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Das Beste war das Bier

März 13, 2015

Die Bude ist voll.
Im Gästezimmer liegt ein Pärchen, die Buchhändlerin aus Frankfurt auf dem Sofa und als sich das Kleine Kind auch noch angemeldet hat, blieb nur der Platz in meinem (Doppel)bett.
Buchmesse.
Ich allerdings, ich stellte schon vor Wochen entsetzt fest, dass ich am Samstagabend zu einer Party muss. 50. Geburtstag, da gibt es kein Entkommen.
Und am Freitag. Am Freitag muss ich die Prinzessin abholen. Da gibt es also zumindest eine leichte Behinderung.
Der Donnerstag aber, der Donnerstag, der Abend, ist frei.
Ich stellte mir zwei Programme zusammen. Und zwei drei Alternativen.
Am Nachmittag, zusammen mit dem Kleinen Kind, entschied ich mich für Programm 2. Bis ich feststellte, da liest am Anfang gar nicht HOLGER, sondern irgendein anderer Witzel. Nö, da gehen wir nicht hin. Von da aus freilich hätte man wunderbar weiter Richtung Süden steppen können, aber so, ohne Programmpunkt 1 in Programm 2, da kann man das auch sein lassen und gleich was anderes gucken/hören. Für Programm 1 war es ja schon zu spät.
Also wackelten wir in den Telegraph. Innenstadt.
Tod und Tofu. Kurzkrimis über blutrünstige Veganer, naturtrüb, ökologisch, mörderisch.
Klingt doch gut. Und nach einem lustigen Abend.
Andere waren wohl klüger. Jedenfalls hielt sich die Zahl der Interessierten in Grenzen. So 10-14 Leute, wobei 4 das einzig Richtige taten: Sie gingen.
Ines Thorn erzählte erst mal, wie sie auf die Idee zum Buch kam, wie Krimiautoren schreiben, wie sie die Geschichten verschiedener Autoren sammelte, wie sie mit dem Verlag sprach und wie sie schließlich ihre eigenen Kurzkrimis beisteuerte.
Dann endlich las sie. Zwei komplette Geschichten. Zwei ihrer eigenen. Beide natürlich im selben Stil geschrieben, so dass die ausgewählten Stücke nichts über die evtl. vorhandene Vielfalt des Bandes aussagt.
Nun ja, was soll ich sagen. Ich werde mir den Namen merken, mir nie eine ihrer Bücher kaufen und auch nie eins verschenken. Immerhin, im ersten ausgewählten Stück kamen Vegetarier vor. Es gab auch ein paar hübsche Spitzen. Und das Ende der ansonsten langweiligen Geschichte war verblüffend, obwohl teilweise vorhersehbar. Insgesamt aber langweilig und eher bemüht komisch. Bemüht komisch mag ich nicht.
Die 2. Geschichte war viel zu lang. Vor allem dauerte es lange, ehe die Autorin zum Punkt kam. Die Morde geschahen dann fast nebenbei. Da muss man beim Lesen schon aufpassen, dass man die nicht überliest. Und da so wenig Zuhörer da waren, konnte ich mich nicht mal mit Leute gucken ablenken.
Dafür holte ich noch je ein Bier fürs Kind und mich. Das war nämlich lecker.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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3 Kommentare leave one →
  1. März 14, 2015 12:05 am

    Bei dem Namen wäre ich ja seeeehr skeptisch gewesen, aber wenn Du das sagst 🙂

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  2. März 15, 2015 7:33 am

    Ich weiss ja nicht, wie das Bier wirklich schmeckt, aber wenns das beste an dem ganzen Abend gewesen ist… naja

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  3. März 15, 2015 12:18 pm

    Das Bier, meine Herren, war ausgesprochen lecker. Wenn das mal wieder wo rumsteht, werde ich es umgehend trinken. Jawoll.
    Euch könnte es natürlich etwas zu süß sein. Schmeckt eben eher wie ein Schwarzbier

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