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Kirchen, Speicher, Giebelhäuser

Dezember 30, 2012

Stralsund ist ja nun nicht sehr groß. 58 000 Einwohner. Und die Altstadt liegt auf einer Insel. Da kommt man schnell in Versuchung, alles sehen zu wollen. Ich komme da schnell in Versuchung.

Aber erst mal wollte ich ja gestern zum Hafen. Um zu gucken, wo nun eigentlich diese Schiffe nach Hiddensee ablegen. Und weil ich den Tribseer Damm schon am Freitag benutzt habe, bin ich rüber zum Küter Damm. Von da wollte ich entlang der Stadtmauer zum Hafen. Und nebenbei ein bisschen gucken. Leider haben die Stralsunder das Küter Tor gerade eingepackt. Und das Knieper, das zweite noch erhaltene Stadttor, ist zwar sicher von historischer Bedeutung, fand ich aber jetzt nicht so umwerfend. Die Stadtmauer dagegen und die Häuser dahinter, da wäre ich gern in den Höfen fremder Leute rum gekrochen. Teilweise ist die sehr gut saniert, die Stadtmauer. Die Häuser größtenteils auch. Und weil davor schön viel Platz ist, vor der Mauer, lassen die Stralsunder da an manchen Stellen Neubauten hinpflastern. Die haben eben zu viel Mauer, die Stralsunder.

Vom Hafen berichte ich später. Nur so viel: Ich habe die Anlegestelle gefunden. Dann bin ich so ein bisschen kreuz und quer durch die Stadt. Kirchen haben die ja! Und Klöster! Ich war in allen! Echt! Nur in der Jakobi nicht, weil die hatte zu. St. Nikolai am Alten Markt ist  die älteste und bunteste. Das Rathaus daneben genau so schön. Am Neuen Markt steht die Marienkirche. Die ist so hoch, dass ich mir drinnen fast den Hals verrenkt hätte. Aber zu groß sind die eh alle. Da kann man kaum ordentlich fotografieren. Jedenfalls bei dem Wetter, wie es gestern wieder war. 99% Luftfeuchtigkeit hatte der Wetterbericht voraus gesagt. 99%? Was ist das denn? Und ständig stolpert man über Giebelhäuser und Logenhäuser und Speicher. Ganz viel Backstein und ganz viel Fachwerk.

Als ich mich ermattet in einem Café niedergelassen hatte, wollte ich nach der Pause eigentlich ins Meeresmuseum. Aber weil das schon 17:00Uhr schließt, habe ich den Besuch auf später verschoben. Bin ja noch paar Tage hier.

Jedenfalls habe ich fotografiert bis der Akku glühte. Oder besser, den Geist aufgab. 440 Fotos! An einem Tag. In einer Stadt, die was um die 50000 Einwohner hat. Das hat mich erschlagen. Abends. Wie soll man denn da auswählen? Außerdem war ich erschöpft. Fußlahm. Erledigt. Heute ist mir die Auswahl zwar auch nicht einfacher gefallen, aber heute habe ich häufiger gesessen. Aber das erzähle ich Ihnen beim nächsten Mal.

Was den Samstag betrifft, genießen Sie einfach die Bilder. Und wenn Sie das eine oder andere vermissen, warten Sie auf den nächsten Blog. Heute war nämlich schöneres Wetter. Wie immer sind es natürlich viel zu viele Bilder. Hier ist es aber auch soooo schön…

Ach und ja, als ich gestern Abend in meinem kurz zuvor erstandenen Stadtführer geblättert habe, habe ich festgestellt, dass ich alles schon gesehen habe, nur in die Ossenreyerstraße 14 muss ich noch. Und das Wertheim-Haus fehlt auch noch.

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14 Kommentare leave one →
  1. Dezember 30, 2012 11:19 pm

    Du präsentierst so stimmungsvolle Fotos, da hätte der Himmel doch eine gewisse Bläue hinterlegen können.
    Ich muss immer aufpassen, dass ich meinem Wismar angesichts der Hansestadt Stralsund nicht untreu werde. In der Strasse, benannt nach der Familie Ossenrey, kann man in kürzester Zeit viel Geld ausgeben.

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    • Januar 1, 2013 6:35 pm

      Ja Wismar stand auch zur Auswahl, über den Jahreswechsel. Und das Haus in der Ossenreystraße, das ist jetzt so ein Laden.Also eigentlich drei. Da ich nicht wusste, in welchem der Lichthof ist und ob überhaupt, bin ich gar nicht erst rein gegangen

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  2. Dezember 31, 2012 3:07 am

    Manchmal, wie eben beim Lesen Deines Beitrages, erschrecke ich ein bisschen darüber, wie wenig ich eigentlich von Deutschland gesehen habe. Umso mehr freut es mich, von Dir und anderen Blogger/innen so detaillierte und persönliche Reiseberichte lesen zu können.
    Wünsche Dir und Deinen Lieben Glück, Zufriedenheit und Gesundheit im Neuen Jahr.
    Herzliche Grüsse aus Mexiko

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    • Januar 1, 2013 6:37 pm

      Ehrlich, das geht mir auch so. Ich kenne, wenn dann eh nur den Osten, noch aus meiner Kinderzeit. Habe immer gedacht, das hole ich nach, wenn ich alt genug bin, um mit Polster&Pohl, einem Reiseveranstalter für Senioren, wegzufahren. Aber es lohnt sich doch, schon etwas eher damit anzufangen

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  3. Brigitte permalink
    Dezember 31, 2012 11:03 am

    Soweit die Füsse tragen oder wie?????
    Schöne Bilder hast du da ins Netz gestellt. Ich war noch nie in Stralsund, aber jetzt habe ich Lust bekommen……
    Ich wünsch dir ein glückliches und gesundes neues Jahr 2013!!!!! Komm gut rein und auf Wiederlesen.
    Liebe Grüsse Brigitte

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  4. gemeinsamleben permalink
    Dezember 31, 2012 4:38 pm

    „Wie immer sind es natürlich viel zu viele Bilder…“
    Nein, sind es nicht 🙂 Sehr, sehr schön.

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    • Januar 1, 2013 6:40 pm

      Ja, danke. Aber Du kennst das ja mit den nicht enden wollenden Diavorträgen sicher auch noch. Das will ich hier gern vermeiden

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  5. Dezember 31, 2012 9:10 pm

    Auf nach Stralsund! 😀 Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit dort!
    Und einen guten und unbeschwerten Rutsch ins neue Jahr! 😀

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  6. Januar 3, 2013 6:15 pm

    Gibt es zu „das hätten die mal besser zusammen bauen sollen“ vielleicht eine Geschichte?

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  7. Sleeper permalink
    Januar 5, 2013 7:33 pm

    So laufe ich auch immer in den Städten herum, photographiere genau den gleichen Kram. Hinterher muss ich aber noch stundenlang vor dem Rechner sitzen, weil mir da tausend Sachen auffallen auf all den Bilder. Hier bin ich am Jürgenkloster hängengeblieben, wusste gar nicht, das das „unser“ Heiliger Georg ist, bei den Norddeutschen!

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