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Die Schönheit in der Bewegung

Juli 12, 2011

Ich fotografiere gern. Am liebsten Sport treibende Menschen. Dann sind sie nämlich auf sich bzw ihre Bewegung konzentriert und achten nicht auf die Kamera.

So setze ich mich in der Sächsichen gern auf einen Gipfel oder an andere exponierte Stelle, und schleiche mich mit meinem Riesenzoom an meine kletternden Kumpels ran. Klettern bedeutet höchste Konzentration. Wenn sie aber wissen, dass sie fotografiert werden, halten sie inne, lächeln in die Kamera. Das ist zwar auch sehr hübsch, aber weniger authentisch. Eben gestellt. Ich fahre auch, obwohl ich selber nicht mehr dran teilnehme (schwimmen kann, laufen darf ich nicht mehr und Radfahrer sind IMMER überzählig) gern jeden Herbst zum Team Triathlon und betätige mich als Sportreporter. Ansonsten ist es ja beim Sporteln, egal ob auf den Langläufern, dem Rad oder gar beim Selberklettern leider so, dass mein nicht beides gleichzeitig tun kann: Fotografieren und Sporteln.

Wenn ich zum Biathlon, zur Kombi oder einem Radrennen fahre, ist es natürlich vorrangig das Interesse an der Sportart, die mich kreuz und quer durch Europa treibt, längst aber spielt auch der Gedanke, „schöne Fotos“ zu machen,  eine große Rolle.

„Die Erfüllung der Sehnsucht nach Unterhaltung, Spaß und Schönheit in der Bewegung!“,nannte Paul das mal. Manchmal erkennt man die Schönheit einer Bewegung gar erst auf dem Foto.

Letztes Wochenende wäre ich gern klettern gefahren. Es war trocken, heiß. sonnig. Ideale Bedingungen, um sich in der Sächsischen rumzutreiben. Doch ich musste am Samstag 6 Stunden in die Uni, dass ich am Nachmittag bis Abend dort zu sein hatte, verdarb mir das (Kletter) Wochenende.

Neugier und die „Sehnsucht nach Schönheit in der Bewegung“ trieben mich am Sonntag in den Kanupark Markkleeberg bei Leipzig. Nach einer 13 km langen Radtour ins ehemalige Tagebaugebiet im Süden der Stadt bekam ich ein besonderes Spektakel geboten! Kraft, Bewegung, Eleganz, höchste Konzentration. Kayak-Damen und Kanu-Männer paddelten sich durch die Stromschnellen der Wildwasserbahn, die wir Leipzig’s Olympiabewehrbung verdanken. Das Wasser unterstreicht die Dynamik. Das ist Action pur. Sehr gute Unterhaltung.  Die Regeln sind einfach, so dass auch Laien wie ich gut unterhalten sind.  Dank der  kompetenten Moderation an der Strecke erfährt auch der Laie, was die besonderen Schierigkeiten beim Einer oder Doppel sind, wieso sich  manche Tore grün und manche rot zeigen und wo das Wasser besonders tückisch ist, was wiederum den Spaßfaktor erhöht.  Dabei geht alles so schnell, ist alles so  in Bewegung, dass ich die Schönheit dieser erst bei der Sichtung der Fotos, also quasi in ihrem eingefrorenen Zustand,  entdecke. Wasser, Wildwasser ist ein dankbares Element, das die Dynamik eines Bildes besonders hervorhebt.

Ein schöner Sonntag. Ich habe  mich selbstbewegt und zugeguggt, 999 Fotos gemacht und die Sonne genossen.

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