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Umzingelt

März 25, 2014

Als ich nun also am Wochenende das Kleine Kind besuchen wollte, brauchte ich das Auto. Schließlich hatte sie ein paar Dinge beim Umzug hier in Leipzig vergessen, wegen der Neugestaltung meiner Wohnung habe ich ein paar andere Dinge abzugeben und dann war noch dies und das, was sich schlecht mit dem Zug transportieren ließ.

Also Auto.

Bevor es nach Dresden ging, musste ich schnell noch mal im Institut vorbei. Was gucken. Konnte ich ja gleich auf dem Weg erledigen.

Doch!

Leipzig, Deine Baustellen.

Das die Karli abschnittsweise und dummerweise grad da, wo ich sie queren muss, dicht ist, weiß ich ja. Also wählte ich eine andere, eine Paralelstraße, in der vagen Hoffnung, dort über die Baustelle zu kommen.

Ich scheiterte schon im Wohnviertel.

Straßen und Sträßelchen, die seit Jahren in beide Richtungen zu befahren sind, auch wenn der Verkehr hier gegen Null tendiert, waren plötzlich zu Einbahnstraßen mutiert. Natürlich führten sie für meine Zwecke falsch herum.

Ich gurkte durchs Viertel, wunderte mich über das erhöhte Verkehrsaufkommen an einem Samstag Morgen, stak hinterm Bus fest, landete wieder vor einem Einfahrtsverbotsschild, fand dann doch aus diesem Chaos raus und umfuhr den ganzen Mist weiträumig.

Am Sonntag, auf dem Weg nach Hause, musste ich noch mal gucken. Und weil ich ja nun schon wusste, dass es derzeit etwas schwierig ist, wählte ich vom Institut nach Hause wieder einen Umweg. Allerdings einen anderen.

Das war ein Fehler.

Denn, das Viertel ist, so stellte sich heraus, umzingelt von Baustellen. Auf der einen Seite die Karli, auf der anderen der Kreisverkehr. Der ist vorrübergehend keiner mehr. Man kann nur in eine Richtung und nur eine Ausfahrt nehmen. Ich landete wieder im vereinbahnstraßten Wohnviertel statt vor der Haustür, stand vor eine 3. Baustelle, die aber schon gefühlte 10 Jahre da ist, wendete, fluchte, schimpfte, warte an gleichrangigen Straßen darauf, dass der Strom der von rechts kommenden abnähme, wunderte mich nur kurz, wo die zum Sonntag Nachmittag her kämen und schaffte es dann irgendwie.

Am Montag dann, wieder mit dem Rad unterwegs, schaute ich mir an jeder Kreuzung mißtrauisch die Straßenschilder an.

Nein, Rad fahren ist in jede Richtung erlaubt.

 

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One Comment leave one →
  1. März 26, 2014 2:44 pm

    auwei, was für ein streß – und das am wochenende! ich wünsch dir eine ruhige woche.

    Gefällt mir

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