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Skater, Läufer, Rollifahrer

April 21, 2013

Eigentlich hätte es ja gereicht, wenn ich so gegen Mittag das Haus verlasse. Oder eine Stunde eher.

Dann hätte ich die Marathonläufer auf ihrer 2. Runde, die Halbmarathoni vom Start an und die 10-km-Läufer auch noch gesehen.

Aber als mich letztens die Kletterkumpel in die Kneipe gelockt haben, und ich ankündigte, dass ich selbstverständlich mein bestes tun werde, um alle zu fotografieren, wurde ich gefragt: Auch die Skater?

Wie jetzt. Skater? Wann starten die denn? 9:00Uhr? UM.NEUN! Leute! Das ist mitten in der Nacht. Und ich habe am Samstag die Familie hier. Da brauche ich am Sonntag ganz viel Schlaf. Auch wenn das Kleine Kind und die Kleine Nichte sich ums Essen und Trinken und Abräumen und Aufwaschen gekümmert haben, wenn die Familie da war, bin ich erschöpft.

Aber dann, als Milli the Cat mir so lange ins Gesicht gestupst hatte, bis ich endlich aus dem Bett quälte, um der ständig hungrigen Katze den Napf zu füllen, dachte ich, dass ich nun auch aufstehen könnte.

Mitten. in. der. Nacht!

In diesem Jahr bin ich aber nicht mit rum gefahren. Erstens weiß ich ja vom letzten Mal noch, dass das evtl. unangenehm riechen könnte. Zweitens hatte ich genügend Stress, alle zu entdecken und zu fotografieren.

Um es vorweg zu nehmen: Ich habe es nicht geschafft. Immerhin, den Skatern und der Cousine habe ich gesmst, wo ich stehe. Könnte die Sache ja vereinfachen, wenn die Sportler auch nach mir Ausschau halten und sich evtl sogar bemerkbar machen. Ich bin nämlich immer heillos überfordert, in den Massen jemanden zu erkennen. Die sehen ja auch alle anders aus, so in Sportklamotten. Und verschwitzt. Und auch noch mit Helm! Und ich kenne einfach zu viele, die so was machen. Neben dem halben Dutzend, von denen ich sicher weiß, dass sie auf die eine oder andere Art dabei sind, entdecke ich immer auch andere. Und heute grüßte mich 1 km vor dem Ziel gar jemand, mit dem ich am Mittwoch noch in der Kneipe saß. Und da sind ja Tausende unterwegs. Wie soll man da sechs Leute rausfinden?

So raste ich also wieder hin und her. Stand am Vormittag frierend in der Friedrich-Ebert-Straße und am Schleußiger Weg, versuchte, meine skatenden Freunde zu erkennen und staunte über die Rollifahrer, wärmte mich zu Hause kurz auf, stand dann, inzwischen bei bestem Sonnenschein, wieder in der Friedrich-Ebert-Straße, beobachtete, wie sich die 10-km-Läufer wie ein Lindwurm durch die Karl-Tauchnitz-Straße walzten und raste in die Jahnallee, wo sich 1 km vor dem Ziel die Läufer  der längsten und der kürzeren Distanzen mischten.

Wie immer, wurde kein Läufer „eingekauft“, so dass der Marathon von zwei Lokalmatadoren gewonnen wurde. Jakob Stiller gelang das zum 3. Mal in Folge. Und bei den Frauen gewann Sandra Boitz.

Den Halbmarathon gewann eine Österreicherin, Dritte wurde wieder eine Leipzigerin. B ei den Männern  wurde der ehemalige Trainingskumpel der Großen Kindes Zweiter. Gewonnen hat hier jemand aus Spergau.

Auf der Halbmarathonstrecke wurde erstmalig auch die Deutsche Meisterschaft im Inlineskaten ausgetragen. Die Profis starteten 45 min vor den Amateuren, die die gleiche Distanz liefen.

Knapp 9000 Läufer, Skater und Rollifahrer gingen an den Start. Das mag nichts im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen in anderen Städten sein, reicht für einen Sonntag in L.E. aber völlig aus.

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11 Kommentare leave one →
  1. April 21, 2013 11:41 pm

    Habe ich dich angesteckt? 🙂
    Siehst du, frühes Aufstehen liefert schöne Fotos. Den Beweis präsentierst du hier

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    • April 22, 2013 2:59 pm

      Ah ja, danke. Der Preis war aber, dass ich den ganzen Tag permanent müde war. Eigentlich bin ich das sogar jetzt noch 😉

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  2. April 22, 2013 12:53 am

    Ach ja, Marathon. Gab es hier auch heute, aber *gähn* ich war da letztes Jahr schon und hab mich *gähn* lieber noch mal umgedreht. Eigentlich ärgerlich wenn ich jetzt Deine Fotos sehe, aber nochmal U-Bahn mit durchgeschwitzten Leuten wollte ich mir nicht antun. Man muss den inneren Schweinehund auch mal machen lassen *g*

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  3. April 22, 2013 1:45 pm

    Du hast’s gut, Millie The Cat stupst dich an – meine Mieze schreit im frühen Morgengrauen zum Steinerweichen so lange herzerweichend und nervend, bis ich mich aus dem Bett quäle, um ihren Futternapf zu befüllen. Flinky ist eine sehr klein gewachsene Katze – den Zwergenwuchs macht sie durch eine überaus laute und durchdringende Stimme mehr als wett…

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    • April 22, 2013 2:26 pm

      Im Baumarkt gibts doch Klebeband. Oder andersrum. In der Apotheke gibts Ohropax 🙂 >====<0

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    • April 22, 2013 3:01 pm

      Milli the Cat schreit auch. Aber nur nachmittags bis abends. Ich rase dann immer zum Napf, der ist voll, sie schaut mich vorwurfsvoll an. Keine Ahnung, was die will. Mit ins Bett oder so. Ich weiß es nicht!

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      • April 25, 2013 2:51 pm

        Meine will spielen, wenn sie laut wird. Knüll mal genüßlich ein Stück Papier zusammen. Wenn sie die Ohren spitzt sind, das Kinn auf dem Boden lpresst und mit dem Poppese wackelt, dann kann es loshehen. Nur bekommst du das Papier nicht wieder. 😀
        Schöne Fotos hast du gemacht.

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        • April 25, 2013 3:49 pm

          Oh Nein! Meine apportiert! EHRLICH. Schmeißt mir ihren Lieblingsball ins Bett, guckt mich mit großen Augen an. Dann werfe ich, sie rast, sich überschlagend durch die Wohnung und! Bringt ihn zurück! Tut sie’s nicht, frage ich“Wo ist der Ball“, schaue mal ratlos unters Bett und schon rast sie wieder los und bringt den Ball.
          Mit Papier geht da natürlich aus, nur ist das nach mehrmaligem Apportieren so zerketscht und eklig… das will ich nicht im Bett haben.
          Milli macht übrigens auch Sitz, wenn es Leckerli gibt. Ja! Eigentlich eine gut erzogene Katze, könnte man meinen

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  4. April 22, 2013 7:43 pm

    Tolle Bilder, dein frühes Aufstehen hat sich ausgezahlt, jedenfalls für uns die wir in deinem Album blättern dürfen.

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