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Strick-Stress

Dezember 18, 2014

Gehts Ihnen auch so?

Die Vorweihnachtszeit ist irgendwie stressig.

Ich weiß, das ist keine neue Erkenntnis, aber in den letzten Jahren war ich eigentlich recht entspannt. Nur diesmal…

Plötzlich wollen alle was gestricktes. Ich habe schon wunde Finger. Und dann ist da noch dieser Groupon Deal. Ein Fotobuch von 100 Seiten für nur 30€!! Der Haken: der Auftrag muss bis 31.12. raus. Bis 31.12.2014.

Natürlich hätte ich damit schon eher anfangen können. Mit der Gestaltung des Fotobuchs meine ich. Habe ich aber nicht. Und so bin ich immer noch bei Omsk. Und die Auswahl gefällt mir nicht recht. Zu hastig zusammen gesucht gewürfelt.

Seit Nikolaus habe ich sowieso nicht mehr ausgesucht. Seit Nikolaus stricke ich. Jawoll.

Und ich schaffe das.

Wieviel Tage habe ich noch?

Für Kurzentschlossene

Dezember 13, 2014

oder solche, die ihren ganzen Vorrat an Weihnachtskeksen schon aufgebraucht haben, habe ich vom Kleinen Kind ein Rezept mitgebracht, ein Abwandlung von Omas Zimtsternen (werden nämlich keine Sterne).

Man braucht:DSC_6775

200g Puderzucker

200g Haselnüsse

2 Eiweiß

1 TL Zimt

1 Spritzer Zitronensaft, oder 2

Zubereitung:

Eiweiß und Puderzucker zusammen rühren und steif schlagen.

Ca 1/3 davon zur Seite stellen. Unter die anderen 2/3 die Nüsse, Zimt und Zitronensaft rühren und alles gut durch kneten.

Den   (Achtung sehr klebrigen) Teig auf Backpapier ausrollen (kann ruhig dick sein, so knapp 1cm), mit der zur Seite gestelltem 1/3 Eiweiß/Puderzuckermasse bestreichen und für 10-12 min bei 150°C backen.

Aber Achtung: nach 8 min Backzeit die Backofentür leicht öffnen (zB. Kochlöffel rein).

Gleich nach dem Backen in Quadrate oder was immer schneiden.

update: Vor dem Backen schneiden, sagt das Kleine Kind gerade, das splittert nicht so.

Die Dinger können sofort nach dem Auskühlen verzehrt werden, bleiben aber auch länger weich *grins*

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Guten Appetit und einen schönen 3. Advent!

Mit der Holzschere?

Dezember 9, 2014

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oder wie muss ich mir einen Naturfriseur vorstellen?

Hölle Weihnachtsmarkt

Dezember 7, 2014

Eigentlich mag ich Weihnachtsmärkte. Ich schlendere gern durch die Gassen, schwelge im Dunst von gebrannten Mandeln, Glühwein, Kreppelchen und frisch gegrilltem, nasche hier und koste da, schau bei den Holzschnitzern vorbei und kaufe kleine Geschenke, probiere Mützen und lasse mich von selbst gemachten Klamotten inspirieren.

Nur leider, so funktioniert Weihnachtsmarkt nicht. Nicht mal mehr auf der Festung. Es wird geschoben und gestaut, man kommt hier nicht durch und kann da nicht in Ruhe gucken.

Als wir im Zug nach Dresden saßen, erzählte mir mein Nachbar, dass er nach Bautzen führe, da sei es nicht so überfüllt. Mein Nachbar reiste aus Gera an, arbeitet da in einer Behindertenwerkstatt und konnte mir noch sagen, wann er wo 1989 umgestiegen ist. Der Zug nach Dresden war proppevoll und es liegt wohl an meiner besonderen Ausstrahlung, dass leicht Hilfsbedürftige immer zu mir finden. Sei es, um mich anzubetteln, sei es, um mir ihr Herz auszuschütten. Denn mein Nachbar war nicht eigentlich hilfsbedürftig, so wie der Kursbücher auswendig kannte, er brauchte nur jemanden, der ihm zuhört.

6. Dezember, Nikolaustag. Die Prinzessin, das Große Kind und ich auf dem Weg nach Dresden. Das Kleine Kind nebst Freund besuchen. Der des Großen Kindes redete sich mit Krankheit raus, der Schlaue. Denn natürlich, wenn wir schon mal da sind, wollten wir auch auf den Weihnachtsmarkt. Den in der Neustadt, den am Schloss, den an der Frauenkirche und natürlich, auf den Striezelmarkt. Das am 6. Dezember auch Stollenanschnitt ist, haben wir zu spät erfahren. Ob es ohne Stollenanschnitt leerer gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln.

Immerhin, wir hatten den mit unserem Supersparticket frühesten möglichen Zug genommen, da sollten wir vor dem großen Ansturm wenigstens ein bisschen was gesehen hatten.

Das Kleine Kind und Freund wohnen in der Neustadt. Und zwar dort so was von mittendrin, mittendrinner geht es gar nicht mehr. Da zuckt sich an einem Samstag Vormittag, auch wenns schon eine Stunde vor Mittag ist, noch gar nichts. Da kann man sich noch in aller Ruhe geschlossene Kneipen angucken und so Merkwürdigkeiten.

Aber heute gehts um Weihnachtsmärkte. Einmal über die Kreuzung und wir betreten den ersten. Den mit dem hässlichsten Baum, den man sich hinstellen kann. Vielleicht soll er ja zur Abschreckung dienen? Oder das Fremde betonen? Denn hier geht es international zu. Gemischt mit Sächsisch freilich. Leckere Sachen könnte man hier probieren, wenn uns das Kleine Kind nicht mit Plätzchen gefüttert hätte (Rezept gibts demnächst).

Dann also ab über die Elbe und rein ins Getümmel der Altstadt. Den Weihnachtsmarkt am Schloss lassen wir ausfallen. Nicht, weil er Eintritt kostet (dieses Jahr war ich bereit zu löhnen), sondern weil man schon, um rein zu kommen, anstehen muss.

Wir laufen weiter, staunen über ein paar alte Preußen und stehen am ersten Karussell. Und vor einem Fassadenbild vielleicht aus den 60ern. Ich liebe so was ja und erfahre, dass das sogar saniert werden soll, obwohl da der Marx drauf ist und ein Stück DDR und viele Proletarier und Intelligenzia im Dienste der Proletarier. Finde ich gut, dass man inzwischen aufhört, alles abzureißen oder zu übertünchen und stattdessen Geschichte zu akzeptieren.

Und dann an einer Baustelle vorbei zur Frauenkirche. Hier, erzählt der Freund des Kleinen Kindes, er interessiert sich für Geschichte und ist wirklich ein perfekter Städteführer, wird Dresden so nachgebaut, wie es früher aussah. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und auch da, wo zwischendurch mal moderner gebaut wurde, passt das zum Gesamtbild. Das kleine handbetriebene Kettenkarussell, mit dem die Prinzessin dringend fahren muss, macht uns Erwachsenen ja etwas Angst. Aber da saß noch ein viel zierlicheres Mädchen drauf und gelte es nicht, deren Privatsphäre zu respektieren, würde ich das Foto hier präsentieren. Denn dieses fremde Kind musste ich ablichten, das hing so Klasse in seinem Sitz und ihr Blick spricht Bände.

Nun aber auf zum Striezelmarkt.

Die Mädchen wollen eigentlich Handbrot, geben aber schnell auf und sind mit Langos zufrieden. Ich aber will Fleisch. Der Freund des Kleinen Kindes auch. Die Prinzessin Bratwurst.

Und die Hölle beginnt.

Es gibt Gassen, durch die versuchen wir gar nicht erst zu kommen. Erschwert wird die Suche dadurch, dass es hier nur Glühwein und Süßes zu geben scheint. Auf dem ganzen Striezelmarkt! Als wir endlich an so einer Wildbretbude landen, stehen da schon alle, die keine Crêpes oder Waffeln wollen.

Wir finden dann doch noch was, verlassen mit unserer Beute den Markt, laufen außen herum und wühlen uns wieder hinein. Bratwurst will die Prinzessin jetzt nicht mehr. Nix da! Es wird gegessen, was erbeutet wurde!

Dann wühlen wir uns weiter. Echt, es gibt Gassen, in denen steht man einfach. eingekeilt zwischen Fremden. Kein vor, kein zurück. Der Freund des Kleinen Kindes will nach Hause.Ich eigentlich auch. Die Prinzessin will Riesenrad fahren. Zum Glück hat sie mit dem Kleinen Kind den einzigen tapferen in der Familie, der da mit fährt. Dem Freund wird schon vom Zugucken schlecht und jetzt will er erst recht nach Hause. Das Große Kind ist schmerzfrei und will noch shoppen und ich verlasse Dresden nicht ohne Glühwein.

Also schieben und stauen wir weiter.

Aber nur bis wir wirklich alle Punkte abgehakt haben.

15:15 sitzen wir im Zug zurück nach Leipzig. Auf dem Weg zum Dresdner Hauptbahnhof kamen uns die Menschen vor allem entgegen. Tausende. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es nachmittags und abends da zugeht,auf den Weihnachtsmärkten.

Leise rieselt der Schnee

Dezember 3, 2014

Lachen Sie nicht. Das ist zum Heulen!

Gestern, als ich mich mit Freunden traf, um über einen gemeinsam zu gestaltenden Winterurlaub zu beraten und wir nach der Beratung vor der Kneipe standen und eine Abschiedszigarette rauchten und über Schneesicherheit sprachen, reckte ich die Nase gen Himmel und verkündete: Der Himmel sieht ja aus wie Schnee (oder liegt das an der Straßenbeleuchtung?)

Immerhin, der Himmel SAH AUS WIE SCHNEE. Nur dass er es in die Tieflandbucht wieder nur in homöopathischen Dosen geschafft hat. Sieht aus, als hätte einer mit einem Puderzuckerdöschen… Können Sie es sehen?OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Na ein bisschen müssen Sie sich schon anstrengen.

Natürlich andere, andere, die nur so ein Stückchen außerhalb L.E.s wohnen, die sind heute zu spät gekommen. Die haben ordentlich viel Schnee.

Dabei ist das Wetter auch hier perfekt. Knapp unter bis knapp über Null.

Nuja, vielleicht ja morgen. Oder eben im Winterurlaub.

Befreiung

Dezember 2, 2014

Nachdem das Kleine Kind ausgezogen ist und sich unglücklicherweise an ein vor Jahren gegebenes Versprechen erinnerte, wanderten die Elefanten aus der Vitrine in zwei bis drei Körbe. Der gläserne Schrank selber zog mit dem Kind aus.

Nun, nachdem das Wohnzimmer endlich renoviert war, konnte ich die schon vor einem halben Jahr neue, extra erworbene Vitrine aufbauen. Und noch bevor die Weihnachtsdeko aus ihrer Kiste entlassen wurde, befreite ich die Elis aus ihrem dunklen Vergessen.

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Übrigens habe ich nicht einen selber gekauft

Nordpolexpress

November 29, 2014

Gefühlte 100 Jahre war ich nicht mehr dabei, wenn der Weihnachtsmann in die Stadt kommt. Realistisch sind wohl eher so 17-18 Jahre.

Damals waren die Kinder noch klein und der Express fuhr am Bayrischen Bahnhof ein. Im Gefolge das Märchenland, wie wir es von Meister Nadelöhr her kannten. Mit Pittiplatsch und Sandmännchen und Schnatterinchen, dem Gestiefelten Kater und was noch so dazu gehört.

Ich nehme an, als der Bayrische Bahnhof eine Baustelle war, änderte der Mann im Roten Mantel seine Route und wählte den Hauptbahnhof als Ziel. Ich vermute mal, mit dem neuen Zielbahnhof änderte sich auch das Gefolge. Heute kommt er mit Schneeflöckchen und ?Elfen? nach Leipzig.

Vor einem oder zwei Jahren wurde ich schon einmal zufällig Zeuge dieses Einzugs. In diesem Jahr aber, das stand schon seit dem Sommer fest, würde ich mit der Prinzessin dabei sein. Schließlich ist so eine Begrüßung eines so alten Mannes ganz klar Omasache.

Wir waren zeitig vor Ort. Eigentlich zu zeitig. Aber das war gewollt. Wenn ich schon während der Weihnachtsmarktzeit auf den Bahnhof musste, dann konnte ich gleich noch ein paar Dinge einkaufen.

Doch es kam anders. Erst mal war da ein Karussell. Dann spielte da so ein Bergmannschor. Und im Übrigen war der Bahnsteig schon rappelvoll.

Wir ergatterten das letzte Plätzchen und ich war erstaunt ob der Gelassenheit der Eltern.

Bis sich eine Oma mit zwei Kindern zwischen uns und unsere Nachbarn drängelte. So Marke: Hier gibt’s was umsonst, hier müssen die Ellenbogen raus. Die Mutter kam dann auch noch zur Unterstützung. Ich aber beschäftigte mich 20 Minuten lang damit, die Prinzessin vor Ungemach zu schützen, und zwar so, dass sie es nicht merkt und ihre Freude auf den Weihnachtsmarkt ungetrübt blieb. Schließlich war sie in wichtiger Mission da. Sie wünsche sich ein tablet und ein Handy, das wollte sie ihm sagen, zwei Jahre alt die Göhre.

Pünktlich 11:00 Uhr fuhr er ein und ja, er gab auch der Prinzessin die Hand. Sie behauptet, sie hätte ihm ihre Wünsche zugeflüstert.

Eigentlich hätten wir nun gehen können. Schoki hatten wir auch abgegriffen, was will man mehr.

Aber wir wollten eh in die Innenstadt. Zu den anderen Karussells. Da konnten wir auch neben dem Weihnachtsmann her laufen. Eine andere Oma instruierte ihren vielleicht 10jährigen Enkel, immer schön neben der Kutsche zu laufen, schließlich werfe der Weihnachtsmann immer mal was raus und es gelte, viel abzugreifen.

Aha.

War wohl die Verwandschaft der anderen Familie vom Bahnsteig.

Überwiegend waren die Menschen aber sehr gelassen. Viele strahlende Kinder. Eltern, die ihre Brut Huckepack vor neben und hinter der Kutsche her trugen. Fotografierende Japaner.

Apropos Fotografieren. Das ist gar nicht so einfach, mit Prinzessin auf der Schulter.

Und weil wir nun mal grad da waren, waren wir nach dem obligatorischen Karussellfahren gleich noh im Märchenland. Damit ist der Weihnachtsmarkt für dieses Jahr eigentlich abgehakt.

Wer genau gucken will, klickt aufs Bild

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