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Nach Osten

November 23, 2013

Ich bin schon wieder am Planen für den nächsten Urlaub. Dabei steht noch nicht mal fest, ob es im Juni oder im September passieren wird. Sicher ist nur: Wir werden mit der Transsib fahren. Von Moskau nach Wladiwostok. Aussteigen würde ich unterwegs gern für zwei Tage in Omsk und eine Woche in Irkutsk (Baikal), evtl. auch je einen Tag in Nischni Nowgorod und Krasnojarsk. Für Moskau plane ich 3 Tage ein und für Wladiwostok 2.

Die ersten zwei potentiellen Mitfahrer sind gerade abgesprungen, womit nur meine Cousine und ich übrig bleiben. Was es wieder spannend macht. Denn wir wollen durchweg in der 2. Klasse fahren, das heißt 4-Bett-Abteile, das heißt, wir werden uns die Abteile immer mit anderen Mitreisenden teilen.

Ursprünglich ist geplant, von Wladiwostok nach Moskau zurück zu fliegen. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir die Idee, mit dem Zug zurück zu fahren.  Evtl. auf einen Ritt, dafür aber auf einer anderen Strecke, nämlich der Baikal-Amur-Magistrale.

Es stellt sich die alles entscheidende Frage nach dem Ticketkauf. Man kann das hier in Deutschland tun und zahlt den bis zu dreifachen Preis.  Über einen englischen Anbieter kostet es nur halb so viel als in Deutschland. Allerdings kann man da für die BAM nur Tickets Richtung Osten erwerben. Und egal, ob Richtung Ost oder West, die verkaufen nur Teilstrecken zwischen den größeren Städten. Ich würde aber nu gern auch in so ner Kleinstadt…

Schwierig schwierig.

 

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27 Kommentare leave one →
  1. November 23, 2013 12:50 pm

    Das ist ja mal ein spannendr Plan, ich bin jetzt schon gespannt auf die Reiseberichte 🙂

    Viele Grüße
    Vinni

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    • November 23, 2013 1:22 pm

      Ja, und nach der Reise habe ich sozusagen den direkten Vergleich zwischen den zwei Supermächten. Um ehrlich zu sein, schneidet Russland bis jetzt schlechter ab

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      • November 24, 2013 5:18 pm

        Ich will es 2014 mit Rumänien versuchen – aber ganz weicheiig mit Reisegruppe 😉

        Ich hab schon ganz viele spannende Dinge dazu bei dir nachgelesen 🙂

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  2. November 23, 2013 4:29 pm

    Ich kann einfach nicht verstehen, warum die Menschen scharf auf so eine Reise sind. Einerseits ist es natürlich eine romantische Vorstellung, und besonders die Landschaft am Baikalsee ist sehenswert. Aber sonst? Nach diversen Zugreisen sowohl im Coupé als auch Platzkarte (56 offene Betten in einem Wagon) kann ich sagen, dass alles, was länger als 14 Stunden dauert, kein Vergnügen ist. Auf jeden Fall für mich nicht.
    Nishnij Novgorod ist aber eine tolle Stadt und ich empfehle, unbedingt den Kreml zu besichtigen. (Siehe dazu hier: http://diestachelbeere.wordpress.com/2012/07/30/nishni-novgorod/ )
    Moskau sollte man auch mal gesehen haben, und über die anderen Städte kann ich nichts sagen. Schade, dass du Sankt Petersburg aussparst – diese Stadt ist wirklich wunderbar!
    Viel Spaß bei der Planung! Oh, und ich wollte nichts vermiesen, aber gerne mehr über die Beweggründe erfahren 🙂
    Liebe Grüße

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    • November 24, 2013 2:11 pm

      Romantik? Auf der Transsib? Ich habe ja sicher viele schräge Erwartungen, aber Romantik gehört mit Sicherheit nicht dazu.
      Warum ich dahin will? Schwer zu sagen. In erster Linie wohl, weil ich nach Sibirien will. SIBIRIEN. Das Wort allein löst in mir eine Sehnsucht aus. Seit Kindheitstagen. Und Krasnojarsk. Frag nicht, warum. In Wladiwostok am Ende der Welt stehen. Denn für mich war als Kind Wladiwostok das Ende der Welt. So weit weg. Angara und Lena. Es gibt so viele Dinge dort.
      Mir ist natürlich klar, dass wir im Zug immer nur in großen Städten aussteigen können. Sibirien können wir bestenfalls vom Zug aus sehen. Aber immerhin. Auch könnten wir hinfliegen. Aber was würde uns das über die Weite des Landes sagen? Um die zu begreifen, bleibt nur der Zug. Und auch, um Menschen kennen zu lernen. Denn das, das interessiert mich am Reisen immer mehr als jede Sehenswürdigkeit. Freilich wäre es da nur konsequent, Platzkart zu fahren, aber ich gebe zu, wir wählen die Weicheivariante, die 2. Klasse, also 4-Personen-Abteile.
      Sehenswürdigkeiten erwarten wir übrigens keine all zu großen. Deshalb fällt Nischni Nowgorod auch weg. Moskau muss reichen. Omsk und Irkutsk sollen ja auch recht hübsch sein. Ansonsten suchen wir gerade noch eine Stadt, die nach 1930 aus dem Boden gestampft wurde. Man kann Menschen nicht begreifen, wenn man sich Kreml und Kirchen anguckt. Der Baikal ist pure Zugabe. Wenn wir schon mal da sind. Und schön solls da ja wirklich sein. Und bei insgesamt 2 Wochen im Zug tut ein bisschen Bewegung sicher auch gut.
      Ja und schließlich und endlich will ich mein Russisch, das gesprochene aufpeppen. Die Cousine, die in Moskau 5 oder 6 Jahre studierte und zwar in einer Zeit, als man dafür auch Russisch beherrschen musste, spricht ja fließend. Ich könnte mal wieder eine Auffrischung gebrauchen.
      Ach ja, Petersburg. Da war ich schon. Zwei Mal am selben Ort ist nicht so ganz mein Ding

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      • November 24, 2013 2:12 pm

        Ach ja, lange Zugreisen, also auch über 14 Stunden, bin ich gewöhnt. Mehrere Tage werden allerdings eine neue Erfahrung sein. Ich freue mich drauf

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        • November 26, 2013 10:47 pm

          Vielen Dank für deine lange Antwort! Das war für mich wirklich spannend zu lesen. Ich wollte auch wirklich nicht die Reisepläne vermiesen und wünsche viel Spaß und Erfolg bei der weiteren Vorbereitung und werde gespannt auf Fotos vom Urlaub warten!
          LG

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  3. November 23, 2013 8:38 pm

    Was du dir ausdenkst, musst du ausführen. Sonst bereust du später dein Zaudern. Frisch ans Werk und viel viel Freude dabei. LG Müller

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  4. November 23, 2013 9:25 pm

    Boah! Wird noch eine Kofferträgerin gebraucht? 😉

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  5. November 23, 2013 9:44 pm

    tolle reisepläne! wenn ich mit südamerika durch bin, dann kommt die transsib dran…
    viel spaß beim planen!

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  6. November 23, 2013 11:54 pm

    Ich finde das total super, dass es Menschen gibt die scharf auf so eine Reise sind. Wird sicher ähnlich interessant wie die Greyhoundtour durch die Staaten und da ich selber solche Touren ganz sicher nicht mache (aus den von der Stachelbeere genannten Gründen) bin ich froh, wenigstens virtuell daran teilnehmen zu können.

    Lass Dich keinesfalls von der Planung abbringen 😀

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  7. November 24, 2013 4:41 pm

    Meine Zugerfahrungen beschränken sich auf die Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg. Der berühmte Nachtzug hat uns 2008 transportiert. Mit Deschurnaja und allem Pipapo.
    Für quer durchs Land fehlt mir die Lust und Traute. Das Russisch ist inzwischen so verschüttet, dass qualifizierte Unterhaltungen eh nicht mehr möglich sind.
    Ich finde aber klasse, dass Du Dich darauf einlassen möchtest. Und in Sibirien wirst Du vermutlich ganz viel Bäume sehen 😉

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    • November 24, 2013 6:04 pm

      Als ich mich 2001 nach Kasachstan aufmachte, dachte ich auch: Oje, Oje. 20 Jahre kein Russisch mehr gesprochen, ich musste sogar erst mal wieder lernen, das F zu schreiben, also das kyrillische, doch dann, schon auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel, verstand ich immer besser, konnte am Ende der Fahrt schon einsilbig antworten, nach zwei Tagen konnte ich ganze Sätze sagen und habe eine 4 stündige Privatführung durchs Nationalmuseum überlebt. Da habe ich zwar nur die erste Stunde wirklich was verstanden, aber das wäre mir auf Deutsch wohl auch so gegangen 😉 Es hat sich jedenfalls gezeigt 9 Jahre Russisch in der Schule und dann noch mal im Studium haben ihre Spuren hinterlassen. Das war zwar ganz, gaaanz tief vergraben, bedurfte aber nur der permanenten Berieselung, um wieder nach oben gespült zu werden.

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  8. November 24, 2013 7:45 pm

    Ich habe dafür leider auch nicht die Traute. Wenn dann würde ich es wohl nur als organisierte Reise wagen. Wobei dann wohl die Authenzität auf der Strecke bleiebn würde.
    Ich werde also wieder gebannt deinen Reisebericht verfolgen.
    Und mir geht es wie Tonari: 20 Jahre keinerlei Russisch und davor acht Jahre auswendig lernen von Sätzen. Ob das reicht?

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  9. November 25, 2013 6:13 pm

    Da täte ich auch gerne mitkommen, vorausgesetzt man lässt mich…
    liebe Grüsse vom Muger

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    • November 28, 2013 10:15 pm

      Warum sollte man Dich nicht lassen? Wer ist überhaupt man? Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass MAN Dich nicht aus Weißrussland raus lässt. Also DENEN traue ich ja kein bissl übern Weg

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  10. Trude permalink
    November 26, 2013 10:49 am

    Ja Hallo,
    war dieses Jahr im August in Workuta (GULAG) mit Gruppe und ab Moskau 48 Stunden im Zug. Ist eine Erfahrung wert *lach*. Werde deinen Bericht gespannt verfolgen und freu mich schon drauf. Übrigens viel Spaß beim Visum beantragen……und nicht verzagen!
    Winke von (sonst stille Leserin) Trude aus DD.

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    • November 28, 2013 10:17 pm

      Oh Danke. Ich kenne mich aus mit Visabeantragung. Und solange es nicht so schlimm wird wie weiland nach Kasachstan, halten meine Nerven das aus

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  11. November 28, 2013 2:48 pm

    Das kann spannend werden! Ich beneide jeden, der solche eine Reise unternimmt! Solch ein Urlaub beginnt lange vor Reiseantritt, also viel Spass schon bei der Planung. GLG

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  12. Dezember 2, 2013 2:38 pm

    Lese gerade deine Planung.

    Ich habe Transsib nur von Moskau bis Irkutsk gefahren bisher, wählte die Superweichei- Variante: Kupe mit 4 Betten gekauft, zu zweit gefahren. War aber auch besser, da ich mit Tochter reiste. Die gemeinsame Fahrt mit Einheimischen ist sicher auch spannend. Man sollte nur bereit sein. Neben uns stiegen zwei in Moskau mit uns ein und mit uns in Irkutsk wieder aus. Dazwischen haben sie in ihrem Andidas- Trainigsanzug die russische Form der Erholung gepflegt- nüchtern waren sie bestenfalls 10 Minuten. Dem Geruch nach haben sie auch die Wasserreserven des Waggons nicht allzu sehr in Anspruch genommen.

    Von Irkutsk aus sind wir nach Olkhon. Lohnend!

    Empfehlenswert ist ein Stop in Ulan Ude, da Hauptstadt des buddhistischen Burjatiens.

    Tickets gibts bei rzd.ru, leider nur 50 Tage im Voraus. Kupe im Zug Nr. 002 „Rossiya“ kostet 11.423 RUB, ca. 265 EUR.

    Visa holt man sich über eine Agentur, völlig stressfrei. Ich bevorzuge die visumcentrale (weder verwandt noch verschwägert) als zufriedener Kunde. Es gibt aber noch eine ganze Reihe anderer Spezialisten.

    Auf einen Kaffee lade ich gerne in Moskau ein. Falls mehr benötigt wird- fragen.

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    • Dezember 5, 2013 9:18 am

      Also, der Kaffeestop ist schon fest eingeplant. Danke für die Einladung und ich freue mich schon. Und wenn ich Fragen habe, werde ich das auch tun. Ich habe ja jetzt über railrude die Möglichkeit gefunden, Fahrkarten zu kaufen. Man könnte freilich auch über rzd.ru, aber alle, die ich kenne und die es schon getan haben, und das sind allesamt Leute, die als Journalisten oder Stadtplaner in Russland arbeiteten und Russisch sprechen, sagen, das sei eine Katastrophe. Deshalb zahle ich lieber etwas mehr und löse die Tickets über railrude. Dort kriege ich jetzt auch die Karten für die BAM wie gewünscht. Ulan Ude, darüber habe ich auch schon nachgedacht. Klingt recht spannend. Olkhon, das liegt am Baikal? Ich habe mir überhaupt noch keine Gedanken darüber gemacht, wo wir dort hin wollen. Nur eben raus in Irkutsk, Stadt gucken und dann an den Baikal. Man könnte ja dann ab Ulan Ude wieder weiter mit der Transsib..
      Visa besorgt die Cousine. Die hat die Connections. Ich war ja auch schon in Russland und habe das sonst immer hier über ein Reisebüro für Russlanddeutsche gemacht.
      Ja, und die Mit-Passagiere. Das wäre natürlich der Vorteil gewesen, wenn wir zu viert gewesen werden, dass wir unser Abteil sozusagen als Rückzugsgebiet gehabt hätten. Jetzt kann es tatsächlich passieren, dass uns die anderen Abteilbewohner nicht passen. So’ne Suffköppe wären wirklich der schlimmste Fall. Andererseits… wenn das Russland ist, dann muss es so sein. Vor Rumänien wurden wir auch vor Straßenködern gewarnt, vor den USA wollten uns viele den Greyhound ausreden. Wir sind ja zu zweit. Zu zweit, ist meine Erfahrung, sind brenzliche und unangenehme Situationen erträglicher und irgendwie besser zu meistern

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  13. Dezember 11, 2013 5:08 pm

    Olkhon ist die Insel im Baikal. Da gibts ein nettes Camp, Nikita ist der Chef.

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