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Bücher

Februar 6, 2014
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Bücher

Geht es Ihnen auch so?

Ein volles Bücherregal ziert Ihre Wohnung. Kommen Sie in eine fremde Wohnung zum ersten Mal, registrieren Sie wohlwollend das dieses Heim schmückende Bücherregal. Oder so ähnlich.

Doch: Wie viele Bücher haben Sie zwei Mal gelesen?

Seien Sie ehrlich!

Die meisten Schmöker stehen da nach dem einmaligen Lesen  nur noch zur Zierde. Manche möchten Sie auch gar nicht hergeben. Man könnte ja noch mal… Aber die meisten Exemplare werden wohl dort vor sich hin stauben bis zur Wohnungsauflösung. Gut, wenn sie Glück haben, entführt sie vorher ein Kind, werden ein zweites Mal gelesen und verstauben dann im nächsten Bücherregal.

Sie wissen das alles.

Und trotzdem.

Bücher wegschmeißen?

Das.Geht.Gar.Nicht!

Ich überlege schon seit Jahren, wie ich den Bestand, reduziere, austausche, irgendwas.

Ich könnte sie natürlich einfach vor die Tür stellen. Zum Mitnehmen. Aber da habe ich immer das Gefühl, als würde ich sie aussetzen. Die Bücher. So wie ein Haustier. Vielleicht nimmt sie ja ein Bücherfreund mit. Vielleicht aber entsorgt sie ein Hausmeister oder Straßenkehrer nur im nächsten Müll. (Gibt es auf Wertstoffhöfen eigentlich noch Geld für Papier, so wie früher?)

Vor ein paar Jahren begann ich, Bücher frei zu lassen. Da war ich zumindest relativ sicher, dass ein interessierter Leser sie findet. Was ich fand, entsprach allerdings nie meinem Geschmack. So habe ich bisher auch nur eins mit genommen.

Nun habe ich es mit einer Tauschbörse versucht. Bücher, CDs, DVDs und Videospiele kann man da tauschen.

Das klappt bisher ganz gut. Es ist ein befriedigendes Gefühl zu wissen, dass man ein Buch an jemanden schickt, der wirklich daran interessiert ist. Und das beste, ein anderer Roman, Gedichtband oder Reiseführer landet dafür in meinem Briefkasten.

So wird das Regal nicht leer. Der Anspruch, bei Besuchern einen positiven Eindruck zu hinterlassen, wird erfüllt. (Das ist ja schließlich auch wichtig. Wer will schon vor anderen als Nicht-Leser da stehen) Und ich komme zu neuer Lektüre, ohne mir Gedanken machen zu müssen, wo ich noch ein weiteres Regal platzieren könnte.

Tauschbörsen gibt es übrigens nicht nur für Bücher, sondern für so ziemlich alles. Eine gute Sache, finde ich.

Ps.: Als das Kleine Kind nach Dresden zog, drückte es mir übrigens eine Kiste in die Hand. Voll mit Büchern, die sie mal in meinem Bestand fand und nun keineswegs mit in die Landeshauptstadt mitnehmen wollte. Ich habe keine Ahnung, wo die bei mir noch Platz finden sollen.

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21 Kommentare leave one →
  1. Februar 6, 2014 9:45 pm

    🙂 schön, das es auch anderen so geht. Ich kann auch keine Bücher wegschmeißen – noch nichtmal weggeben oder verkaufen. Daher haben wir auch nur einen „kleinen“ Bestand mit nach Irland genommen und den Rest in unserem deutschen Haus eingelagert. Aber ich hab keine Idee, wie wir die mal alle unterbringen sollen, wenn wir ein endgültiges Zuhause gefunden haben. Es kommen ja fast täglich neue dazu. Aber: Wegwerfen geht nicht! Und ab und zu lese ich tatsächlich ein Buch nochmal – manchmal aus Versehen, weil ich dachte, ich hätte es noch nicht gelesen. Manchmal mit voller Absicht, weil es einfach so schön ist.

    Liebe Grüße, Barbara

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  2. Februar 6, 2014 10:00 pm

    Du kennst doch sicher den Dresdner Tatort-Kommissar Peter Sodann. Der hat ein interessantes Projekt am Laufen –> http://www.psb-staucha.de/index.php
    Den Grossteil meiner Bibliothek habe ich vor Jahren verkauft. Ich bereue fast nichts. Und jetzt stehen ein Teil auf dem Schwarzen Berg, der andere ist in Lummerland 😉

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  3. Februar 6, 2014 10:57 pm

    Zwei. Ganze zwei Bücher habe ich tatsächlich ein weiteres mal gelesen. Aber Bücher sind scheinbar Anschaffungen fürs Leben, haben meine Eltern schon so gehalten. Wenn tatsächlich mal eins verliehen war (Bücher verleiht man auch nicht) wurde akribisch darauf geachtet, dass das auch seinen Weg zurück fand. Aus unerfindlichen Gründen habe ich das übernommen und darum stapeln sich Unmengen davon in allen möglichen Schränken, statt von anderen gelesen zu werden, was eigentlich ziemlich blöde ist.
    Bookcrossing wäre eine Möglichkeit, die ich sogar kurzfristig erwogen habe, aber die Registrierungsprozedur war mir zu aufwändig. Abgesehen von den Büchern, bei denen es mir im Nachhinein peinlich ist, sie überhaupt gelesen zu haben. Die würde ich gerne nur ganz heimlich freilassen.

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  4. Februar 6, 2014 11:31 pm

    So einige Schmöker habe ich 2x gelesen. Leider oft aus „der Not heraus“: hier ist es schwierig, an deutschsprachige Bücher zu kommen. Aber wirklich zweimal lese ich nur wirklich packende Romane oder Biographien. Schicken ist oft ein Problem: der Zoll kassiert ungehemmt und die mex. Post trägt keine Pakete aus; wenn man Glück hat, findet man irgendwo im Garten oder hinter dem Scheibenwischer des Autos eine Benachrichtigung. Ich beneide Euch um Eure vollen Regale!!!

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  5. Februar 6, 2014 11:57 pm

    Ich habe etliche Bücher mehr als einmal gelesen, meine absoluten Lieblinge sind „Forsyte Saga“ von John Galsworthy und „Mein Freund Flicka“ von Mary O’Hara, da kenne ich mittlerweile ganze Absätze und Dialoge auswendig. 😉
    Bei uns hier im Haus läuft das ganz toll – wenn man ein Buch loswerden will, dann legt man’s in den Flur. Meistens ist’s ein paar Tage später weg, und dafür liegt dann mindenstens ein anderes aus, das man sich nehmen kann. So zirkuliert unter uns der Lesestoff – und die Bücherregale bleiben immer schön voll…
    Wenn ich in eine Wohnung komme, in der so gut wie keine Bücher zu finden sind, dann bin ich richtig ensetzt, ehrlich! Ich bin seit nunmehr zweiundfünfzig Jahren eine absolute Leseratte, trotz Internet 😉 , und kann mir das trotz viel Phantasie gar nicht vorstellen, daß es Menschen gibt, die sich aus Büchern nix machen…

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  6. Februar 7, 2014 2:03 am

    ich lese Bücher niemals 2x es sei denn es ist ein Duden oder ein Sprachbuch oder ein Reiseführer. Und ich hab auch so viele, verkaufte viel bei Ebay bis die da ihre Gebühren so anhoben das es sich nicht mehr lohnte. Derweil überlege ich auch wie und wo ich meine los werde, aber verkaufen ist null Problemo. 😀 Evtl richte ich da mal was ein auf meiner Homepage…. 🙂 genau, gute Idee!

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    • Februar 18, 2014 11:46 am

      Du liest Duden?
      Du liest Duden?!?!?
      Wenns dann wenigstens ein Sachwörterbuch wäre, aber den Duden?? Das ist ungefähr wie Telefonbuch lesen, das hab ja noch nicht mal ich gebracht!

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  7. Februar 7, 2014 9:26 am

    Also dazu hätte ich zwei Tipps. Der eine ist für Vallartina. Es ist zwar nicht so schön, wie in einem Buch zu blättern, aber Dir kann ich nur einen Ebook-Reader empfehlen. Dann kannst du auch weltwelt deutsche Bücher kaufen und runterladen
    Und für alle anderen, die gerne lesen, aber keinen Platz mehr für neue Bücher haben, empfehle ich das Stöbern und Ausleihen in der Stadtbibliothek.

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    • Februar 7, 2014 3:29 pm

      Ja, Bibliotheken. Wenn ich da nicht wäre, müsste ich anbauen. Oder einen Zweitjob annehmen. Ändert aber nichts an dem Bestand in der Wohnung

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  8. Februar 7, 2014 12:10 pm

    Also vielleicht bin ich komisch, aber ich lese Bücher mehr als ein mal, auch mehr als zwei mal. 😉 Die, bei denen ich das nicht möchte, da hab ich auch wenige Probleme, sie abzugeben. Wegschmeißen geht natürlich gar nicht. Ansonsten… Bücherregale aufbauen, mehrreihig stapeln, Stapel auf dem Boden bilden 😉 Mit E-Book-Reader ist das Sammeln noch ausufernder, fürchte ich, aber es kostet zumindest keine Regalmeter 😉

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    • Februar 7, 2014 3:33 pm

      Ich lese Bücher auch zwei Mal. Manchmal aus Versehen, wie Barbara, manchmal mit Absicht. Früher hatte ich zB IMMER Brechts Flüchtlingsgespräche in der Tasche.Aber auch andere Bücher habe ich zwei, ja sogar mehrmals gelesen. Aber hier im Blog ging es um die, die man nur einmal liest. Und das ist die überwiegende Mehrzahl
      Ach ja, gegen EReader wehre ich mich noch

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  9. Träumerin permalink
    Februar 7, 2014 5:53 pm

    Bei uns gibt es in der Stadt einen Bücherschrank. Der steht im Winter in einem öffentlichen Gebäude, im Sommer neben der Bibliothek. In Leipzsch gibt es keinen laut Wiki -> http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_öffentlicher_Bücherschränke. Wie wärs mit der Einrichtung eines solchen und gleich Patin machen? Wenn ich ausmiste, dann landen meine Bücher dort. Leider stehen in dem Bücherschrank manchmal auch Bücher zum Mitnehmen… 😉
    In der Peter-Sodann-Bibliothek sind fast meine ganzen nicht wegschmeißbaren DDR-Bücher gelandet. Ich habe fast geweint, als ich sie dort abgeliefert habe. Ich hoffe, sie haben es gut dort. Die Kinderbücherkisten sind vorher drei Mal mit umgezogen, jeweils danach ungeöffnet…
    Ich kaufe manchmal preiswert Bücher bei BOOKLOOKER. Man kann dort als Privatperson auch verkaufen. Eingestellt habe ich noch nicht, obwohl es mir nicht so umständlich erscheint wie beim Bookcrossing.
    Frag in Krankenhäusern nach, ob die Bücher nehmen. Das habe ich auch schon gemacht. Erfolgreich. Sie füllen damit ihre Patientenbibliotheken auf. Jugendhäuser, Altenheime o. ä.?
    Viel Erfolg!

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    • Februar 9, 2014 11:00 am

      Der Bücherschrank ist eine gute Idee. So was gibt es in Leipzig auch, aber immer an book crossing gebunden. Und die Registrierung, da gebe ich Zaph Recht, ist etwas aufwendig.
      Ich schaue mir mal diesen booklooker an. Krankenhäuser sind auch ein gute Idee

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    • Februar 9, 2014 9:02 pm

      Danke für den super Tipp. Ich wusste nicht, dass es so etwas in Berlin auch gibt.

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  10. asty permalink
    Februar 8, 2014 11:19 am

    Ich habe meine Bücher an die Dorfbibliothek verschenkt. Also nicht alle….
    Wer mich besucht, sieht zunächst auch keine Bücher, denn die sind oben im Dach neben dem Bett. Dort stauben sie langsam ein, denn auch ich lese sie kein zweites mal. Neue kaufe ich nicht. Leihe nur noch aus.
    Liebe Grüsse
    asty

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  11. Februar 9, 2014 9:06 pm

    Hier auch, denn die Regale füllen sich und wegwerfen bekomme ich nicht übers Herz.
    Dank Deines Beitrages denke ich nun über die Sodann-Bibliothek nach für den DDR-Bestand, der hier seit langem ruht. Und auch die Büchersookchränke sind eine gute Idee. Da werde ich ein paar Exemplare frei lassen.
    Bei Bookcrossing geht es mir ähnlich wie Dir. Ausgesetzt, nie wieder gesehen und bisher nur Leseschrott gefunden.

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  12. Februar 9, 2014 11:52 pm

    Ach, Ach, was soll ich sagen? Wegen WE und so habe ich mich erst Mal online umgetan und was soll ich Euch sagen? Ich habe zwar über 60 Bücher irgendwo eingestellt, aber schon zwei gekauft. Und unzählige auf allen möglichen Merklisten. Ganz furchtbar ist das…

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  13. Februar 10, 2014 6:59 pm

    bücher kann ich auch nicht wegwerfen. ganz viele meiner bücher lese ich mehr als zweimal, vor allem, seit ich in argentinien lebe. da geht es mir wie vallartina. aber – seit einem halben jahr haben wir ein e-book, mein mann liest spanische bücher und ich deutsche. es ist gewöhnungsbedürftig, das stimmt, aber wir sind total glücklich damit!

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  14. Februar 11, 2014 9:25 am

    Ehrlich? Ich kaufe grundsätzlich nur Bücher, von denen ich genau weiss, dass ich sie immer wieder lesen werde. (Also üblicherweise Bücher, die ich schon mindestens zweimal aus der Bibliothek ausgeliehen habe und dann doch gern selbst haben will.) Unser Bücherregal ist deshalb auch recht übersichtlich. 🙂

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