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Das Ende des Gucklochs

Oktober 11, 2013

Falls Sie sich übrigens fragen, was aus der Baustelle geworden ist, auf der ich die letzten Monate zu leben pflegte… Ich wohne immer noch!

Und letztens, ich lag krank darnieder und hätte es trotzdem fast nicht bemerkt, war plötzlich dieses merkwürdige Schmutzfangnetz vorm Fenster verschwunden. Und dann konnte ich aus dem Krankenbett heraus beobachten, wie das Gerüst abgebaut wurde. Das diente zwar nicht unbedingt der Gesundung, aber juchu!, ich kann wieder die Fenster offen lassen. Auch wenn ich mal schnell zum Bäcker flitze (wenn ich gesund bin).

Obwohl, dieses Guckloch in der Plane hatte auch was. Irgendwie was künstlerisches. Finden Sie nicht?

Die Fenster nämlich, so hatte mir meine Versicherung nahe gelegt, sollten wegen des Gerüsts in meiner Abwesenheit immer geschlossen bleiben. Und, so hatte mir der Vermieter gesagt, natürlich auch während der Arbeiten an der Fassade.

Eine Logik, die mir einleuchtete. Um so verwunderter war ich, als dieser Zettel an meiner Wohnungstür pappte.

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Eine Klingel habe ich schon länger. Ich meine, einen KLINGELKNOPF! Eines Tages staunte das Kleine Kind darüber und ich konnte ihr nicht sagen, wann dieses Wunder vollbracht wurde. Wahrscheinlich war ich von den im Treppenhaus stattfindenden Malerarbeiten abgelenkt.  Ich bestaunte das Kunstwerk und wartete darauf, dass irgendjemand käme und das Werk vollende.

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Das war im August. Inzwischen hat eine Firma den Fußboden geputzt, was mich wunderte. Wäre es nicht sinnvoller, erst die Malerarbeiten zu beenden?

Doch ich musste lernen, das soll so sein. Das lockert auf. Finde ich eine geniale Geschäftsidee der ausführenden Firma: Unterbezahlte Hilfsarbeiter einstellen und dann deren Pfusch als gewollt verkaufen.

Türschwelle gibt es übrigens auch nicht. KEINE.TÜRSCHWELLE!

Aber sonst ist alles gut. Die Lüftung in Bad und Küche funktionieren noch nicht, dafür zieht es mich im Flur fast in selbige.

Und im übrigen erfreut uns das Gewerke mit immer neuen Sperrungen, vorzugsweise informieren sie darüber mit Zetteln, die sie am Vortag zum Feierabend irgendwohin pappen. Oder am Morgen, bevor sie loslegen.

Seltsamerweise nerven diese vorübergehenden, spontan auftretenden Behinderungen mehr, als die massiven Bauarbeiten vor ein paar Monaten. Vielleicht, weil sie so unberechenbar scheinen? Oder aber die Grenze des Erträglichen ist gefährlich nah.

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6 Kommentare leave one →
  1. Oktober 11, 2013 11:03 am

    Vielleicht will man euch mit diesem Getue aus dem Haus mobben?

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  2. Oktober 11, 2013 12:10 pm

    Einmal habe ich so eine Sanierung mitgemacht. Nie wieder! Da ziehe ich vorher um.
    Trotzdem möchte ich mal bei dir da oben aus dem Fenster auf Leipzig schauen.

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  3. Oktober 11, 2013 9:43 pm

    Und das alles ohne jede weitere Mieterhöhung? Erstaunlich 😉

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  4. Oktober 11, 2013 11:24 pm

    Wir waren auch fast ein Jahr baugerüstgeschädigt.
    Hallejuja ,-)

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  5. Oktober 12, 2013 11:04 am

    Im nächsten Leben, das schwöre ich, ziehe ich vorher aus. Jawoll!
    freidenkerin, das glaube ich nicht. Die vermieten ja schon wieder die leeren komplett sanierten Wohnungen.
    Gudrun, gern doch.
    Herr Ärmel, gestern lag ein Brief des Vermieters im Kasten. Da dachte ich erschreckt an Dich. War aber nur die Bitte, die Räder nicht in den Etagen abzustellen, weil das Haus doch jetzt so schön ist. Wohin mit den Rädern stattdessen, hat er leider vergessen, zu erwähnen, denn die Fahrradkeller sind immer noch unzugänglich.
    tonari, und warst Du auch mal krank und lagst darnieder und plötzlich stand quasi über Dir ein fremder Mann?

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