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Olympisches Piecksen

Juli 31, 2012

Wenn ich an Fechten denke, denke ich an die Musketiere. Oder Zorro. Männer mit langen Umhängen und wahlweise großen Hüten auf dem Kopf oder Masken vor der Nase wirbeln wild durch die Gegend.

Heute habe ich ausversehen Fechten gesehen. Bei Olympia. Im Fernsehen. Zwei Gestalten, die, so zeigt sich, als sie in der Pause die Masken abnehmen, tatsächlich der Gattung Mensch angehören und nicht, wie man vermuten könnte, wenn sie die Masken aufhaben, Insekten auf zwei Beinen sind, stehen sich gegenüber. An der ausgestreckten Hand ein Degen. Der sieht immerhin so aus wie der der Musketiere. Doch statt wilder Fechterei, statt einem „Kreuzen der Klingen“, richten sie das Gerät nur zitternd auf ihr Gegenüber. Schritt vor. Schritt zurück. Und dann wird gepieckst und wer getroffen hat, kriegt einen Punkt. Manchmal piecksen beide und beide bekommen einen Punkt.

Sollte dieser Sport dann fairerweise nicht auch Piecksen heißen? Ich meine ja nur, nicht das einer, also ein unwissender Zuschauer wie ich z.B.,  eine wilde Fechterei erwartet. Oder ist der Sport nur für Wissende?

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16 Kommentare leave one →
  1. Juli 31, 2012 8:10 am

    Ichfands suuuper spannend 🙂 aber ich gehör auch zu den „Wissenden“ 😉

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  2. Juli 31, 2012 8:45 am

    In lange vergangenen Zeiten, also in WGs und so, da schalteten wir bei den Sportarten, die uns überhaupt nicht interessierten, gerne den Ton ab. Stattdessen liessen wir feine Musik laufen und amüsierten uns köstlich, wie da manchmal Sport und Musik zusammenpassten… 😉

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  3. Juli 31, 2012 9:25 am

    da piksen sich Muskeltiere – die dürfen das 😉
    (Ich bin auch unwissend und hab nebenbei geplättet.)

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  4. Juli 31, 2012 10:32 am

    Gegen Zorro würden die alle sooo alt aussehen *g*
    Aber was Spannung angeht ist die rhythmische Sportgymnastik nicht zu schlagen 😀

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  5. Juli 31, 2012 11:43 am

    Da kommt mir doch ganz spontan das große Fechtduell von Robin Hood alias Errol Flynn und dem bösen Sherriff von Nottingham alias Basil Rathbone in den Sinn – DAS ist Fechten auf allerhöchstem Niveau gewesen! 😀

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  6. Juli 31, 2012 11:55 am

    Meine jüngste Tochter (auch in Leipzig wohnend) würde jetzt von „angiegeln“ sprechen. 😀

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  7. Brigitte permalink
    Juli 31, 2012 12:54 pm

    so irgendwie….zögerlich…die Annäherung der Damen, oder? Und ich dachte immer, dass der freie Arm hochgehoben wird. Ach, und überhaupt….die deutsche Fechterin hatte wohl auch ein massives Problem mit ihrer „Helmfrisur“ – Kind, geh doch mal zum Friseur!
    Neee, ist nicht meins.
    Im Gegensatz zu Zaphod stehe ich übrigens auf rythmische Sportgymnastik – diese Huppdohlen – einfach nur göttlich. Wird nur von „Curling“ im Winter getoppt.
    Und sind diese Schwimmerinnen nun gedopt oder nicht?
    Muss los, bis denne

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    • Juli 31, 2012 5:16 pm

      Welche? Die Chinesischen und Litauischen? Oder auch die Deutschen, Engländerinnen, Französinnen…

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  8. Juli 31, 2012 5:15 pm

    Ich habe die Frau, also die Deutsche, dann noch mal irgendwo in den Nachrichten gesehen, die Siegerin und Dritte auch. Alles hübsche Mädels. Die brauchen sich wirklich nicht unter einer Maske zu verstecken.
    Mein Favorit ist übrigens Synchronschwimmen! Besonders die Klammern auf der Nase!

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    • Juli 31, 2012 5:23 pm

      Hübsch sind sie und wollen es vermutlich auch bleiben. So ein Fecht-Dingens eitert bestimmt ganz schlecht raus 😉 und diese Studentenschmisse sind auch aus der Mode.

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      • Juli 31, 2012 5:26 pm

        Jaja! Deshalb blinken sie auch, wenn wer gepiekst wurde. Zur Warnung oder so. Aber dann sehen sie wir außerirdische Insekten aus. Nein, ich will mich nicht über die Helme lustig machen. Die machen absoluten Sinn.
        Aber ein bißchen mehr Action wäre schon nicht schlecht. So mit dem Degendingens rumfuchteln.

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  9. gemeinsamleben permalink
    Juli 31, 2012 11:06 pm

    „Aber ein bißchen mehr Action wäre schon nicht schlecht. So mit dem Degendingens rumfuchteln.“ Sinn me noch`beim Thema Olympia?

    Wenn, dann: Also, als ich das vorletzte mal Olympia geguckt habe, eh, boaa.., war das langweilig. Und alles in so einem tristen schwarz-weiß.

    Was so 30 Jahre ausmachen:) Die Eröffnungsfeier hat mir echt imponiert. Wahnsinn, was heute medial möglich ist. Das war das erste was ich gesehen habe. Und das zweite, ja zufällig, die Fechterinnen.

    Auch ich habe irgendwie Dartanjan dabei vermisst. Gut. Waren aber auch FechterINNEN. Doch – der letzte Stich war schon klasse. Wie sie den Degen von der Korejanerin zur Seite geschoben hat um dann ohne Doppelpunkt zu treffen – das hat mir imponiert.

    Aber, so ein wirklicher Fan werde ich nicht mehr. Muss ja auch nicht. Kommen gut ohne mich aus – gibt ja genügend. Und denen wünsche ich aufrichtig – weiterhin viel Spaß und Freude.

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  10. August 2, 2012 10:56 pm

    Ich stell mir grade vor, wie irgendwann in grauer Vorzeit die Schwerter durch solche Sportfechtklingen ersetzt wurden… wie da wohl die großen Schwertfechter reagiert haben? Als würde man… sagen wir mal… auf Tontauben nur noch mit einem Laserpointer schießen.

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