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Gegenwind

April 27, 2013

So pieseliges Regenwetter hat auch gewisse Vorteile. Da ist der Radweg entlang der Elster nämlich selbst an einem Samstagnachmittag leer.

Ein paar traurige Paddler drehen ihre Runden. Irgendein Wettkampf, Wendepunkt hinter der Sachsenbrücke. Ich stemme mich gegen den Wind, frage mich, wieso ich keine Handschuh anhabe und bin ganz sicher: Nach Tallinn nur mit Wintermantel.

Ich komme zu spät, wie fast immer, aber gerade noch rechtzeitig genug, um die ersten drei Punkte zu sehen, die die Leipziger machen. Straftritt. Bumm. Das geht  gut los. Mit Steak und Kaffee flüchte ich unters Regendach, stehe heute also ganz woanders als üblicherweise und sehe die Heimmannschaft am anderen Spielfeldende ordentlich Druck machen. Aber auch viele Fehler. Sieht irgendwie nervös aus. So wird das nichts.

Dann, um die 33. Minute rum ein Konter der Hamburger.  Ein, sagen wir mal, unglücklicher Fehler in der Abwehr der Messestädter und die Gäste kommen zum Versuch. Mann. Mann. Mann. Erhöhung und schon liegen wir 3:7 zurück.

Beim Rugby sind die Pausen zwischen den Halbzeiten kurz, da schaffe ich es nicht mal gepflegt aufs Klo.

In den ersten 10-15 Minuten  der zweiten Hälfte machen die Leipziger immer wieder Druck, kommen bis kurz vors Malfeld, aber nicht über die Linie. Es ist ein bisschen zum Verzweifeln. Eigentlich sieht es auch jetzt so aus, als seien die Blaugelben die Stärkeren, aber zum Abschluss kommen sie nicht. Und dann, kurz vorm Ende des Spiels, sind plötzlich wieder alle auf der anderen Seite. Och, nee, stoppt da mal einer die Hamburger?! Deren Trainer rennt am Spielfeldrand rum und schreit: noch 5 Minuten! Noch 1 Minute!

Die Leipziger bäumen sich noch mal auf. Rennen an was das Zeug hält. Aber die Hamburger Abwehr steht. Deren Trainer regt sich auf, dass die 40 Minuten längst rum sind. Ich habe auch das Gefühl, wir sind schon mindestens in der 50. Jetzt bloß nicht den Ball verlieren. Irgendwie scheinen die Gäste alle viel größer zu sein als unsere Jungs, schieben sie beiseite, zurück, oder heben sie einfach weg. Mannomann. Dann kriegen sie den Ball. Kick ins Aus. Schlusspfiff.

3:7.

Ich bin ordentlich durchgefroren. Sogar an den Füßen. Jedenfalls fühlen sich meine Zehen ziemlich taub an. Und ich habe immer noch keine Handschuhe. Wenigstens kommt der Wind auf dem Rückweg nicht mehr ganz von vorn, obwohl er sich, ehrlich, gedreht hat.

Die Paddler haben aufgegeben.

Und  meine Couchsurferin, eine Balletttänzerin aus den Staaten, hat die Heizung aufgedreht. Was für eine gute Idee.

Und Sie dürfen jetzt den Ball suchen. Aufs Bild klicken vergrößert und sollte die Suche erleichtern.

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9 Kommentare leave one →
  1. April 28, 2013 6:19 am

    Die Männer machen sich ja ganz schmutzig, wenn sie so um den Ball raufen…
    Aber mal im Ernst: habe ich diesen Post nicht schon mal gelesen, letzte Woche?

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    • April 28, 2013 7:51 am

      Letzte Woche? Nö, da hatte ich die Familie hier und konnte nicht supporten. Und die Woche davor, also vor 14 Tagen, da war es erstens warm, zweitens haben wir gewonnen und drittens war das Fernsehen da.
      Und was das Schmutzig Machen angeht: Ich wette, Fa müssen dann wieder die Frauen ran
      Vermutlich die selben, die immer Kuchen backen und für den Fuffziger das Stück verkaufen.

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      • April 28, 2013 8:11 am

        Huch, du bist aber früh unterwegs – für einen Sontag jedenfalls 😉
        Wahrscheinlich verwechsle ich da irgendeinen Post… aaahhh, jetzt fällts mir wieder ein: „Skater, Läufer, Rollifahrer“ – -da gabs auch so viele schöne Fotos zu sehen // ich dreh mich dann nochmal auf die andere Seite

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        • April 28, 2013 9:38 am

          Jo, ich hab eine Couchsurferin hier, die heute zum Vortanzen in die Oper muss und deshalb zeitig raus muss. Jetzt gehe ich meinen Schlaf nachholen 😀

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  2. April 28, 2013 5:16 pm

    Tip: der Ball ist nicht rund… 😉

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  3. April 28, 2013 10:23 pm

    Pf. Nie gelernt zu teilen, was? 😉

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  4. Mai 23, 2013 12:33 am

    Ooohja, die Sachsenbrücke lädt zum Träumen ein. Wie jeder so seine ganz eigenen Assoziationen mit ihr verbindet. Ich war damals zufällig bei CLueso-Konzert da und wusste währendessen nicht, wer da spielt. Habe es erst am Abend dann auf Facebook gelesen^^ Aber eine Bootstour und dann schön unter den Spaziergängern durchpaddeln – auch riesig. Aber an der Stelle ist der FLuss so breit, da fand ich das Vorankommen so mühsam 😛 Ich habe meiner Liebe zur Sachsenbrücke auch mal Luft gemacht: http://www.leipzig-leben.de/sachsenbruecke-leipzig/ Ein Hoch auf diesen tollen Ort im tollen Leipzig^^

    Grüße aus der Südvorstadt,

    Adelina

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    • Mai 23, 2013 7:44 am

      Oh, liebe Adelina, ich liebe Deinen Blog. Lese da gern, wie DU Leipzig siehst. Das über die Sachsenbrücke hatte ich aber noch nicht.
      Ps.: Ich gehöre übrigens zu denen, die da lieber einen Bogen drum machen, wenn so viel Volks da sitzt, aber William schicke ich gern hin 😉

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