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Nach Osten

April 26, 2013

Vor ein paar Jahren war ich mal Ostern in St. Petersburg.

Das war wettertechnisch gesehen ganz schön doof, weil es dort ein bisschen später Frühling wird als hier.

Ich hätte also gewarnt sein müssen.

Wie es aber so ist im Leben, man vergisst sehr schnell. Nur so ist zu erklären, dass ich auch in diesem Jahr wieder zur ungünstigsten Zeit Richtung Osten fahre, um zu urlauben. Nach Tallinn nämlich. Das ist zwar noch vor Petersburg, geografisch von Leipzig aus gesehen, aber wettertechnisch betrachtet wird es so kommen wie weiland in St. Petersburg. Während wir uns hier heute auf über 20°C und Sonne freuen dürfen, erwarten mich in der Hauptstadt Estlands 8°C.

8°C!!!

Und ein kalter Wind. Im Wind, so teilte mir A., die dort gerade ein Erasmusjahr absolviert, seien es gefühlte -10°C. Strumpfhosen bräuchten wir nicht unter die langen Hosen zu ziehen, schrieb sie. Aber dünne Handschuh und eine Mütze seien schon von Vorteil.

Himmel!

Als hätten wir vom Winter nicht genug gehabt.

Ich fliege mit einer Freundin hin. Und wir besuchen dort deren Tochter.

Ich aber überlege nun schon seit gestern, was ich einpacke. Winterjacke? Übergangsmantel? Festes Schuhwerk? Ich will weder zu warm, noch zu dünn angezogen sein. Schließlich freue ich mich auf die Stadt und will die Zeit dort genießen. Das kann ich weder schwitzend noch frierend.

Trotzdem: Wieso studiert A. nicht in Rom? Oder in Barcelona?

Oder: Wieso sind wir nicht gleich und so richtig im Winter hin geflogen? Da hätten wir uns nicht so umstellen müssen.

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21 Kommentare leave one →
  1. April 26, 2013 9:55 am

    Man kann in Tallinn wunderschöne Wollsachen kaufen! 😉

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  2. April 26, 2013 9:56 am

    Jetzt beneide ich dich aber, trotz der schweren Qual der Wahl der Kleiderordnung. 😀 Nach Petersburg muss ich auch nochmal. Das hab ich mir vorgenoimmen.
    Reisen, die recht persönlich waren, waren bei mir immer die Besten. Und die Nachhaltigsten.
    Gute Reise, liebe Inch.

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  3. April 26, 2013 11:17 am

    Planung ist alles^^
    Machs zwiebelmässig mit der Kleidung. Einige dünnere Lagen, die man entweder übereinander ziehen kann bei Kälte. Oder gegebenenfalls eine nach der anderen ausziehen kann bei Wärme. Viel Spass in Tallinn.

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  4. April 26, 2013 12:30 pm

    Morgen gibt es zum Eingewöhnen die gleiche Höchsttemperatur. Keine Sorge…

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  5. April 26, 2013 1:15 pm

    OMG Tallinn, da will ich schon so lange hin, ist aber von Hamburg aus sehr teuer, daher überlge ich schon eine Ostseekreuzfahrt zu machen und St.Petersburg gleich mitzunehmen. Ich beneide Dich ganz kräftig, die Temperaturen wären mir echt egal.

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  6. April 26, 2013 2:28 pm

    „Charakteristisch für das Klima in Tallinn sind ein recht kalter Winter, ein kühler Frühling mit wenig Niederschlag, ein mäßig warmer Sommer und ein langer und regenreicher Herbst. In manchen Jahren können im Sommer aber auch lange Perioden mit Temperaturen um +30° C vorkommen, und ein warmer und sonniger Sommer kann den Herbst in Tallinn manchmal bis Mitte Oktober hinauszögern.
    Durchschnittstemperatur im Juli: +16,7°C“
    Na schönen Dank auch.
    Aber es ist gar nicht das Wetter, das mich stört. Es ist eher der Umstand, dass ich wirklich nicht so recht weiß, was ich anziehen soll. 8°C und nachts 0. NULL! Ich glaube, ich kram den Wintermantel raus. 😉

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  7. April 26, 2013 4:14 pm

    Deinen Petersburgbericht habe ich übrigens mit grosser Freude gelesen – man muss sich mal vorstellen, wir wohnen nur 555 km entfernt und waren immer noch nicht dort, weil, kann man ja immer noch machen…! – und über den Satz:

    Ein weiterer positiver Aspekt der Stadt ist die Freundlichkeit der Leute. Also nicht die der, die dafür bezahlt werden, wie Kassiererinnen, Ticketverkäufer usw. Bei denen hat man nach wie vor das ständige Bedürfnis, sich für die Belästigungen, die man ihnen antut, zu entschuldigen.

    habe ich schallend gelacht. Genau so war das nämlich jetzt in Prag auch.

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    • April 26, 2013 7:10 pm

      Ja, ich glaube, das ist ein im Osten häufig auftretendes Phänomen.
      Und noch nie in Petersburg gewesen? Unfassbar. Aber so ist das manchmal mit den Dingen, die so nahe liegen

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  8. April 26, 2013 4:45 pm

    Die Kleider welche nach dem Zwiebelprinzip getragen werden können einpacken. Vorort eine Schicht mehr eine weniger übergezogen und der Tag ist gerettet.

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  9. April 26, 2013 4:48 pm

    du hast sorgen, inch du ärmste! aber ich sehe gerade in den regen in hamburg hinaus, und es soll noch kälter werden…. wir haben es nicht leicht, wir glücklichen, die reisen dürfen 😉

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  10. April 26, 2013 6:12 pm

    Ach, gibt Schlimmeres.
    Tallinn ist wunderschön, das wird dir gefallen.
    Genau: Übergangsjacke, Übergangsschuhe, Übergangsmütze und ne Regenjacke 😉
    Viel Spaß!!

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  11. April 26, 2013 7:13 pm

    Das Kind war grad da, das Kleine. Nix mit Zwiebelprinzip. Ich zieh den Wintermantel an. Basta. Darunter kann ich mich immer noch schälen. Mütze, Handschuh und Regenschirm kommen auch mit. Und natürlich der Fotoapparat. Kein Reiseführer. Tallinn wird erbummelt. Und dann, wenn ich da war, war ich in allen Baltischen Staaten. Ja. Und kann vergleichen. Woll.

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  12. April 26, 2013 9:02 pm

    Hm! Ich wäre eigentlich auch für’s Zwiebelprinzip. 😉
    Ich wünsche euch eine schöne Zeit – und uns wieder spannende Reiseberichte und gute Fotos!

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  13. April 27, 2013 9:05 am

    also das Zwiebelschalen-Prinzip käme für mich nicht in Frage – schon allein wegen des Geruchs …
    liebe Grüsse vom Muger

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  14. April 27, 2013 12:13 pm

    Ich bin auch in ca. 2 Wochen dort… mit der Hoffnung auf wärmeres Wetter 🙂

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    • Mai 4, 2013 10:45 pm

      Du Hast gute Chancen. Wir saßen gestern im Blüschen im Straßencafé. Und sogar am Strand war es auszuhalten. Ansonsten, auch heute, sonnig, aber ein unangenehmer kalter Wind.
      Im übrigen hoffe ich für Dich, dass Du nicht ab Frankfurt-Hahn fliegst. 😦

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  15. April 27, 2013 11:11 pm

    Also es gibt durchaus auch innerdeutsche Differenzen.. Mein Schatz kam am Freitag aus dem 25 Grad warmen Berlin zu mir in den Norden nach MV. In T-Shirt und Shorts stieg er aus dem Auto. Leider hatten wir hier 10 Grad, Regen und Wind. Er rannte ins Haus, ich hatte Mühe ihm zu folgen!
    Heute beim Spazieren trug er zwei T-Shirts und zwei Pullover – denn eine Jacke hat er nicht dabei….
    Ich wünsche euch eine gute Reise und viel Spaß!

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