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Die Sache mit dem Essen

Juni 15, 2013

Seit Freitag Nacht bin ich wieder zu Hause und muss meine Eindrücke von Barcelona nachreichen. Auch sehen manche Fotos auf dem großen Flachbildschirm und in Ruhe betrachtet doch ganz anders aus als auf dem kleinen Wandercomputer, hastig durchgeklickt und ausgesucht.

Nun ja.

Das fehlende Catering wurde ab Mittwoch zum Problem. In Barcelona öffnen die Bäckereien und Cafés, jedenfalls die, die wir gefunden haben, nämlich erst 8:00 Uhr. Selbst Starbucks und, und das wäre wirklich nur im schlimmsten Fall in Frage gekommen, McDoof, halten sich an diese Regel. In unserem Hotel stand immerhin schon ab 7:30 Uhr das Buffet zur Verfügung. Allerdings begannen die Sessions auf dem Kongress schon 8:00 Uhr… Ein schier unlösbares Problem.

Am Dienstag waren wir einfach schon eine Viertel Stunde früher im Speiseraum erschienen. Trotzdem, den ersten Vortrag verpassten wir. So wägten wir jeden Tag neu ab: Frühstück oder Verspätung. Ein ziemliches Dilemma. Ich weiß auch nicht, ob der Veranstalter das nicht bedacht hat, oder ob in Spanien auf ein Frühstück nicht so viel Wert gelegt wird. Nur, wie hält der Iberer das bis 17:30 Uhr durch? Wir jedenfalls waren abends hungrig genug, einen ganzen Stier zu verfuttern.

So gesehen war die Stierkampfarena vielleicht gar keine üble Wahl für den Mittwoch Abend. Aber keine Angst, wir schauten nicht der Schlachterei zu, die Arena ist längst in ein Einkaufszentrum umgebaut wurden. Und auf der Dachterrasse tummelt sich ein Restaurant neben dem anderen. Von da oben hat man einen wunderbaren Blick rüber zum Montjuic, auf den Miro-Park, der leider unvollendet blieb, weil der Künstler verstarb, zur Sagrada Familia und überhaupt auf Barcelona. Und auf dem Weg zum Hotel kann man in der Gran Via gleich mehrere Absacker nehmen. Und nachts, in den Bars, sind die Wirte sogar freundlich. Etwas, was man tagsüber selten erlebt. Die Kellner sind schlecht gelaunt, lustlos und langsam. Da möchte man sich fast entschuldigen für sein Anliegen und ich frage mich, wie es hier im Sommer ist, wenn die Hitze ja zu einer natürlichen Verlangsamung des Lebens und der Bewegung führt.

Ps.:

Zum Bild mit den Fahrrädern: In Barcelona kann man für 20€ ein Jahresabo erwerben, dass zur Benutzung der Räder berechtigt, ob eine halbe Stunde pro Tag oder ob eine halbe Stunde pro Tag sowieso frei ist, habe ich nicht verstanden. Der Spanier, der mir das erklärte sprach, zu schlecht Englisch. Jedenfalls nutzen die Einheimischen  die Leihräder, um auf Arbeit zu fahren. Oder nach Hause. Jedenfalls fahren sie seltsamerweise tatsächlich immer nur in eine Richtung: Zur Arbeit mit dem Rad und nach Hause mit der Metro, oder umgedreht. Deshalb müssen die Räder täglich eingesammelt und neu verteilt werden.

Wie immer aufs Bild klicken= groß gucken. (Die Bilder aus der Gran Via sind vom Montag)

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5 Kommentare leave one →
  1. Juni 15, 2013 11:26 am

    Ich glaube, in etlichen südlichen Ländern legt man keinen großen Wert auf’s Frühstücken. Ich weiss auch nicht, wie man das aushalten kann. 😉
    Das Haus mit dem Pfau finde ich ganz wunderschön…
    Noch viel Freude beim Sortieren und Betrachten deiner Bilder, und ein schönes Wochenende!

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  2. Juni 15, 2013 7:44 pm

    Oh, tolle Bilder! Die Stierkampfarena ist vorgemerkt, das klingt toll. Solche Leihräder hatten wir letzen Sommer in Paris, das ist eine tolle Möglichkeit, eine Stadt kennenzulernen. Wird wohl dieses Jahr nix, der kleine Ami fährt noch kein Fahrrad. 😉

    Das mit dem Frühstück klingt böse, ich hoffe unser Konferenzveranstalter hat daran gedacht. Ich brauche Kaffee, wenn ich um acht funktionieren soll. Vor allem jetlagged. Mit Baby.

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    • Juni 16, 2013 12:42 pm

      Ah, Du bist also auch zum Arbeiten dort! Na dann hoffe ich für Euch das beste. Ich muss sagen, hinsichtlich Catering war das das schlimmste, das ich je erlebt habe. Ok, nicht immer wird man bei Tagungen verpflegt, aber dann weiß man das im Voraus und es ist immer genügend Zeit, sich selbst zu versorgen. Und ich brauche morgens nicht nur Kaffee. Der ist zwar lebenswichtig, aber irgendwas dazu ist schon nicht schlecht.

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  3. Juni 15, 2013 8:27 pm

    Der Iberer wird sein Frühstück zu Hause einnehmen schätze ich, danach mit dem Rad (bergab) zur Arbeit fahren und später bergauf die Metro nehmen, so würde ich es jedenfalls machen.
    Die Organisation scheint ziemlich daneben gewesen zu sein, arbeiten ohne Frühstück geht gar nicht. Aber immerhin, arbeiten in Barcelona, dafür würde ich wohl sogar das ein paar Tage sausen lassen. Die Vorteile überwiegen.

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    • Juni 16, 2013 12:44 pm

      Hm, naja. Du hast schon Recht. Trotzdem, satt lässt es sich besser arbeiten. Und die Umgebung genießen 😉
      Naja, wir haben es ja überlebt. Und nachts kann man wirklich lange und viel essen 😀

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