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Vorspiel

Februar 1, 2013

Heute also großer Handwerkertag. Die Wohnung wird klar gemacht für die Baumaßnahmen.

Irgendwie dachte ich, es sei eine gute Idee, an diesem Tag Urlaub zu nehmen.

Es war eine verdammt gute Idee.

Ein Handwerker rief nämlich erst, nachdem ich beim Vermieter noch mal nachgefragt hatte, gestern  Mittag an, um mir mitzuteilen, dass er heute zwischen 7:30 und 8:00 Uhr bei mir aufschlüge. Mit Terminabsprache war da nichts mehr.

Und als ich also heute nochmal vor 7:30 Uhr zum Müllcontainer hetzte, baten mich ein paar andere Handwerker, die schon seit einer halben Stunde fleißig im Treppenhaus bohrten und hämmerten, die Vorkammer zu den Abstellräumen aufzuschließen. Dort nun steht mein Fahrrad, da der Zweiradkeller seit einer Woche nicht mehr zu benutzen ist.  Sei aber kein Problem, sie würden das Fahrrad für die Zeit der Arbeiten in den Flur stellen und dann wieder rein räumen.

Den Handwerker traf ich im Hof. Der hatte aber nur einen Auftrag für zwei Türen, eine Fensterreparatur und die Justierung aller Fenster. Hä??? Und was ist mit der Wohnungstür, dem 2. kaputten Fenster und den Badeinbauten? Davon weiß der Mann nichts. Und den Vermieter erreiche ich natürlich auch nicht vor 8:00 Uhr.

Inzwischen klingeln wieder die Jungs vom Treppenhaus und bitten mich, nun auch meine Abstellkammer aufzuschließen, weil da führt die elektrische Leitung für irgendwas durch. Und so springe ich also zwischen dem Handwerker in meiner Wohnung und denen im Treppenhaus rum, versuche den Vermieter zu erreichen und beaufsichtige das Ausräumen meiner Abstellkammer, die ich in den letzten Tagen übrigens fein zu gerümpelt habe.

Als ich den Vermieter erreiche, stellt sich heraus, dass der Hausmeister auch kommt, weil der kümmert sich um die Wohnungstür und die Badeinbauten. Der Handwerker in meiner Wohnung hat einen Kollegen im Haus kontaktiert und noch einen 2. Fenstergriff organisiert. 10 Minuten nachdem er gegangen ist, stehen Vermieter und Hausmeister vor der Tür. Ersterer kommt noch mal so gegen 11 wegen der Fliesenbemusterung. Da muss ich an die defekte Heizung denken, die ich in all dem Gewusel vergessen habe. Sollte die der Hausmeister mit reparieren? Ich habe ihn vergessen zu fragen. Oder kommt da noch ein Dritter?

Was wäre eigentlich gewesen, wenn ich mich darauf verlassen hätte, dass all die Handwerker und Hausmeister rechtzeitig anrufen, um einen Termin zu vereinbaren? Mal ganz davon abgesehen, dass ich von denen in der Abstellkammer ja nicht einmal wusste.

Übrigens herrscht gerade eine verräterische Ruhe. Ein Blick ins Treppenhaus: Kein Handwerker. Die machen wohl Pause! Meine Abstellkammer sperrangelweit offen! Ich schließe zu. Die melden sich schon, wenn sie was wollen. Ich habe ja zum Glück einen Tag Urlaub genommen.

 

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5 Kommentare leave one →
  1. Februar 1, 2013 11:01 am

    Das machst Du ganz toll. Und Koch doch schon mal ’nen Pott Kaffee für die Jungs vom Bau. Das hebt die Stimmung und ist der guten Beziehung zum Handwerkerchen äußerst zuträglich. 😉 Schnittchen dann erst an dem zweiten Tag 😆

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  2. Februar 1, 2013 12:11 pm

    Ach, wie ich das alles kenne!
    Bei uns war das damals eine Komplettsanierung, d.h. 14 Tage wurde alles erstmal ausgebaut: Wanne, Klo, die Platten zum Versorgungsschacht (ich konnte meiner Freundin da fein durchrufen, dass der Kaffee fertig ist :D), die Heizkörper…. Die Wohnungstür war ausgehängt. Fenster wurden komplett herausgerissen und durch neue ersetzt. Die Elektriker legten neue Leitungen. Es war laut und unglaublich dreckig. Ein Begängnis war in der Wohnung wie auf dem Leipziger Hauptbahnhof.
    Und trotzdem: Irgendwann war es vorbei, wieder Ruhe.
    Ich wünsch dir starke Nerven und Leute, die ihr Handwerk wirklich verstehen.

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  3. Februar 1, 2013 1:21 pm

    Handwerker im Haus sind immer auch ein bisschen Nervenkrieg. Viel Glück und dass alles so wird wie du es dir wünscht!

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  4. Februar 1, 2013 3:32 pm

    Ui, das ging dann ja gleich richtig los. Anfangs dachte ich, du berichtest von Ländern wie diesem hier, dann erst wurde mir klar, dass es in Deutschland mittlerweile auch so zuzugehen scheint.

    Ich wünsche dir starke Nerven!

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  5. Februar 1, 2013 5:38 pm

    Bei dir tobt das Leben – ähem – die Handwerkerei – alle Achtung! Ich hoffe, dass bei dem Gewusel alle Reparaturen auch gut und gründlich durchgeführt werden. 😉

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