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Übelkeit

Januar 19, 2015

Ich würde hier gern über das vergangene Wochenende in Bozi Dar bloggen. Oder endlich und wie versprochen ausführlich über die Woche in Sarajevo.

Stattdessen zappe ich mich durch die Ereignisse in Leipzig und Dresden. Dabei wird mir wahlweise übel oder es packt mich Wut. Gestern habe ich sogar, entgegen meinen Gewohnheiten, den Jauch geguckt. Ich musste mich zwingen, nicht wegzuschalten.

Und nun, da Pegida heute nicht läuft, haben die aufgerufen, am Mittwoch nach Leipzig zu kommen. Und alle, die von außerhalb nach Dresden kommen, weil sie zu Hause nicht abendspazieren dürfen, gleich mit. Ich vermute, es werden vor allem die Hools sein, die dem Aufruf folgen werden.

Jetzt gehe ich mal noch paar FB-„Freunde“ entfernen.

update: Gut, war nur einer, der entfernt werden musste

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8 Kommentare leave one →
  1. Gudrun permalink
    Januar 19, 2015 6:02 pm

    Ach, Inch, eigentlich ist es schlimm, dass einen das so viel Zeit raubt. Trotzdem ist es mir nicht egal, was in Leipzig (und anderswo) passiert. Und da werde ich mir wohl ein bissel Zeit nehmen müssen. Heute, am Mittwoch, und an anderen Tagen.

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  2. Januar 19, 2015 7:21 pm

    Ich hab’s nicht zur Kundgebung am Sendlinger Tor geschafft! Ich Schaf! Wollte mir nach der Arbeit zuhause eine Mütze holen, weil’s so kalt ist. Und eine Viertelstunde auf der Couch die Beine hoch legen. Und bin nach zwei Stunden wieder aufgewacht… Mist, Mist, Mist…

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  3. gemeinsamleben permalink
    Januar 19, 2015 7:34 pm

    Es ist wenige Minuten her, da musste ich auf meinem Spaziergang über den gestrigen Jauch-Abend nachdenken. Zu dem derzeit oft geflügelten Wort: „Das muss eine Gesellschaft aushalten“ frage ich mich, muss sie das wirklich?

    Derzeit wird nur der Zündungspunkt von Pegida als Allgemein bekannt wahr genommen. Die unterschiedlichsten Meinungen überschlagen sich allerdings derzeit, was sich dort wirklich versammelt.

    Doch wenn eine Regierung dieser nicht mehr zu übersehenden Strömung in der unterschiedlichsten Gemengenlage als Antwort diese „hochkarätige“ Personalauswahl des gestrigen Jauchs-Abend entgegenstellt, den jeder Funke von Leidenschaft abhanden gekommen ist, dann frage ich mich schon: Demokratie, ist es das, was von dir übrig geblieben ist?

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  4. Lydia permalink
    Januar 19, 2015 8:11 pm

    Hallo inch, mir geht es auch so, ich verstehe die Welt nicht mehr, also meines alte Heimat, und beim jauch gestern, das war unerträglich. Da wurde ja der Spahn fast noch sympathisch… Da kommen tunesier nach Sachsen??! Ja Mensch, da fahren wir ja sogar in Urlaub bin. Mm, dachte ich da, das zeigt auch welch Geistes Kind die Dame ist. Denn wo der gemeine deutsche in Urlaub hinfährt, da kann ja nur alles gut sein… Ich brauchte hinterher echt einen Kamillentee. Schreib doch lieber über Sarajewo, das lenkt ab 🙂 Was nicht heißen soll, dass man bei deinen Artikeln besser einschlägt als bei polittalk 😉

    Beste grüße an alle, die die Stellung halten!

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  5. Januar 21, 2015 2:31 am

    Puh, was bin ich froh dass der Kelch an uns vorbei gegangen ist. Hätten die hier nicht vor lauter Angst den Schwanz eingezogen müsste ich mich auch laufend aufregen, so ist das alles relativ weit weg. Ich hätte eh keine Zeit für Montags- bis Freitagsdemos, ich muss arbeiten.
    So etwas wie den Jauch mit der Pegidatante mag ich mir auch nicht ansehen, über dieses weichgespülte Gedöns würde ich mich nur aufregen, weil wahrscheinlich keiner genug Arsch in der Hose hat die Tante mal so richtig aufzumischen (ich habs jetzt wg. der ackerei nicht verfolgt, aber war bestimmt so, oder?).

    Aber ich danke Dir und allen anderen ganz herzlich, dass ihr da unten aufsteht gegen das doofe Volk, trotz der Übelkeit, und wünsche Euch weiterhin viel Durchhaltevermögen.

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  6. Januar 21, 2015 11:58 am

    @ all
    Tut mir leid, wenn ich nicht auf jeden einzelnen Kommentar antworte, keine Blogrunden drehe und überhaupt. Aber zu Zeit treibt mich anderes um. Ich danke Euch für Euren Zuspruch. Und ja, ich passe auf mich auf. Aber ich weiche auch keinen Zentimeter zurück! Das ist meine Stadt. Alle reden vom besonderen Flair dieser Stadt. Viele wollen herkommen. Ja, manche nennen es gar das neue Berlin. Doch ihre Kreativität und Freiräume kommen nicht von ungefähr, sind hart erkämpft gegen genau die Art Leute, die zu Pegida und Legida rennen beziehungsweise vorneweg. Gerade jetzt, da das Kind in Dresden wohnt und ich auch Kontakt zu einer Freundin Sohn habe, der ebenfalls in Dresden wohnt, merke ich die Unterschiede, die mir manchmal die Sprache verschlagen, weil ich natürlich glaubte: so wie in L.E. ist es überall

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    • Gudrun permalink
      Januar 21, 2015 1:46 pm

      Liebe Inch, wahrscheinlich werden wir uns heute nicht sehen im Gedränge. Das ist so gut wie aussichtslos. Irgendwo werde ich Platz nehmen. Es ist schon gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. Machs gut! (Kaffee trinken und Schwatzen machen wir später mal.)

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