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Col de Madeleine? Den kenne ich doch

Juli 12, 2012

Das derzeitige Wetter hat nur einen Vorteil: Wenn man nach Hause kommt, kann man sich ohne schlechtes Gewissen auf die Matte hauen und die letzten 50km der gerade laufenden Etappe der Tour de France angucken.

Selbst wenn draußen die Sonne scheint. Regnet eh innerhalb der nächsten 5 Minuten wieder.

So wie gestern, gerade, als ich mich aufs Rad setzte, um Richtung Connewitz zu düsen, wo ich gedachte, mich mit Freunden bei Frau Krause auf ein gepflegtes Bier zu treffen, fing es an zu tröpfeln. Als ich den Rückzug antrat, gewitterte es gar leicht. Kaum aber saß ich zu Hause auf meiner Matte, drohten schwarzdunkle Wolken zwar noch ganz bedrohlich, entschlossen sich aber dazu, ihr Wasser zu sparen. Für später oder wo anders. Was weiß ich.

Heute habe ich mich auf diese Versteckspiel nicht eingelassen. Bin Kirschen futternd vor der Glotze sitzen geblieben. Ganz stur.

Die Radprofis, die in Frankreich, die mussten heut ein paar Berge hoch. Unter anderem über den Col de Madeleine.

Na Hoppla. Da waren wir doch schon mal. An einem 28. Juli.

Genau vor 14 Jahren. 1998.

Erinnern Sie sich? Das war die Tour, wo das ganze Festina Team schon recht zeitig aus dem Rennen genommen wurde. Wegen systematischen Dopings. Ein paar andere Mannschaften haben den kurzen Ausflug in die Schweiz genutzt, um mal lieber nicht wieder ins böse Frankreich zurück zu kommen. Und der Rest der Fahrer? Veranstaltete Sitzstreiks, dass ich an manchen Zielen dachte, mein Französisch, dass damals noch recht ordentlich war, hätte mich verlassen, weil die Fahrer seit einer Stunde 20km vorm Ziel sind.

Wir hatten uns so auf diesen Urlaub gefreut. Haben den Twingo zur fahrbaren Behausung umgebaut (an manchen Bergen war wirklich kein Platz zum Zelten) und dann fehlte Virenque, den das Große Kind doch besonders mochte. Und Ullrich hat sich von Pantani den Gesamtsieg wegnehmen lassen. Der Italiener hatte wohl den besseren Arzt. Und der Träger des Bergtrikots fehlte auf dem Weg nach Aix-les Baines plötzlich.

Wir hatten uns wohl den bescheuertsten Jahrgang ausgesucht, um zwei Wochen mit dem Tross mitzureisen.

Spaß hatten wir trotzdem. Und ganz viel von Frankreich gesehen haben wir allemal.

Ein paar Erinnerungsfotos…

Das Inchmobil am Col de Rosset

Das Inchmobil am Col de Rosset

Das Kleine Kind interessiert sich mehr so für die Werbekarawane

Das Kleine Kind interessiert sich mehr so für die Werbekarawane

Das Große Kind wartet

Das Große Kind wartet

Radfahrer haben wir natürlich auch gesehen. Zum Beispiel Rodolfo Massi, hier am Col de Madeleine. Am Ziel in Albertville wurde der Träger des Bergtrikots festgenommen.

Rodolfo Massi am Col de Madeleine


Mal sehen, was dieses Jahr noch so alles passiert…

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5 Kommentare leave one →
  1. Juli 13, 2012 12:35 am

    Zelten am Straßenrand? Das nenn ich wirklich mal Abenteuerurlaub *g*
    Mir reicht es schon, dass mich bei diesem Wetter zwei Tage Campingplatz erwarten.

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  2. bitze permalink
    Juli 13, 2012 11:53 am

    Am Strassenrand in den Alpen scheint es sich ja recht gerade zelten zu lassen. Wir kennen nur den Rand des Tourmalet (99 und 2003) und der ist ganz schön schräg 🙂
    Und morgens gucken Ziegen ins Zelt. Oder waren es Schafe?

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    • Juli 13, 2012 12:41 pm

      Nuja, wir habn da in den Bergen auch oft im Auto geschlafen, zB in Alpes d’Huez, am Col de Madeleine… Zu Dritt! Aber die Fotos durfte ich von den Kindern aus nicht zeigen.
      Aber wo es ging, haben wir natürlich das Zelt rausgepackt.

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  3. Juli 13, 2012 6:24 pm

    Finde ich super, bei solchen Urlauben sieht man wenigstens das tatsächliche Frankreich, nicht nur die Hotelanlage. Und wenn’s Wetter passt …..
    GLG

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