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Der letzte Akt

Juni 18, 2013

Bevor am Freitag unser Flieger geht, bleibt noch Zeit für den Parc Güell. Der entstand zwischen 1900 und 1914 unter Federführung Antoni Gaudis und war ursprünglich als Gartenstadt geplant.

Weil sich aber keine potentiellen Käufer für die Villen fanden, blieb es beim Park. Statt der geplanten 60 Wohnhäuser wurden nur drei gebaut, nur eins davon wird heute noch bewohnt. In die beiden anderen zogen eine Schule bzw. ein Museum ein.

Man darf nicht vergessen, dass der Park zwar von Gaudi geplant wurde, im Detail jedoch auch andere Architekten beteiligt waren. So stammt sein ehemaliges Wohnhaus, das heute als Museum dient und ursprünglich als Musterhaus Käufer werben sollte, von dem Architekten  Francesc Berenguer.  Und die die Terrasse, die Placa,  bestimmenden Mosaike stammen von Josep Maria Jujol, der schon an der Casa Milá und der Casa Batlló gemeinsam mit Gaudi gearbeitet hatte.

Im Park gibt es genug zu sehen, um gut und gern einen ganzen Tag auszufüllen.  Aber wir haben natürlich nicht den ganzen Tag Zeit. So sehen wir uns zwar alles an, haben aber leider nicht die Muse, den zahlreichen Musikern zu lauschen. Es gibt solche, die den üblichen Kram performen, aber auch einige Spanier, deren Gitarrenspiel ganz wunderbar mit der Grünanlage harmoniert.

Ziemlich nervig sind dagegen die vielen fliegenden Händler, nicht weil sie überall ihre Decken ausbreiten, sondern weil sie ihren Kram auch lautstark anbieten.

Was den Park selbst betrifft, nun, es ist ein Park. Ich bin nicht so der Fan durchgeplanter Landschaften. Lieber sitze ich auf einer einsamen Insel oder wenigstens an einem halbwegs menschenleeren Strand oder auf einem Berg. In bewohnten Gegenden bin ich schon eher an Architektur interessiert. Nicht nur an städtebaulicher, ich bin auch immer wieder fasziniert von alten Bauernhäusern bzw. –höfen, ihrer klugen und praktischen Anordnung.

Aber so ein Park? Englische Gärten? Langweilig.

Immerhin, da oben, wo kein Haus steht und kein Mosaik, nerven keine Händler, wohl weil da auch weniger bis gar keine Touristen sind und genau dort sitzen die Gitarre spielenden Spanier.

Doch wie gesagt, die Zeit drängt. Und mich drängt es eh zu den Arkaden, der Terrasse, den Häusern. Dort wimmelt es zwar freilich von Menschen, aber das muss man aushalten. Vielleicht sollte ich noch mal herkommen, ganz gegen meine Gewohnheit sehr zeitig aufstehen… so gegen 6 in der Früh ist es doch sicher leer hier, oder?

Schließlich ist es Zeit, die Koffer im Hotel zu holen und Richtung Flughafen zu fahren. Da sind noch so viele Häuser, so viele wunderschöne Balkone, Türmchen, Kamine, verspielte Dächer. So viele Schätze, die es noch zu entdecken gilt.

Ich muss hier noch mal her. Ohne Kongress im Nacken. Mit genügend Zeit und Muse. Vielleicht im Hebst oder gleich im Winter. Und ich sollte damit nicht all zu lange warten, so rasant wie sich Barcelona zu verändern scheint.

Es folgen wieder viel zu viele Fotos, nicht nur vom Parc Güell

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10 Kommentare leave one →
  1. Juni 18, 2013 12:28 am

    Huch, da muss ich mich ja beeilen mit meinen Berichten. Ich bin ja nicht längst nicht mehr da, wenn du zurückkommst.
    Deine Fotos und Bercíchte gefallen mir sehr gut.
    Wann nimmst du uns denn auf deine nächste Reise mit? 😉

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    • Juni 18, 2013 10:26 pm

      Ich glaube, ich muss erst mal bissl Geld verdienen für die nächste Reise. Ok, diese war ja gesponsort…

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  2. Juni 18, 2013 10:13 am

    Danke für deinen Bericht und die Bilder. Zögere niht zu lange, deinen Entschluss wahr zu machen und dich nochmal auf Reisen dahin zu begeben. Ich glaube, so etwas muss man gleich umsetzen ehe das Bauchgefühl nachlässt.

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  3. Juni 18, 2013 5:25 pm

    Auf keinen Fall sind das zu viele Bilder! Einfach nur krass genial diese Stadt, allein schon die Säulengänge im Park, und diese tollen Fassaden überall, da muss ich unbedingt mal hin.

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    • Juni 18, 2013 10:27 pm

      Ja, ne? Das Kleine Kind war letztes Jahr eine ganze Woche dort und hat sich keinen Tag gelangweilt

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  4. Juni 18, 2013 6:53 pm

    Einfach wunderschön! 😀 Hab‘ schon eine Sparbüchse zum Sammeln für die Reise aufgestellt. 😉

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  5. Juni 18, 2013 8:58 pm

    Das waren spannende Reiseberichte.
    Dankeschön vom Müller

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