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Tabula Rasa

März 7, 2014

Ich habe kurz überlegt, wieder eine Liste anzulegen und täglich zu entsorgen.

Aber nein, dazu bleibt keine Zeit. Oder ich hätte letztes Jahr, gleich nach dem Sommerurlaub, damit anfangen müssen.

Nach der Buchmesse muss ich endlich beginnen, die Wohnung zu renovieren.Den Anfang macht das Gästezimmer. Das tut am wenigsten weh.

Dachte ich.

Es ist unglaublich, was sich in so einem ehemaligen Kinderzimmer ansammelt. Obwohl es schon mal leer war. Aber, wer viel hat, der viel sammelt.

Nun also, nach der Buchmesse, das ist in 2 Wochen, soll es losgehen.

Weil derzeit noch krank und zumindest einseitig bewegungsgehemmt, habe ich mit den Fotos angefangen. Ja, Fotos! So ab 1990 begann ich nämlich mehr Fotos zu machen, als ich brauchte. Lag vermutlich am Preis. Oder daran, dass die so schön bunt waren.

Die schönen, die gelungenen, die wichtigen, klebte ich in fette Fotoalben. Die anderen stopfte ich inklusive Negativen in Kisten. Fein sortiert und katalogisiert. Ich hätte Archivar werden können. Echt.

Jetzt also machte ich mich über Kisten voller aussortierter Fotos und Negative her. Ich hätte die Kartons natürlich ungesehen entsorgen können. Aber bitte, es gibt Grenzen.

Also guckte ich mir jedes Foto noch mal im Schnelldurchgang an, packte ein par in eine ganz kleine Kiste, ehrlich und eigentlich nur solche, auf denen Familienmitglieder zu sehen sind, und alle anderen in große große Wegwerftüten.

DSCN2720

Wieder etwas besser bei Kräften, schuf ich Platz auf dem Boden. Alte Rennradschuhe, Fahrradschläuche, defekte Campingkocher, was man nicht alles aufhebt.

Ich packte auch zwei Spendenkisten.

DSCN2728

Kinderbücher für die Diakonie und

DSCN2726

Kinderspiele für ein Leipziger Flüchtlingsheim.

Nächste Woche, wenn ich wieder fit und arbeitsfähig bin, könnte ich das Zeug breit fahren. Nur seltsam, für Flüchtlingskinder scheint die Spende nichts zu taugen. Jedenfalls blieb meine Anfrage an eine Leipziger Initiative unerhört. Ich versuch es dann einfach noch mal bei der Diakonie. Oder bin ich ganz und gar altmodisch? Spielen Kinder heute gar keine Brettspiele mehr und puzzeln sie nicht?

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9 Kommentare leave one →
  1. März 7, 2014 11:56 am

    Tabula rasa – ich bewundere deinen Enthusiassmus – ! Ich finde immer wieder Ausreden, obwohl ab und zu schaffe ich’s auch 😉
    Deine Erfarhrung mit der Nichtbeantwortung deines Spendenangebotes erinnert mich sehr an die Nichtbeantwortung meiner bisherigen 3 mails, die ich an die Partei „die Linke“ in Deutschland, sowie auch hier auf Mallorca geschrieben habe. Entweder wird sowas von niemandem gelesen oder man möchte keine tätigen Hilfsangebote wahrnehmen. Ich finde das sehr befremdlich.
    Als einzige hat mir die kommunistische Stadträtin und Vizebürgermeistern von Graz, Frau Elke Kahr, eine nette Antwort geschrieben.
    Gute Besserung für deine angeschlagene Körperhälfte!

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  2. März 7, 2014 12:22 pm

    Gute Besserung für Dich.
    Ach ja, die Numer mit den Fotos kenne ich auch nur zur Genüge.
    Leider schaffe ich es seit Jahren schon nicht mal mehr, sie in ein Album zu kleben. Inzwischen denke ich über Digitalisierung nach, um beiden Monstern (aka Kinder) jeweils ein Fotobuch in die Hand drücken zu können. Aber ich hane, die Idee ruht noch ein bisschen 😉
    Ich nutze meine krankheitsbedingte Auszeit auch gerade, um gründlich auszumisten.
    Gefühlte Hundertschaften von dicken Ordnern werden gesichtet und entmüllt. Wer braucht schon Quittungen und Belege für Dinge, die noch in DM bezahlt wurden.

    Unser in die Schlagzeilen gekommenes Flüchtlingsheim benötigt auch keine Sachspenden mehr. Sie sind damit offensichtlich „zugeschüttet“ worden. Aber ich finde, man könnte den Anfragenden wenigstens eine freundliche Absagemail zukommen lassen. Das gebietet der Anstand.

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  3. März 7, 2014 1:27 pm

    Daß keine Antwort kam, ist sicherlich einfach dem üblichen Organisationschaos zuzuschreiben, daß oft dort herrscht, wo viel ehrenamtlich läuft und nicht immer jemand ist, der ständig den Hut aufhat… am Ende ist jemand krank oder im Urlaub oder im Streß und einzelne Mails gehen unter oder die Beantwortung hinkt. Es sitzt bei solchen Initiativen ja nicht immer jemand hauptamtlich (oder auch nur nebenamtlich, oder überhaupt) am Schreibtisch…

    Ich weiß ja nicht, an wen Du Dich gewandt hast, habe aber gelesen, daß der Infoladen in der Gießerstr 16 neulich um Spenden für die Notunterkunft in Schönefeld bat. Konnte man dort (gegenüber vom Umsonstladen) abgeben. Allerdings soll(te) das schon heute zum Heim gebracht werden, und ich weiß nicht, ob die dort danach noch weitersammeln.

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    • März 7, 2014 2:09 pm

      Nuja, ich habe ja auch mal ehrenamtlich eine Intitiative geleitet und weiß um den Stress. Deshalb habe ich auch ein paar Tage auf Antwort gewartet. Das Problem ist, dass die Sachen raus müssen, weil ich ja Platz brauche. Gefragt hatte ich bei Leipzig hilft, und die haben ja genau für Schönefeld gesammelt. Nuja, ich kann auch nochmal direkt bei der Flüchtlingshilfe nachfragen. Für die Gießer ist es heute leider zu spät. Aber danke für den Tipp

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  4. März 8, 2014 1:26 am

    Sehr fleißig… Platz macht frei.

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  5. März 9, 2014 1:10 pm

    Wenn du deine Fotos auf DVD’s überspielen lässt, dann kannst du sie ausgesprochen platzsparend aufbewahren – und noch mehr, wenn du die digitalisierten Bilder dann auf eine Externe Festplatte überträgst, geht an sich recht schnell und mühelos. 😉 Ich habe auf diese Weise so nach und nach meinen ganzen „Fotoschrank“ leer bekommen.

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    • März 9, 2014 1:47 pm

      Ich weiß. ich weiß. Das habe ich auch schon getan. Aber es ging ja um die ausrangierten Bilder. Und bei Digifotos mache ich es eher umgekehrt: Die besten werden in Fotobüchern gerduckt. Denn am Ende ist nur Papier wirklich haltbar. Trotzdem danke für den Tipp

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      • Anja permalink
        März 10, 2014 10:18 pm

        So mache ich es auch. Fotobuecher. Obwohl wir hier die gespeicherten Bilder per Backup doppelt gesichert haben. So kann ich spaeter mal, wenn die Kinder ausziehen, ihnen ein Album nachbestellen, so sie denn moechten. Und die Fotos sind online auch nochmal gespeichert.

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  6. Anja permalink
    März 10, 2014 10:16 pm

    Danke, Du hast mich inspiriert, weiter zu machen. Mein Enthusiasmus war zwischenzeitlich erlahmt – und ich war auch eine Woche krank. Heute endlich mein Schreibtisch aufgeraeumt und mit dem Buerokram/Ablage angefangen. Leider ist es eine unendliche Geschichte, dieses Haus auch nur annaehernd ordentlich zu halten (3 Kinder, der Gatte und ich), zum Keller komme ich ueberhaupt nicht, weil ich oben wieder von vorne anfangen muss. Immerhin habe ich festgestellt, dass ich mehr wegschmeissen kann, je aelter ich werde. Immerhin.
    Also – weiterhin gutes Gelingen!

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