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Ein langer Spaziergang

Dezember 29, 2014

Heute hat es schon wieder fast ununterbrochen geschneit. Erst auf Höhe der Kirche des Heiligen Josef kam kurz die Sonne heraus. Das ist im österreichischen Viertel. Vorher habe ich mich, im selben Viertel, in einem Café aufgewärmt, bei Latte Macchiato und Erdbeertorte. Dort hatte ich endlich Zeit und Platz, alles in den letzten zwei Tagen erlebte aufzuschreiben.
Im österreichischen gibt es viele schöne Häuser zu bewundern. Und viele Kriegsschäden. Ich war am Denkmal für die getöteten Kinder. Im Gegensatz zu den Wunden an den Häusern sieht die niemand.
Ich  habe merkwürdige Kunst gesehen, Kirchen und Moscheen. Ich bin Straßenbahn gefahren und dann die halbe Strecke wieder zurück gelaufen, weil ich mir noch mal alles genau anschauen musste. Zurück im türkischen Viertel habe ich Moschee geguckt und eine alte islamische Schule/Universität besichtigt. Und im To be vor (not) to be war ich der einzige Gast. Und ich bin den ganzen Tag Bettlern ausgewichen, die hier gar nicht so leicht zu erkennen aber scheinbar überall  sind.
Nun denke ich angestrengt nach, ob ich morgen nach Mostar fahre. Aber dazu müsste ich mitten in der Nacht aufstehen und wärmer wird es morgen sicher auch nicht. Und was ist, wenn die bosnische Bahn auf Schnee so reagiert wie unsere? Vielleicht scheint ja auch die Sonne, dann frage ich Jasmin, ob er mich hoch zur Festung fährt.

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9 Kommentare leave one →
  1. Dezember 29, 2014 9:28 pm

    Die Schneeflocken, die momentan über deinen Blog huschen passen ja perfekt zu den Bildern, die du uns zeigst. Toll, dass du diese reise machst. Und Hut ab, dass du es im Winter tust. Brrrr. Mir klappern schon beim Lesen die Zähne aufeinander.

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  2. Dezember 29, 2014 11:54 pm

    Ich habe dich vorher bereits erstaunt gefragt: Wirklich im Winter? Ganz bestimmt?
    Tolle Bilder wieder und nun hast du schon Stadtteile gesehen, die ich hoffentlich im nächsten Jahr beim Filmfestival sehen werde…
    Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Freude!!!

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  3. Prinzip permalink
    Dezember 30, 2014 1:03 pm

    Sarajevo im Winter…Jeder erlebt die Stadt anders, anders morgens, anders mittags, anders abends. Mit oder ohne Schnee…Ich bin gespannt was folgt. Empfehlung: Ein Spaziergang über die Logavina/Sagrdzije zum Svrzina Haus. Authentische bosnische Architektur.

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    • Dezember 30, 2014 2:00 pm

      Mache ich sofort. Danke für die Empfehlung

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      • Dezember 30, 2014 2:02 pm

        Musst du mal kucken wegend er Öffnungszeiten – ich war zwei mal umsonst davor. Lohnt sich aber meines Erachtens, da hat Prinzip schon Recht…

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        • Dezember 30, 2014 2:05 pm

          Ich guck einfach. Das Museum, zu dem ich heute hoch gekraxelt bin, hatte auch zu. Ist eben Winter. Dafür ergibt sich dann immer was anderes, unvorhergesehenes.

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  4. Januar 3, 2015 11:04 pm

    Erdbeertorte? Um diese Jahreszeit, in Sarajevo? So etwas gibts ja nicht mal hier. Das Kirchenfoto hast Du wirklich sehr geschickt geschossen, ich hab tatsächlich kurz überlegt ob sie den Glaspalast direkt angebaut haben 🙂
    Was ist das denn für eine seltsame Trompetenskulptur?

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