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Es geht los

Januar 19, 2013

Es ist so weit.

In zwei Wochen beginnen die Sanierungsarbeiten am und im Haus, in dem ich wohne. Eigentlich haben sie schon am Montag begonnen. Aber in meiner Wohnung geht’s erst am 4. Februar los.

Ja, ich habe mich dazu entschieden, nicht umzuziehen. Geguckt habe ich ja. Aber in so günstiger Lage konnte ich einfach nichts finden.

Bei der Mieterberatung war ich, nachdem ich erst mal gegen alle Umlagen auf die Miete in Widerspruch gegangen bin, auch.

Also, falls Sie mal in eine vergleichbare Situation kommen, sparen Sie sich die Rechtsberatung in Mietrechtsfragen bei der Verbraucherzentrale. Gehen Sie gleich zum Anwalt. Genau das kriegen Sie nämlich bei dieser merkwürdigen Beratung auch gesagt. Dass jetzt keine Zeit sei, sich mit so einem komplexen Problem zu befassen und ich sicher gute Chancen hätte, wenn ich zum Anwalt ginge. In meine Unterlagen hat der Typ gar nicht erst geguckt. Aber so dick wie die seien, da fände ein Anwalt bestimmt etwas.

Äh. Ja, danke.

Das war Anfang November. Zwei Tage später hatte ich, als Reaktion auf mein Schreiben, das der Herr Rechtsberater auch nicht lesen wollte,  aber eh einen Termin mit meinem Vermieter. In der Wohnung, also meiner. Der hat sich alles angesehen, mir alles erklärt und wir haben eine ganz gute Lösung gefunden.

Was ich schon selber modernisiert habe, wird zwar raus gerissen und ersetzt, muss ich aber nicht bezahlen. Im Bad.

In der Küche gäbe es fast nichts zu tun, da müsste ich nur den einen Hängeschrank leer räumen.

Im Flur lasse ich gleich die Einbauschränke raus reißen. Ich will die sowieso weg haben und den Elektrikern kommt das sehr entgegen.

In Schlafzimmer- und Kinderzimmertür kommen Sicherheitsschlösser, so können die Bauarbeiter jederzeit in meine Wohnung. Die ist freilich auch abgeschlossen, aber ich kann dem Chef da einen Schlüssel geben und trotzdem ist mein Zeug sicher. Und die Leute, die die Schränke im Flur demontieren, helfen mir auch ein paar sehr alte, wertvolle  Möbel aus dem offenen Küchen- Wohnbereich in eins der verschließbaren Zimmer zu tragen.

Klingt doch gut, oder?

Mietminderung gibt es für das gesamte Jahr.

Und ja, die leidige Sache mit der Verkleidung der Heizungsrohre. Das seien nur so Plastedinger, die würden da nur rum geklippt und das mache keinen Dreck. An dem Tag freilich sei der Zugang zu den abgeschlossenen Zimmern zu gewähren. Ich werde mir dann mal anschauen, in wie weit die Dinger irgend etwas dämmen sollen. Kann ich mir nämlich nicht vorstellen.

Jedenfalls käme ich am Ende nur auf eine Mietrhöhung von so 40-50 €. Das klingt akzeptabel.

Ich bin froh, wohnen bleiben zu können.

Oder ich war es.

Seit Montag sind Bauarbeiter im Haus. Die bereiten die Sanierngsmaßnahmen erst einmal vor. Gut, das Bohren und Hämmern stört nicht weiter – wenn ich nur lange genug auf Arbeit bleibe. Aber der Schmutz! Haben Sie eine Ahnung, wie fein Baustaub ist? Der dringt durch alle Poren und Ritzen. So dicht kann gar keine Tür sein. Ich habe am Donnerstag schon mal die Garderobe in ein Zimmer geräumt.

Und die Miete wurde natürlich auch 100%ig vom Konto abgezogen. Wenigstens das konnte ich telefonisch mit dem Vermieter klären. Wird nächsten Monat mit verrechnet. Ich bin gespannt.

Am Mittwoch kommt er noch mal zu mir. Um die Sache mit den Flurmöbeln, dem Umräumen und den Schlössern abzusprechen.

Der Institutsumzug geht nächste Woche übrigens auch über die Bühne. Da werde ich wohl von 7-19:00 Uhr vor Ort sein. Gutes Timing, kann ich da nur sagen. Ich habe die Kollegen schon vorgewarnt. Falls ich ein bisschen unleidlich bin. Die sollen das nicht persönlich nehmen.

Die Miete, die ich dann ab Februar spare, habe ich beschlossen, kommt aufs Sparbuch. Davon leiste ich mir dann einen Wellness-Urlaub, wenn das Jahr rum ist. Oder kann man bei so was auch eine Kur beantragen?

Ich bin für jeden Tipp dankbar!

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Nichts für Leute mit Platzangst – Der Fahrstuhl wurde vorsorglich ausgekleidet

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7 Kommentare leave one →
  1. Januar 19, 2013 10:09 am

    Wellness-Urlaub hört sich sehr gut an… Danke für den Tipp, in solchen Fällen gleich einen Anwalt aufzusuchen… Wir hatten vor einigen Jahren hier im Haus einen Wechsel der Hausverwaltung, die neue hatte uns zunächst angeboten, die abgewohnten Badezimmer (noch im Look der Sechziger) nach und nach zu renovieren. Bei einem ausführlicheren Gespräch stellte sich dann allerdings heraus, dass jeder Mieter sich zur Hälfte an den Kosten beteiligen sollte. Das habe ich dann dankend abgelehnt. Sollte dieses Thema noch einmal zur Sprache kommen, werde ich mich zugleich bei einem Anwalt kundig machen…
    Ich wünsche dir ein schönes, und trotz Baustaubs erholsames Wochenende!

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  2. Brigitte permalink
    Januar 19, 2013 1:29 pm

    Oh Hilfe, Baustellen ÜBERALL und kein ruhiges warmes Plätzchen mehr? Du hast mein volles Mitgefühlt. Und ein Wellnessurlaub wäre natürlich schon klasse……
    Kannst du nicht hinter der Wohnungstür wenigstens ein altes Laken oder ähnliches aufhängen, damit der Staub etwas abgehalten wird?
    Liebe Grüsse und „halt die Ohrchen steif“ (Spruch meiner Schwiegermutter, heißt soviel wie „lass dich nicht unterkriegen“)!

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  3. Januar 19, 2013 2:35 pm

    Die Reaktion der Verbraucherzentrale find ich jetzt enttäuschend, möglicherweise hatten die einen schlechten Tag (oder die sind in Leipzig nicht fit) aber für den Tipp zum Anwalt zu gehen muss man da wirklich nicht hin.
    Am Ende hört sich das alles ja nicht so schlimm an wie befürchtet, das mit dem Lärm und dem Dreck geht vorüber. Hier haben sie bei Fassadenarbeiten mal ganze vier Wochen gelärmt. In meinem Urlaub! Mitten im Sommer mit Plastikplanen und Gerüst vor den Fenstern, das war wirklich die Hölle.

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  4. Stephie permalink
    Januar 20, 2013 10:20 pm

    Von diesem feinen Baustaub kann ich auch ein Lied singen. Ich habe die Zimmer, in den ich gewohnt habe mit Plastikplanen und alten Bettlaken zugeklebt.
    Du hast mit Beileid! Ich fand die Zeit sehr ätzend!

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  5. Januar 21, 2013 4:33 pm

    Sie haben die Absprachen mit dem Vermieter hoffentlich schriftlich festgehalten und unterschreiben lassen? Wenn nicht, sollten sie das schnell nachholen. Vermieter „vergessen“ solche Absprachen nämlich gern mal.

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    • Januar 21, 2013 6:52 pm

      Ja habe ich. Ein handschriftliches Protokoll, unterzeichnet! Bei so was verlasse ich mich nicht auf mündliche Zusagen

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  6. Januar 21, 2013 6:21 pm

    na, da wünsch ich dir starke nerven! umzug zu hause und im institut, das paßt zwar aber ist doppelt nervig. liebe grüße

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