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Rund um die Braunkohle…, Teil III

August 25, 2013

Nein. Nein. Es geht immer noch nicht weiter mit der Reiseberichterstattung aus Amiland. Am Samstag hatte ich nämlich keine Zeit zum Fotos sortieren, weil ich in Dresden war. Und heute, am Sonntag, musste ich Rad fahren. Mit den Kumpels. In Leipzig. Oder jedenfalls in der Nähe. Denn schließlich, wer weiß, wie lange uns der Sommer noch beglückt.

Es ging zum Zwenkauer See.

Das wird, ist er einmal fertig geflutet, der größte im Süden der Stadt sein. Größer als der Tegernsee.

Als es hier vor ein paar Wochen hochwasserte, hieß es ja, der sei schon voll. Weil das Einleitbauwerk Zitzschen gerade noch rechtzeitig fertig geworden ist, konnte ein ganzer Schwung Elsterwasser in den See umgeleitet werden.  Inzwischen aber hat man wieder eine ganze Menge abgelassen, so das wieder Platz ist, für die nächste Flut.

Wir haben uns das Bauwerk angesehen und artig bedankt.

Wir waren auch in Eythra. Oder das, was davon übrig blieb.  Das Dorf musste schon Anfang der 1980er Jahre der Braunkohle weichen. Über die Hälfte der Bewohner zog  in Plattenbauten in Leipzig- Grünau.

Heute existiert nur noch ein Stück der ehemaligen Lindenallee, an dessen Ende das 1790 erbaute Trianon steht. Diese künstliche Ruine war Bestandteil des zum Schloss gehörenden Englischen Gartens. Das Schloss selbst, das da ein paar Hundert Jahre stand, ereilte das gleiche Schicksal wie das Dorf.

Am ausgetrockneten Elsterstausee  lassen wir die Tour ausklingen. Wir ärgern uns über die neuen Besitzer der Gartenkneipe, die die ehemalige Strandgaststätte „Wilder Hecht“ in „Zum flotten Radler“ umbenannt haben. Denen scheint völlig der Bezug zur Geschichte des Ortes zu fehlen. Statt die alten Tretboote wieder an die Stege zu ketten und ein paar Schilder à la „Den Anweisungen des Bademeisters ist Folge zu leisten“ oder „Springen verboten“ aufzustellen und dem Imbiss eine etwas schräge Note zu geben, dieser phantasielose Name.

Schade.

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3 Kommentare leave one →
  1. August 25, 2013 11:25 pm

    Das Maisfeldfoto ist ganz große Klasse. Und der einfallslose Name ist wohl ein Tribut an die Klientel, da kommen wohl nur Radler vorbei *g*

    Mit Amiland gehts sicher weiter wenn ich nicht mehr so viel Zeit zum lesen habe, schrecklich… *g*

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  2. August 26, 2013 6:25 pm

    Das Maisfeld gefällt mir auch richtig gut. Klasse Bild 🙂

    Naja Amiland ist ja eh die Kriegstrommeln am rühren…

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  3. August 26, 2013 7:37 pm

    Oh ja, danke Euch beiden. Ich sortier mal jetzt Fotos. Kriegstrommeln hin, Kriegstrommeln her

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