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Inch – neben der Spur

April 24, 2014

Es gibt so Tage..

Bis zum Feierabend lief noch alles gut. Dann überlegte ich, wie ich es am besten anstelle, viele Dinge auf einem Weg zu erledigen.

Ich fuhr zur Bank und ah nach, ob eine Zahlung eingegangen ist.

Gleich neben der Bank ist in einem Schreibwarenladen die Post. Dort gab ich ein Einschreiben auf. Die Briefumschläge, die ich bei der Gelegenheit gleich kaufte, musste ich aber bei der Schreibwarentante bezahlen.

Da fiel mir auf, dass ich mein Brillenetui vermisste.

Also zurück zur Bank.

Geguckt. Gefragt.

Nix.

Noch mal in der Tasche gekramt, ob ich das Teil vielleicht VERkramt hatte… dabei packte ich ein bißchen aus. Und wieder ein.

Noch mal in den Schreibwarenladen.

Geguckt. Gefragt.

Nix.

Brillenetui ist weg.

Verlust registriert, ab aufs Fahrrad und die Karli weiter rauf Richtung Süden.

Im Discounter meines Vertrauens nach dem Portemonnaie gekramt. Wegen des Euros. Sie wissen schon.

Keine Portemonnaie!

Schweißausbruch!

Sturzbäche auf Stirn und Rücken.

Flugs aufs Fahrrad und die Karli runter Richtung Norden.

In die Bank.

Geguckt.

Nix.

Nervös gewartet, bis mal eine der Damen hinterm Schalter nicht bedient oder telefoniert.

Noch Mal geguckt.

Verzweiflung.

Endlich gefragt.

Breites Grinsen seitens der Bankangestellten und ein kurzes „Ihr Name?“

Dann hatte ich es wieder.

Die jungen Leute, die das abgegeben haben, „haben nichts raus genommen“, hätten sie beteuert. Sind die noch da? Ich würde gern von wegen Finderlohn. Doch sie sind weg. Schade. Den Stein, der mir vom Herzen fiel, haben sie sicher noch plumpsen hören.Das hat sich ja alles innerhalb höchstens einer halben Stunde abgespielt.

LIEBE JUNGE LEUTE, DIE IHR DIE EHRLICHEN FINDER SEIT!

 

Danke!!!

Ich bin stolz auf Euch. Und beruhigt. Weils doch immer heißt: Die Jugend von heute! Von wegen! Alles bestens!

Und dem „Finder“ meines Brillenetuis rufe ich zu:

Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Jugend von heute!

Und schämen Sie sich!

Ich aber, ich habe beim anschließenden Einkauf immer noch ein 2. Mal nachgesehen, ob ich alles habe. Und dann draußen vor der Tür noch Mal.

 

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6 Kommentare leave one →
  1. April 24, 2014 8:22 pm

    Es gibt Tage, an denen hat man einen toten Vogel in der Tasche.
    Vielleicht liegt das Brillenetui (mit Inhalt?) noch im Büro.
    Und ein dreifach Hoch auf die ehrlichen Finder.
    (Blöd aber auch, dass die Bank nicht nach dem Namen gefragt hat.)

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  2. April 24, 2014 8:35 pm

    Dem Universum sei Dank, daß es noch ehrliche Menschen gibt…

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  3. April 25, 2014 5:08 pm

    wenigstens das Portmonnaie ist gerettet. Vielleicht findet sich die Brille doch noch, viel Glück!

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  4. April 26, 2014 3:32 pm

    ein sehr schöner beitrag am samstag morgen, danke 🙂

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  5. April 26, 2014 8:21 pm

    Vorbei ist Tante Guurgels Dauerverknüpfungskontrollwahn: schlimmes ist ihm widerfahren mit seinem Blog, sodass Herr Ärmel entnervt seinen virtuellen Wohnort wechselte. Die neue Adresse lautet: http://fotografieundtext.wordpress.com
    Versteht sich, dass du mitgezogen bist in meiner Blogroll. Ich freue mich, wenn du auch der neuen Seite gewogen bleibst. Im Moment siehts noch aus wie bei einem Umzug, wp ist wesentlich komplizierter als der alte Anbieter.
    Schöne Abendgrüsse aus Istrien…

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  6. April 29, 2014 2:51 pm

    Meinem Sohn ist neulich in Berlin Ähnliches passiert. Irgendwie beruhigt es mich sehr, dass es noch Ehrlichkeit gibt.

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