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Ab auf die Insel

Oktober 23, 2012

Das Netbook ist kaputt. Also das Kabel. Ganz toll. Vor 2,5h haben wir das Kleine Kind am Bahnhof in Samtenz abgeholt. Als wir zurück nach Ummanz gefahren sind, haben wir tausende Kraniche gesehen. Vom Auto aus. Natürlich keine Möglichkeit zu parken. Das ist unfair. Gestern Abend haben wir stundenlang an so einer Kranichbeobachtungsstation gewartet. Es stand etwa da, dass man sich im Haus aufhalten sollen. Hat einige Dummbatze natürlich nicht interessiert. Kraniche sind nicht gelandet. Nur über uns drüber geflogen. Wildgänse und Schwäne auch. Auf  der Rückfahrt standen dann plötzlich vier am Straßenrand. Wir gehalten und wie wild aus dem Auto raus fotografiert, so gut es eben ging. Bis ein Dummbatz hielt, mit seinem riesigen Profi-Objektiv aus dem Van sprang und die äußerst scheuen Tiere verscheuchte. Die hauen ab, wenn sie Menschen sehen. Vor Autos fürchten sie sich nicht.

Unsere Ferienwohnung liegt sehr idyllisch Richtung Rügen. Die Fahrt hierher war entspannt. Nur hinter Berlin gabs mal einen Stau, ansonsten war es fast ein bisschen leer auf der Autobahn. Die Auen in den Flusstälern von Mulde und Elbe lagen unter Bodennebel wie in Watte gehüllt. Später gings durch bunte Laubwälder. Soviel bunt macht fast ein bisschen blöd. Müde auf jeden Fall.

In Bergen beim Discounter im Neubaugebiet wussten wir, wir sind in MeckPomm. Leute in Trainingshosen mit ohne Haare. Im Stadtzentrum sieht es zum Glück besser aus. Da haben wir gestern eine der bedeutendsten Sakralbauten Norddeutschlands besucht, eine wunderschöne Kirche mit bemalten Wänden und Kreuzgewölbe. Und Kuchen backen die hier! Ich kann Ihnen sagen. In Bergen haben wir uns in einem stilvollen Café die Bäuche vollgeschlagen. Aber das ist auf Rügen.

Nach Ummanz führt eine kleine 250m lange Brücke. Als wir am Samstag ankamen, tauchte die Sonne Insel und Bodden in warmes goldenes Licht.

Sonntag war es dann leider neblig. Wir wollten die Insel zu Fuß umrunden. Aber Wanderwege gibt es hier nicht. Zwar ist die kleine Landstraße kaum befahren und es gibt auch ein Stück Dammradweg, aber das ist alles asphaltiert. Und die drei Kneipen haben alle schon zu, oder öffnen erst 18:00Uhr. Nur hier, in der Kaffeerösterei neben der Fewo kann man nachmittags köstlichen Kuchen bei wirklich gutem Kaffe genießen. Der Laden gehört übrigens unserem Vermieter. Oder seinem Bruder. Genau wir die drei geschlossenen Kneipen, der Inselshop und zwei von drei Ferienwohnungen. Also quasi die Insel. Wahrscheinlich auch halb Rügen, wie wir uns gestern und heute überzeugen konnten.

Bevor wir heute das Kleine Kind in Empfang genommen haben, waren wir auf dem Rügenmarkt in Thiessow. Den Markt kann man ruhig auslassen, aber um da hin zu kommen, mussten wir einmal quer über Rügen. Und überall gehörte irgendwas unserem Vermieter. Oder seinem Bruder. Selbst die Starndkörbe an dem Strand, an dem ich zum ersten Mal in meinem Leben ins so einem Ding saß. Einen Strandkorb, meine ich.

 

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3 Kommentare leave one →
  1. Oktober 23, 2012 10:33 pm

    Solange man sich nicht zwischen glatzköpfigen Trainingshosenträgern in den Neubaugebieten bewegen muss… der Rest sieht sehr nett aus.
    Und Strandkörbe sind super! Auch für den eigenen Garten, wenn man einen hat.

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  2. Oktober 24, 2012 10:49 pm

    Rügen ist der Kracher – geniesst es!!!

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  3. Oktober 25, 2012 1:41 pm

    Das sind zum Teil sehr träumerische, romantische Fotos, das mit den beiden fliegenden Kranichen gefällt mir am besten…
    Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit!

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