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Der Baum

Dezember 18, 2013

Jedes Jahr im Dezember lassen Millionen Bäume für uns das Leben. Ganz wie Gänse werden sie nur gezüchtet, um von uns, nein, nicht verzehrt, sondern albern geschmückt zu werden.

Und so wie Kinder, besonders Stadtkinder lernen sollten, dass die Bockwurst mal ein liebenswertes Schwein war, sollte man auch einmal im Leben hinaus fahren und selbst Hand anlegen, statt bei O.b.i. einen aus der Ramschkiste zu fischen.

Ich gebe zu, ich habe das meinen Kindern nie angetan.

Doch als sich nun anlässlich der Institutsweihnachtsfeier die Gelegenheit bot, habe ich mich einer Familie gern als Berater und Baummitsucher angeboten.

Und so gehts:

Sie fahren zum Tannenbaumhof Ihreres Vertrauens, am besten mit der ganzen Familie, damit sich am 24. niemand beschwert. Sie können auch, ganz unabhängig von Firmenweihnachtsfeiern, noch einen unparteiischen Berater und Baumfinder  mitnehmen.

Dann irren sie, möglichst, ohne auszurutschen, durch die Plantage

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wundern sich über seltsame Baumkreationen

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markieren den Wunschkandidaten in Ermangelung eines Handtuches mit Mütze, Schal oder was Sie sonst so entbehren können und wählen aus dem angebotenen Sortiment eine Säge

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Unter Anleitung der Familie und vieler guter Ratschläge macht sich der Herr des Hauses dann ans Werk.

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Natürlich kann das Ding nicht zu Fall gebracht werden ohne die tatkräftige Unterstützung der Herrin des Hauses und genauer Beobachtung aller Familienmitglieder.

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Baum tot!
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Die ganze Familie hilft beim Abtransport, während der Berater ein bißchen fotografiert.

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Eintüten lassen
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Fertig

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Danach haben Sie sich einen Glühwein verdient. Mindestens. Und vielleicht eine Bratwurst. Auch ganz ohne Firmenweihnachtsfeier.

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12 Kommentare leave one →
  1. Dezember 19, 2013 1:14 am

    Da habe ich ehrlich gesagt auch nie Lust zu gehabt, zum Höker an der Ecke fahren und das Ding nach Hause schleppen fand ich schon nervig genug. Und dann dieses Gewürge mit dem Tannenbaumständer immer, eine halbe Stunde an dem blöden Stamm rumschnitzen bis er halbwegs gepasst hat und kaum waren die Schrauben festgezogen stand der schon wieder schief.

    Seit es vernünftige Tannenbaumständer gibt und man den in zwei Minuten aufstellen kann habe ich keinen Weihnachtsbaum mehr, das ist das einzig ärgerliche.

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    • Dezember 19, 2013 7:48 pm

      Ich habe auch so ein supidupi Teil Nur einen Baum, den habe ich schon das zweite Jahr nicht mehr.

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    • Januar 3, 2014 9:43 am

      So ein Teil habe ich angeschafft und dreimal benutzt – hier sind Tannen Mangelware und entsprechend teuer, außerdem verweise ich zum Thema Weihnachtsbaum und Katze auf Simon’s Cat, und dazu haben wir ein Lauflernkind. Also: kein Baum.
      Bäume find ich im Garten eh viel schöner, da spenden sie Schatten. (Und wir hatten nicht mal Kerzen im Feigenbaum!)

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  2. Dezember 19, 2013 6:50 am

    Naja mag ein netter Zeitvertreib für die Kinder sein, für die Erwachsenen wohl eher ein zusätzlicher Streßfaktor in der knappen Vorbereitungszeit zum Fest des Konsumes.
    Ich kaufe meinen Baum lieber beim Händler um die Ecke 🙂

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  3. Dezember 19, 2013 8:55 am

    Wenn es ein zusätzlicher Stressfaktor wäre, dann frage ich mich, warum beim Förster jedes Jahr mehr Leute zum offiziellen Weihnachtsbaumschlagen kommen (mit Kind und Kegel). In diesem Jahr hat er über 800 Bäume verkauft. Und fragt nicht, mit welchen Kreationen da mancher nach Haus gegangen ist.
    Glühwein, Bratwurst und sogar frisch geräucherten Fisch bzw. eine Fischsuppe kann man hinterher oder schon vorne weg auch bekommen.
    Nur zur Info: Die Weihnachtsbäume wachsen auf der Stromtrasse und würden ab einer gewissen Höhe von der Energie eh gemulcht werden.

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    • Dezember 19, 2013 7:46 pm

      Sehe ich auch so, Letztendlich ist ja schon das simple Baumkaufen stressig und man tut es trotzdem. Mehr oder weniger erfolgreich. Ich war heute mit dem Großen Kind im kinderreichsten Viertel der Stadt unterwegs. Nirgends Weihnachtsbäume! Haben die dort alle welche aus Plastik oder was ist da los? Oder stellen sich Veganer keine Bäume hin?

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  4. Dezember 19, 2013 11:23 am

    Alternativ wäre das „Weihnachtsbaumsprengen“ in Erwägung zu ziehen.
    Ein großer Spaß für die ganze Familie !
    Siehe auch hier:
    http://schnittmengen.blogspot.de/2013/12/unfug-grob.html

    😉

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  5. Dezember 19, 2013 2:06 pm

    Früher war alles besser – sogar die Vergangenheit. In den goldenen WG-zeiten hatten wir immer einen aufblasbaren Weihnachtsbaum. Nadelfrei versteht sich. Und heissen Äppler gabs vor, während und nach dem Aufbaue, ähh Aufblas 🙂
    btw: poste doch mal ein Foto vom festlich geschmückten Baum.

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    • Dezember 19, 2013 7:43 pm

      Na nein. Der steht doch nicht bei mir. Ich war doch nur als Berater, Baumfinder und Fotograf mit

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