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Ein noch längerer Spaziergang

Dezember 30, 2014

Es sieht nicht nach Sonne aus. es schneit zwar nicht, aber der Himmel macht einen trüben Eindruck. Nix mit Festung und für den Zug nach Mostar ist es natürlich viel zu spät. Also laufe ich zur Festung auf der Ploca, verlaufe mich, finde dafür die Iranische Botschaft, nur für den Fall, dass sie die mal suchen, ich weiß, wo die ist, finde die Festung, die aber geschlossen ist, stecke die große Kamera jetzt lieber weg, schlittere zum Sirokac, einem alten Stadttor, laufe bergab und wieder bergauf zur gelben Bastion, ärgere mich, das große Objektiv im Hotel gelassen zu haben, weil die Sicht doch besser als gedacht ist und laufe weiter bergan in der Hoffnung, zum Visegrader Tor zu kommen. Ich laufe durch dörflich anmutende Außenbezirke, drehe mutlos um und lande im von Hernn Ärmel so wärmsten empfohlenen Teeladen. Dort lerne ich bosnischen Kaffee ganz anders als Jasmin zu trinken, wundere mich über einen iranischen Norweger und darüber, wie die Zeit vergeht in so angenehmer Runde.
Im Hotel lese ich Prinzips Empfehlung und mache mich sofort auf die Socken. Auf dem Weg zum Svrzo-Haus komme ich an der alten orthodoxen Kirche vorbei, finde das bosnische Wohnhaus und Museum geöffnet, streiche sicher eine Stunde durch die Räume, suche dann noch den alten jüdischen Tempel, der heute Museum, allerdings geschlossen ist und esse im von Dijana empfohlenen Restaurant Burek. Der, lieber Herr Ärmel, ist übrigens auch fettig, obwohl Dijana ihn auch isst, die treffe ich nämlich da.
Dann sehe ich, wie man in Sarajevo Bus fährt und verabschiede mich von meinem Plan, morgen mit der Nr. 56 bis zur Endstelle zu fahren und zurück zu laufen. Das soll ein schöner Spaziergang sein.
Übrigens auf dem Foto hoch oben vom Berg auf Sarajevo sehen sie mindestens drei Kirchen, orthodoxe und katholische, jede Menge Moscheen und hätten die Juden ihre Tempel und Synagogen auch mit Türmen versehen, könnten sie auch von denen zwei sehen.

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8 Kommentare leave one →
  1. Dezember 30, 2014 9:48 pm

    Dachte ich mir das doch fast mit den fettigen Bureks… Danke, liebe Inch für die Nachricht.
    Hast du die „sieben Schwestern“ schon gesehen.
    Übrigens ist in der Vladislava Skarića 5 das Hotel Europa, dort oder jedenfalls auf der selben Strassenseite ein Stück weiter ist ein abgefahrenes Caféhaus im alten Wiener Stil. Nur so für alle Fälle. Aber Morgen solls ja schon wieder etwas wärmer werden…

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    • Dezember 30, 2014 9:51 pm

      izvinite izvinite izvinite – vergiss die Sieben Schwestern gleich wieder, da habe ich was verwechselt. Es gibt so eine Art Moschee mit sieben Fensterläden, da beten sich Passanten von Laden zu Laden. Leider ist Tante Guurgel mit ihrer Karte wieder sowas von kontraproduktiv…

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      • Dezember 30, 2014 10:08 pm

        Ach Herrje. Ich war schon ganz aufgeregt. Ich habe so viele Moscheen gesehen, sieben Schwestern waren nicht dabei. Und am Hotel Europa bin ich gestern schon vorbei gewackelt. Ein Cafė habe ich da auch gesehen. Danke für den Tipp. Wiener Kaffeehäuser, ich saß ja schon in einem, sind jeden Besuch wert. Nicht nur des Kaffees wegen. Und auch, wenns „wärmer“ ist.

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  2. Dezember 31, 2014 6:44 pm

    Wunderschöne Bilder zum Jahreswechsel! Wünsche einen guten Rutsch!

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  3. Januar 2, 2015 10:04 pm

    Ich beneide dich sehr um deine Reise, liebe Inch. Danke, dass du darüber berichtest. Beeindruckend. Und danke.

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  4. Januar 3, 2015 11:12 pm

    Wie immer unternimmst Du unglaublich spannende Reisen, die so unglaublich anstrengend aussehen, dass ich wie immer dankbar bin die nachlesen (und sehen) zu können. Ganz besonders bei den Temperaturen.

    Und Burek, lieber Herr Ärmel, ist halt Blätterteiggedöns. Zeig mir mal Blätterteiggedöns das nicht fettig ist 😀

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    • Januar 3, 2015 11:28 pm

      Jajaja – iss ja schon guuut. Natürlich wird Blätterteig in Fett ausgebacken. Aber du weisst doch, wenn der Blätterteig schon mit billigem Fett hergestellt worden ist, dass saugt er das Ausbackfett wie ein Schwamm auf….
      Es gibt da feine Unterschiede.

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