finde es doof. Oder, wie ein anderer Kletterer fragte: Wozu hat Gott die Kletterschuhe erfunden?

Bis zum nächsten Jahr muss ich unbedingt mein Kletterzeugs wieder haben!

Die Mädels hätten sicher noch einen vierten Weg gemacht, aber wir mussten zum Parkplatz, die 5. Frau abholen.

Und dann saßen wir wieder um unsere Teelichter. Weil es immer noch nicht regnete. Kochten Spaghetti auf dem einzigen Kocher und ich schwor, dass niemand in den Schlafsack darf, bevor nicht der Limoncello alle ist.

Der Regen kam am nächsten Morgen.

Und weil es sich bei Regen bekanntlich schlecht wandert und Klettern in der Sächsischen eh verboten ist, dafür aber kein Wald brennen kann, machten wir eben Feuer. Und ich durfte endlich meine neu entdeckte Käsegrillpfanne ausprobieren. Hm. Lecker.

Wie immer hatten wir zu viel zu essen mit. Mit dem Alkohol hat es besser gepasst. Da wanderte nur eine Flasche Rotwein in den Rucksack für die Heimfahrt. Und das Wasser, dass die 5. Frau am Samstag unbedingt noch mitbringen sollte, das haben wir zum Feuerlöschen genommen. Falls es wieder trocken wird, die nächsten Tage. Sie wissen schon. Waldbrandstufe.

Leider lässt sich die Galerie grad nicht bearbeiten. Aber beim Drauf Klicken kann man Fotos trotzdem groß gucken.

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Wir wollen weiter laufen

Juni 3, 2015

Nein, diesmal stand ich nicht als Zuschauer am Rand und hielt Ausschau nach den lustigsten Verkleidungen. Diesmal lief ich mit. Laufen im Sinne von Gehen. Eigentlich wollten wir geschlossen am Ende des Feldes gehen. Doch das Vorhaben zerbröckelte nach dem 1. Kilometer wie derzeit das Zentrum.

Trotzdem, wir würden alle gern weiterlaufen. Im Team.

 

 

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Juni 1, 2015

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Termine

Mai 31, 2015

Die Gudrun hat mich erst auf die Idee gebracht.

Mit ihr wollte ich mich gestern zum Sensenworkshop treffen.

Was heißt, „wir wollten“? Die Gudrun hatte das mit dem Workshop heraus gefunden, uns beide angemeldet und nun freuten wir zwei uns die ganze Woche lang, packten Picknickkörbe und quälten uns in aller Herr Gotts Frühe, an einem Samstag, aus den Federn, fanden uns am vereinbarten Treffpunkt und…

waren die Einzigen.

Und mit „waren die Einzigen“ meine ich jetzt nicht, die einzigen Kursteilnehmer. Es fehlte auch jede Spur von einem Veranstalter. Nicht mal ein Zettelchen hing am verschlossenen Tor. Ich meine, in der Nacht zu Samstag hatte es geregnet, vielleicht ein ungünstiger Zeitpunkt, zu mähen. Aber die Leute so ohne Info hängen lassen? Gudrun hatte extra noch mal auf die website geguckt, bei der Anmeldung eh ihre Telefonnummer hinterlassen. Für alle Fälle.

Und nun standen wir vor dem verschlossenen Tor wie die Deppen.DSCN3505

Unglaublich.

Aber da wir nun mal Frühstück mit hatten, trollten wir zum Auensee und picknickten dort.

Und da fragte mich Gudrun, ob ich mir „die Köppe“ heute angucke?

????

Irgendwas mit 1000-Jahrfeier.Gudrun erklärte mir die Veranstaltung, aber nee, auf 1000-Jahrfeier und den ganzen Leipzig-Hype habe ich keinen Bock.

Und überhaupt.

Ich denke, so 1988 feierte Berlin 850jähriges Jubiläum, da kursierten in L.E. Grafiken mit Löwe und Bär und dem Spruch: Da lacht der Löwe, da weint der Bär, Leipzig hat (wahlweise eine Zahl unter 50 einsetzen) Jahre mehr. Ich weiß nicht, wieviel Jahre Leipzig damals älter war, es könnten 25 gewesen sein. Oder 30. Nun frage ich mich, wie können in 27 Jahren so um die 100 Jahre vergangen sein? Oder kann ich nicht zählen? Oder jemand im Stadtrat nicht? Oder sprach man früher von der Stadt und jetzt von der ersten Erwähnung? Oder passt es einfach gut ins Konzept? Gehts nur um Brot und Spiele? Oder braucht jeder Bürgermeister sein Highlight, mit dem er in die Stadtgeschichte einzugehen hofft? Ich meine, der Lehmann-Grube hatte seinen Schneider-Skandal, Tiefensee seine Olympiabewerbung, was bleibt da noch für Jung?

Na wie dem auch sei und warum die auch meinen, 1000 Jahre alt zu sein, mich geht das nix an. Da gibt’s eh immer zu viel Bratwurscht und die Stadt ist viel zu voll.

Zu Hause aber, als ich meine Blogrunde drehte, las ich bei Martin, die Köppe, das hat was mit dem Theater Titanick zu tun. Und ein paar Freunde teilten mir auch mit, am Abend in der Stadt zu sein, wo sich alle 5 Figuren nach ihrem Sternenmarsch treffen sollten. Äh, ach nein, die wurden von Lipsia gerufen.

Egal.

Ich tüftelte die Routen derer aus, die hier bei mir vorbeiziehen würden. Die Gudrun hatte doch da was von Musikerviertel gesagt. Musikerviertel, da wohne ich.

Nuja, es war etwas verwirrend. Trotzdem zog ich am Nachmittag mal los und fand den, der aus Grünau kam, Kunst und Kultur hieß und als Bach, also der Johann Sebastian, daher kam. Eigentlich hätte ich vermutet, dass ich auf Sport und Umwelt treffe. Aber ich erwähnte ja bereits, ich hab das mit den Routen nicht ganz gerafft.

Ich denke aber, ich hatte den für mich spannendsten Kopp erwischt, denn in seiner äußeren Hülle erinnerte er, wie ich mich am Abend dann noch überzeugen konnte, am ehesten an Machine de Luxe (hier mal ein Link zu einem Video, dass Sie sehen, was ich meine:https://youtu.be/yUrkfNXeP8s ), deren absoluter Fan ich bin und die mich schon mal nach Marseille in die Docks zu einer Ausstellung locken können. Natürlich ist Theater Titanick ganz was anderes, aber der Bachkopp, voll viel Eisen und Mechanik und Tut und Puff. Das gefällt mir. Das sieht aus wie… steam punk.

Ich traf den Zug an der Sachsenbrücke, begleitete ihn bis zur Marschnerstraße, versuchte Fotos zu machen, was wegen der Menge an Zuschauern, vor allem aber um den Wagen herum springenden Mechaniker, die ja aber gut ins Bild gepasst hätten, Ordner und Polizisten, schwierig war.

Und als ich dann zu Hause war, dauerte es eine ganze Weile, bis ich begriff, dass die Musik, die da von draußen herein waberte, ganz andere ist, als die gerade gehörte. Als ich endlich aus dem Fenster schaute, konnte ich den sich entfernenden Kopf durch die Bäume hindurch nur noch erahnen. Ich glaube, das war Sport und Umwelt, was mich aber schon verwirrt, wegen weil wir sind ja das Musikerviertel.

Ich aber hatte keine Zeit zum Grübeln, traf ich mich doch mit Bekannten, einer ehemaligen Arbeitskollegin, die schon vor einem Jahr mit Mann und Kindern zurück in ihre Heimat ging, zum Bier und Essen.

Und dann fuhr ich doch noch mal in die Innenstadt.

Ich glaube, da war ganz Leipzig. Wartete geduldig auf das Spektakel. Ich hätte gern fotografiert. Das ging aber GAR.NICHT! Ich hätte wohl schon 16:00 Uhr da sein und irgendeinen Balkon entern müssen. Aber wenigstens konnte ich gucken. Das ging aus der Ferne am besten. Von da, wo sich die Menschen nicht drängeln und fast prügeln, weil so ein paar Vollpfosten sich mitten in der Menge auf die Bänke stellten. Aber aus der Ferne war es schon cool. Die Köppe waren ja groß genug. Bis zum Ende bin ich doch nicht geblieben. War einfach zu kalt. Und ich habe zwar jede Menge Leute getroffen, aber die Freunde nicht.

Wenn ein Ritter um sich haut

Mai 26, 2015

Waren Sie schon mal auf einem Ritterturnier?

Also ich kann Ihnen sagen. Boah. Und. Woooh.

Hätte ich einen Enkelsohn, würde ich den einmal im Jahr zu so was schleppen. Voll die Action. Und voll das Jungsding. Mit Bumm und Krach wie bei Ritter Runkel und den Digedags. Frei nach der alten Ritteregel: Ein Ritter der nicht haut und sticht, ist auch ein echter Ritter nicht.

Und weils glücklicherweise auch einen Markt gab, rannten die Kleinen (Jungs) dann auch voll ausgerüstet rum. Mit Holzschwert und Schild und natürlich den richtigen Klamotten. Prinzessinnen waren echt in der Unterzahl.

Obwohl…

Ich war ja schon mal zu so was. Auf der Runneburg. Da waren die Kinder noch klein und weil wir vor den Festivitäten zum Mittelalterlichen Gelage dort waren und ein paar Leute kannten, kamen wir ihrer Bitte nach und gewandeten uns dem Anlass entsprechend. Damals gabs noch keine Märkte, dafür strenge Vorschriften zum Gelage hinsichtlich Farbe und Beschaffenheit der Klamotten.

Also nähte ich alles selbst. Kleidete die komplette Familie ein.

Und dann während der Festtage also, da waren wir auch da. Und natürlich der Inchbruder mit Familie. Und es ergab sich…

Ich glaube, damals ging man mit der Sicherheit der Besucher noch etwas gelassener um. Jedenfalls, als wir im Burghof saßen und aßen, fingen sich plötzlich ein paar Herren an zu streiten. Und dann fochten sie! Die tschechischen Kaskadeure hatten sich unters Volk gemischt, was nicht auffiel, weil ja noch andere als meine und die des Bruders Familie entsprechend gewandet waren und begannen nun eine handfeste Rauferei. Mit Säbeln und auf die Biertische hauen. Da erschrak sich das Publikum, es ging auch hie und da ein Glas kaputt, Frauen kreischten, als die Streitbolde mit Fackeln fochten.

Und die Kinder? Das meine kleine verschwand unter meinem Rock, was rechtens ist, ist es doch ein Mädchen, das meine große versuchte Schutz hinter meinem Rücken zu finden. Der Neffe aber verschwand unter der Bank.

In Trebsen ging es zum Glück gesitteter zu. Man focht in einer Arena. Und nicht mitten unter dem Volk. Trotzdem musste mancher Elter dem Sprössling erklären, dass das nur Spaß sei und der Arm noch dran und das Auge ganz und Nein, das tat dem nicht weh. Die, da die Kinder erschreckten, waren, Sie ahnen es schon, Kaskadeure aus Tschechien. Und dienten eigentlich „nur“ der Unterhaltung zwischen den Turnieren.

Aber das war erst später.

Ich kam ja genau rechtzeitig zum Turnier. Es hätte mich nicht gewundert, wenn die da nur ein paar Kunststückchen vorgeführt hätten. So Ringstechen und rückwärts aufm Pferd und ein bisschen Zielschießen.

Haben die auch alles gemacht.

Aber dann.

TURNIER!

So richtig mit Bumm und Peng und splitternden Lanzen. WIE BEI RITTER RUNKEL!

Wooh!

Natürlich ist mir klar, dass das nur Show ist. Wie beim Wrestling. Und die besiegten Ritter fielen auch sehr koordiniert vom Pferd. Aber die machten das echt gut und die Lanzen SPLITTERTEN.

Wie bei Ritter Runkel.

Eine echt coole Vorstellung.

Und sonst?

Mittelalterliches Leben und Markt. Viele Zelte, Spanferkel, Zaubertränke, Bogenschießen, Vorführungen alter „Kanonen“, Musik auf Bühnen und im Park, altes Handwerk, Holzkarusells. Das ganze Programm. Ich schaute hier zu und fragte da nach, schaute noch ein bisschen dem „Kinderprogramm“ zu und hatte echt viel Spaß.

Es ist nur Schade, dass man Trebsen nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht. Das animiert mir zu sehr zum Auto fahren. Und das zu einem Ritterfest, ehrlich mal.

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Flucht

Mai 25, 2015

Mit Pfingsten ist es ja so. Also in meinem Freundeskreis.

Man fährt weg.

Außer die, die arbeiten müssen.

Die, die arbeiten müssen, also richtig und nicht wie ich mal eine bis zwei Stunden gucken, sind dann abends meistens müde. Oder wollen nicht so lange, weil sie am nächsten Tag Frühdienst haben. Oder können nicht, weil sie Spätdienst haben.

Trotzdem. Vor der Parkbühne trifft man immer jemanden. Abends. Lauscht der Musik und guckt Leute.

Für diesen Samstag hatten wir uns sogar verabredet. Schließlich hatten die Einkäufer für die Party am letzten Wochenende viel zu viel eingekauft. Doch!

Pfingsten 2015 gab es gar keine Konzerte in der Parkbühne, die man auch draußen auf der Wiese hören kann. Es soll wohl jeder gefälligst bezahlen.

Grmpf.

Und sich einfach so am Freisitz unter der Löffelfamilie zu treffen, konnte sich die Freunde nicht entschließen, die Couch zu verlassen. Wetter ist ja auch nicht so.

Arbeiten am Wochenende scheint irgendwie ermüdender zu sein als werktags, jedenfalls wenn man nicht nur so wie ich 1 oder 2 Stunden nur mal so gucken muss.

Nach einer Radtour brauche ich da auch niemanden zu fragen.

In der Stadt zu bleiben, war auch keine Option. Für den Sonntag. Denn ehrlich, ich bin zum 5. Mal in Folge Pfingsten in Leipzig. Leute gucken ist ja ganz hübsch, aber irgendwann auch wie ein Film, den man zum 5. Mal sieht. Zumal viel zu wenig steam punks da sind. Für meinen Geschmack.

Aber in Trebsen ist Ritterfest!

Da fährt natürlich kein Zug mehr hin. Ich überlegte, mit der S-Bahn bis Grimma oder Wurzen zu fahren und dann mit dem Fahrrad über den Mulderadweg nach Trebsen.

Aber als ich dann auf Arbeit guckte, dachte ich so, dass die 34km auch eine schöne Radtour sein könnte, zumal ich wahrscheinlich auf Wegen und Straßen fahren würde, die ich eher nicht kenne. Also so ab Kleinpösna. Zurück stand natürlich die Option mit der S-Bahn fest.

Genau in Kleinpösna stand ich dann auch das erste Mal im Wald der Orientierungslosigkeit, fragte mich durch, fuhr an Mühle und Kiessandtagebau vorbei, fragte genau unter dem Schild „Zum Dreiflügelweg“ einen anderen Radler, nach dem Dreiflügelweg, stand noch mal im Wald und zog das Navi zu Hilfe, konnte aber dafür in Ammelshain zwei anderen Radlern zumindest dahingehend helfen, dass ich wusste, dass wir irgendwie zum Bahnhof mussten, hoffte ab da auf ordentliche Beschilderung, weil meine Radkarte genau in Ammelshain endet, fand mich aber trotzdem und hatte den Beginn des Turniers nur um 10 min verpasst. So ein Ritterturnier ist natürlich extrem fotogen. Ich brauchte auch nur 5 min, um mich an allen großen im Weg stehenden Menschen vorbei zu schieben, stand dann zwar trotzdem in der falschen Ecke, konnte aber doch das meiste sehen und ein bisschen fotografieren. Eigentlich sollte es 17:00 Uhr das nächste Turnier geben, das wurde aber auf 18:00 Uhr verschoben, was mir eindeutig zu spät war. Denn ich hatte längst beschlossen, das mit der S-Bahn sein zu lassen und auch zurück komplett zu radeln.

Das Wetter, zuerst ideal fürs Radfahren, entschied sich dann für Sommer und Sonne total, was ja zwar besser ist als Regen, aber irgendwie war ich zu warm angezogen.

Auch meine Hoffnung, hier sei es ganz leer, weil ja alle in Leipzig sind, erfüllte sich nicht. Vielleicht hätte ich am Samstag nach Trebsen und Sonntag in Leipzig bleiben sollen? Ich werde versuchen, mir das für das nächste Jahr zu merken. Falls ich da noch was zu gucken habe. Auf Arbeit.

Gestern aber schlunzte ich über Schlosshof und durch Park, unterhielt mich sehr nett mit einem Schreiber und lernte einiges über Schreibfedern, dachte an die Gudrun, als ich Leute am Spinnrad beobachtete, aß einen wirklich leckeren Heurekaner, lauschte zwei Konzerten, schaute mich hier um und da rein. Eine wirklich schöne Veranstaltung. Die Highland Games, die sonst immer in Machern stattfanden, wohin man gut mit der S-Bahn kam, finden ja seit letztem Jahr auch hier statt. Ob ich aber am 3. Septemberwochenende mit dem Rad hierher fahren möchte, scheint mir unwahrscheinlich. Aber bis dahin ist noch Zeit.

Ich schaue noch ein bisschen einer Tschechischen Kaskadeurgruppe zu, dann schwinge ich mich aufs Fahrrad und radle zurück. Und am Doppeladler in Holzhausen mache ich Pause. Wie immer, wenn ich hier lang komme.

Es stellt sich übrigens heraus, dass es 39km von mir bis zum Schloss Trebsen sind. Kein Wunder, dass ich abends nur noch ins Bett will. Und heute werde ich mich am besten weiter ausruhen.

Die Fotos vom Ritterturnier gibt es später. Ich muss erst mal sichten und aussortieren.

Für die heute gezeigten gilt: Drauf klicken = groß gucken

Schlimmer als das Picknick

Mai 23, 2015

Noch schlimmer als das Picknick ist der Pfingstsamstag in der Innenstadt. Ich meine so Leutemäßig. Zu den WGT-Besuchern und denen, die die gucken wollen, kommen noch die ganzen Shopper. Leipzig ist ja eine einzige Shoppingmeile, also die Innenstadt. Und da machen sich samstags viele Nicht-Städter die Mühe, extra anzureisen. Ich finde ja schon normale Samstage Hölle und versuche, mich rauszuhalten. Pfingsten fliege ich immer wieder rein.

OBWOHL.ICH.ES.DOCH.WISSEN.MÜSSTE!

Fotografieren geht da eigentlich gar nicht. Man kommt ja nirgends durch.

NIRGENDS.

Ich habe es trotzdem versucht. Wenn ich nun schon mal da war. Am besten wars an der MB. Da stand ich auf einer Mauer wie ein Feldherr und habe Ausschau gehalten nach potentiellen Opfern. Stand natürlich immer irgendjemand im Weg. Vor allem Fotografen. Ehrlich mal. Man sollte das verbieten. Das Fotografieren.

Morgen, wenn das Wetter hält, fahre ich lieber weg. Nach Trebsen zum Beispiel. Da ist Ritterfest. Da ist es bestimmt leer, weil doch alle hier sind. Und sollte das Wetter nicht so sein, bleibe ich im Bett. Oder so.

Für die Bilder gilt wie immer: Drauf klicken = groß gucken

Gewusel

Mai 22, 2015

Freitag vor Pfingsten.

Viktorianisches Picknick.

Die Gäste aus der Schweiz verpassen es, weil ihr Flug verschoben wurde. Ankunft 19:00 Uhr statt wie geplant mittags.

Ich schwinge mich aufs Rad und. Kommt mir das nur so vor, oder werden es tatsächlich von Jahr zu Jahr mehr Picknicker? Die „echten Viktorianer“ gehen in dieser Masse fast unter, Leipziger haben ganz ungeniert ihre Decken ausgebreitet und picknicken mit, statt sich das Spektakel „von außen“ anzusehen. Ein Pferd ist auch wieder dabei, wenig Leute in Neonfarben finde ich und für meinen Geschmack zu wenig steampunker. Aber von denen kann es, wenn es nach mir ginge, ja nie genug geben. Die Kinder werden immer mehr und immer größer.

Und zwischen all dem Schwarz und Rot und Weiß die Fotografen. Profis und Möchtergerne wie ich. Kinder zu fotografieren und im Blog zu zeigen, scheue ich mich aber immer noch. Deswegen werden Sie schon etwas schauen müssen, um es zu entdecken, das eine, das ich zeige

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