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Losglück

Dezember 12, 2013

Schon öfter erwähnte ich hier im Blog „die Hütte“. Vor allem und natürlich vorzugsweise dann, wenn ich oder wir in ihr nächtigten.

DSCN8441Unsere Hütte, in der Sächsischen Schweiz, an der Elbe gelegen, müssen Sie sich wie eine DAV-Wanderhütte vorstellen, nur eben nicht öffentlich und in keinem Wanderhüttenverzeichnis eingetragen. Es gibt ein Matratzenlager, das bequem 40 Leuten Platz bietet. Ich habe dort aber schon Wochenenden mit wesentlich mehr Leuten verlebt. Das ist alles eine Frage des Zusammenrückens.

Es gibt eine Selbstversorgerküche, einen großen Aufenthaltsraum, zwei Toiletten und einen Gemeinschaftswaschraum mit 1 Dusche. Im Sommer kann man auf der Terrasse frühstücken und ganzjährig kann man an der Feuerstelle am Lagerfeuer, einem echten, sitzen.

 

Ursprünglich war die Hütte eine Bauernscheune. Vor 40 Jahren bauten die damaligen Vereinsmitglieder sie in Eigenleistung zu diesem Schmuckstück um. Vor knapp 10 Jahren wurde noch mal ordentlich umgebaut.

So steht sie nun da. Unsere Hütte.  Will man zum Übernachten hinfahren, braucht man eigentlich nur einen Schlafsack mitzubringen, Essen und seine persönlichen Sachen. Ansonsten ist alles da. Die Küche ist voll ausgestattet, es gibt einen Grill, Zusatzdecken, Geschirrtücher, Bücher, ein paar Spiele, Kletterführer, alles.

Ich erwähnte in diesem Blog auch schon hin und wieder unser jährliches Weihnachtsliedersingen. Das fand nun am 2. Advent statt. Es gab Plätzchen und Glühwein, viele Kinder zu bestaunen, viele Lieder und Gespräche. Wie jedes Jahr.

Doch etwas war in diesem Jahr anders.

Die Tombola!

DSC_0099Obwohl von der Frau des Hüttenverantwortlichen organisiert und durchgeführt, ahnte ich zunächst nichts böses, zog artig ein Los (nur für Erwachsene!) und wartete, ob ich gewinnen täte. Allerhand Nummern wurden gezogen und während andere Gläser und Hängematten und Kerzenständer auspackten, erfuhr ich, das lag alles ungenutzt auf der Hütte rum.  Dabei handelte es sich nicht, wie ich zunächst vermutete, um Fundstücke, um liegen gebliebenes. Nein, alles war nagelneu. Alles wurde irgendwann einmal angeschafft in der Annahme, man könne es auf der Hütte gebrauchen.

Und dann wurde meine Losnummer gezogen!

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Ich bügle nie! Nie.

Und überhaupt. Wer zum Teufel hatte nur die Idee, so ein Bügeleisen sei auf einer Wanderhütte von irgendwelchem Nutzen? Was soll denn dort geglättet werden? Die Kletterseile? Sitzgurte? Bandschlingen? Oder doch die Wachstuchdecken im Aufenthaltsraum?

Mir all diese Fragen stellend, überlegte ich, was ICH NUN mit diesem Teil beginnen solle? Anfangen zu bügeln? Mir zu Weihnachten noch das Brett dazu wünschen? Doch die Gewinnerin der Hängematte beruhigte mich und empfahl mir zu warten, bis die Prinzessin älter und im Bastelalter sei. Dann können man so ein Bügeleisen gut gebrauchen. Na was für ein Glück.

………………………..

Und wieso ein Grillbesteck in der Tombola landete, ist eh ein Rätsel.

DSC_0100

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7 Kommentare leave one →
  1. Dezember 12, 2013 10:52 pm

    Na, gibs schon zu, du hast vor ewigen Zeiten das Bügeleisen an die Hütte gespendet um es los zu sein. Und jetzt ist es per Losentscheid wieder zu dir zurückgekommen 🙂

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    • Dezember 17, 2013 7:53 am

      Ich habe ernsthaft überlegt, das Teil letztes Wochenende einfach wieder mit in die Wanderunterkunft zu schleppen und zu spenden

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  2. Dezember 13, 2013 12:37 am

    Bügeln ist ganz sicher eine der unsinnigsten Erfindungen der Menschheit, aber wenn man so Spanplatten an der Seite mit diesen Holzdingern versehen will braucht man ein Bügeleisen. Man kann auch Transferfolie bedrucken und T-Shirts damit selber gestalten, die muss man glaube ich auch aufbügeln.
    Der Hinweis auf das Bastelalter war jedenfalls nicht verkehrt. Ich hätte aber auch lieber die Hängematte gewonnen.

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  3. Dezember 13, 2013 3:15 pm

    Encaustic. Oder so. Im Notfall bei Abwesenheit von Pfannen auch zum Bereiten von Spiegeleiern verwendbar (oder als Bedienelement auf Steuerkonsolen von Raumkreuzern der Orion-Klasse) …

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    • Dezember 17, 2013 7:55 am

      Oh oh, das mit den Raumkreuzern ist ein guter Tipp! Ich wollte ja schon immer mal etwas weiter weg reisen. Und so als oller Trekki …

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  4. Dezember 13, 2013 10:04 pm

    Ich bügle auch nie. 😉 Das habe ich letztes Jahr allerdings erst dann festgestellt, nachdem ich mir bei Al.di ein nagelneues Dampfbügeleisen angelacht hatte. :mrgreen: Ich nehme an, wenn ich den Tipp vom Emil jetzt weiterspinne, dass man auf einem Dampfbügeleisen vielleicht Gemüse dünsten könnte… Vielleicht probiere ich das mal aus. 😉

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  5. Dezember 17, 2013 8:00 am

    BEI all diesen Vorschlägen, was man mit so einem Bügeleisen anfangen kann, bin ich jetzt und bei Lichte betrachtet doch recht glücklich mit meinem Gewinn. Wenn ich also demnächst Richtung Kassiopeia aufbreche werde ich mir die lange lange Flugzeit damit verkürzen, dass ich so Dinger an Spanplatten anbringe, T-Shirts als Gastgeschenke mit Aufklebern unseres Sonnensystems bedrucke, male und irgendwas mit Transferfolie mache. Und wenn ich Hunger kriege, was auf dem langen, langen Flug ja durchaus vorkommen könnte, dünste ich mit Gemüse und brate mir ein Ei

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