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Les Belles de Leipzig

Juni 2, 2012

Eher zufällig sah ich gestern Nachmittag eine Dokumentation über eine der ersten Misswahlen in der DDR. Was erst mal klingt wie weg zappen, entpuppte sich als wahres kleines Juwel.

Im Frühjahr 1989 stellten sich 20 junge Frauen der Wahl zur Miss Leipzig. Das waren ganz normale Zeitgenossinnen, die Wahl damals eh nicht mit den heutigen Casting Shows zu vergleichen. Ein Student der Grafikhochschule porträtierte die Kandidatinnen damals, indem er sie in ihrem privaten Umfeld und an ihrem  Arbeitsplatz fotografierte. Allein mit diesen Fotos schuf er ein einzigartiges zeithistorisches Dokument. Zusätzlich interviewte er die zwischen 20-und 25 jährigen Frauen mit einem Kassettenrecorder. Über ihre Träume, ihre Lebensumstände, ihr privates Glück.

18 Jahre später suchten der Fotograf und ein Filmteam die Kandidatinnen von damals erneut auf. In Deutschland, in der Schweiz und in Dubai. Wir erfahren, wie sich die Träume der inzwischen um die 40jährigen  erfüllt, ob sie überhaupt daran fest gehalten haben. Wir erfahren, wie sich ihr Leben nach der Wende verändert und gestaltet hat.

Mutter, Kind, Wohnung um 1989

Mutter, Kind, Wohnung um 1989

Ein schöner Film. Er porträtiert eine Gruppe junger Frauen, die vor 22 Jahren in Leipzig lebten, die aus dem grauen Alltag nur ein mal  ausbrechen wollten oder tatsächlich von einer Karriere träumten. Er erzählt die Geschichte dieser Frauen seit jenem später so wichtigen Jahr 1989. Und das sind so ganz unterschiedliche Entwicklungen und doch sind sie alle exemplarisch für Menschen, die noch in der DDR groß geworden sind und nach 1989 Fuß fassen mussten in einer veränderten Welt.

Alle, die den ganzen Film sehen wollen, können das morgen, am 3.6., 10:00Uhr auf ARD einsfestival  tun. Es lohnt sich!

Für alle anderen gibt es hier einen Trailer zum Film.

Und hier noch einen Link zur Homepage des Films

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3 Kommentare leave one →
  1. Gudrun permalink
    Juni 2, 2012 2:12 pm

    Danke für den Tipp. liebe Inch. Ich werde mir das auf alle Fälle ansehen, obwohl ich weiß, dass es mich wieder betroffen machen wird. Egal. Ich habe morgen Ruhetag und da kann ich mich auch mal vor den Fernseher hocken.
    Gruß von der Gudrun

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    • Juni 2, 2012 10:40 pm

      Ich glaube, Du wirst überrascht sein. Im großen und ganzen ist das ein sehr optimistischer Film. Jedenfalls wirkte er auf mich so. Aber das ist wahrscheinlich subjektiv.

      Gefällt mir

  2. Juni 2, 2012 2:25 pm

    Danke für den Hinweis.
    Ich liebe solche lebensechten Dokumentationen 🙂

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