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Bilder mit Musik

Mai 2, 2012

Das ist doch mal ein Lichtbildervortrag!

Wenn das Publikum mitsingt.

Ein Bekannter ist 2010 mit dem Motorrad nach fast bis Kamtschatka gefahren. Quer durch Russland.

Das letzte Stück musste er fliegen (wer sich mit Geografie auskennt, weiß warum).

Auf dem Rückweg hat er einen Abstecher in die Mongolei gemacht.

172 Tage war er unterwegs. Über 30000km ist er mit seiner Käthe, so heißt das Motorrad, gefahren. Hat eine Menge gesehen, viel repariert, viele nette Menschen kennengelernt und seine Kenntnisse der russischen Sprache  erheblich aufgefrischt und erweitert..

2 Stunden hat er unlängst im UT Connewitz über seine Fahrt Richtung Osten erzählt. Und natürlich Bilder gezeigt.

Heute, im 2. Teil ging es in zwei Stunden zurück über die Mongolei, durch Kasachstan, über den Altai und durch den Uran nach Jekaterinenburg und in die Ukraine. Natürlich hat er wieder viele Bilder gezeigt.

Und weil die Mongolen meinen, jeder Mensch könne singen und so auch ihre Gäste in ihren Jurten zum Singen auffordern, kam er diesem Wunsch seiner Gastgeber natürlich nach. Und weil sie, seine Gastgeber, und er, der Bekannte, sich nach einigen Wodka an den ehemaligen gemeinsamen großen Bruder erinnerten, konnten sie alsbald auch gemeinsam singen. Partisanen vom Amur zum Beispiel. Die einen, die Gastgeber, auf mongolisch, der andere, der Bekannte, auf deutsch.

Katjuscha natürlich auch.

Und genau dieses Lied ließ er heute das anwesende Auditorium im UT Connewitz singen. Natürlich nicht, bevor er an jeden, wirklich jeden, einen Wodka hatte austeilen lassen. Den Text hat er an die Leinwand geworfen. Nicht, dass die Mehrheit nach der ersten Strophe verstummt.

Ich finde, so etwas könnte Tradition bei jedem Lichtbildervortrag werden. Gern kann der Wodka gegen Whisky ausgetauscht werden. Wenn es zum Beispiel Bilder aus Schottland zu sehen gibt. Oder ein Gläschen Mendoza, wenn jemand von seinen Erfahrungen auf dem Jakobsweg berichtet.

Das lockert ungemein auf. Und schafft auch so eine gewisse Verbundenheit zum Vortragenden.

Ps.: Wer nachlesen will, es gab auch einen Blog. Irgendwo gibt es da auch  Bilder.

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12 Kommentare leave one →
  1. Mai 3, 2012 8:38 am

    „Расцветали яблони и груши …“

    Was für eine tolle Idee! (Gemeinsam singen – Lieder aus der eigenen Kindheit / Jugend – ist echt was herrliches. Und im Osten gibt es immer Lieder die alle kennen.)

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    • Mai 3, 2012 9:04 am

      Stimmt. Heute hätten junge Menschen wahrscheinlich schon Schwierigkeiten, wenn sie aus verschiedenen (deutschen) Bundesländern kämen 😀

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  2. Mai 3, 2012 9:17 am

    Ich will auch mal auf einen so interessanten und lockeren Lichtbildervortrag – meist sind die nämlich nach dem 38. Bild nur noch langweilig…

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    • Mai 3, 2012 1:56 pm

      Hehe, ich war noch nie auf einem Lichtbildervortrag, obwohl bei uns am laufenden Band welche stattfinden. Sollte sich das ändern werde ich auf jeden Fall einen Flachmann mit landestypischer Spezialität mitnehmen, damit ich es weiter schaffe als bis Bild 38 *g*

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  3. Gudrun permalink
    Mai 3, 2012 2:45 pm

    Ich habe gerade mal probiert, ob ich auch noch Lieder kenne. Eines fiel mir gleich ein: Славное море священный Байкал … Aber den Text bräuchte ich dann doch. 😀
    Wir haben hier sogar eine Dorflinde. Gesungen wird da allerdings schon lange nicht mehr. Schade.

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    • Mai 3, 2012 3:18 pm

      …und Recht gesprochen sicherlich auch nicht mehr 😉
      Im Ernst, ich habe den Kindern, als sie klein waren, gerne unter Bäumen gegen Abend Märchen erzählt. Linden haben was ganz spezielles—-

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    • Mai 3, 2012 6:31 pm

      Das nicht mehr so häufig gesungen wird, finde ich ja auch ausgesprochen Schade. Bergsteiger meiner Generation und der davor taten das ja noch gerne. Im Vorgänger habe ich sogar mal drüber geschrieben: http://inchsblog.beeplog.de/158577_508025.htm
      „Unseren“ Kindern konnten wir das schon nicht mehr so richtig weiter vermitteln (ich meine hier mit unseren mal so die Jugend ganz allgemein).
      Und ich suche ja immer noch die Kneipe in Leipzig, wo einmal in der Woche ALLE singen

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  4. Brigitte permalink
    Mai 3, 2012 5:43 pm

    Ich kann auch ganz viele Lieder….warum, dass ist ein Stück unrühmliche deutsche Vergangenheit: meine Mutter war beim BDM . Die Lieder, die sie dort gelernt hat, haben wir dann zu Hause auch gesungen. Keine Nazi-Schlachtgesänge, sondern „Wenn die bunten Fahnen wehen“ oder „Kein schöner Land“ (auch mit Linden); später kamen dann noch die Lieder der „Mundorgel“ dazu, gerne mit Gitarre am Lagerfeuer (ohne Pfadfinder!). Bis dann Lieder von Bob Dylan und Co. gesungen wurden. Und ich trällere heute noch gerne vor mich hin. „Drum singe, wem Gesang gegeben“.. Und das wurde auch der Tochter weitergegeben, die in Schweden sofort einem Chor und einer Studentenverbindung (ist in Schweden etwas ganz anderes als hier) beigetreten ist. Dort wurde auch viel gesungen ….und getrunken.
    Geschwätzige Grüsse, Brigitte

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    • Mai 3, 2012 6:12 pm

      “Wenn die bunten Fahnen wehen” oder “Kein schöner Land” haben wir auch bei den Pionieren gesungen *wunder*

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  5. Mai 3, 2012 6:25 pm

    Also, *räusper*, dass mit dem Schlafen nach dem 38. Dia kenne ich auch. Dabei habe ich schon viele erlebt. Aber nur vier öffentliche. Einmal war ich bei diesem Südtiroler, der wohl zu oft über 8000m war, dann bei ein paar Dresdnern, die zwar auch schon paar mal über 8000m waren, aber davon keine Schäden davon getragen haben und über wesentlich mehr Humor als der Südtiroler verfügen. Und dann eben bei Teil 1 und 2 der Reise nach Kamtschatka.
    Ich habe sogar selber Lichtbilder gezeigt. Über Kasachstan und Kirgisien. Öffentlich. Und soweit ich mich erinnern kann, schlief da niemand. *hüstel*
    Und dann musste ich mir natürlich schon viele private Lichtbilder anschauen. Es gibt ja durchaus Menschen, die auch so eine private Vorführung kurzweilig gestalten können. Leider ist diese Gabe nicht so vielen Menschen gegeben.

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  6. Mai 4, 2012 4:10 am

    Das die Kids heute in der Schule fast gar nicht mehr Singen, kenne ich leider auch. Wir haben da viel mehr singen muessen im Musikunterricht – zum Leidwesen der pubertierenden Jungen, die Mitten im Stimmbruch waren. Irgendwann hatte einer durchgesetzt, dass er das Lied als Gedicht aufsagen durfte.

    Meine Kids haben dann kaum noch Volkslieder in der Grundschule in D gelernt. Musik war das erste Fach, was zusammengestrichen wurde. Erstaunlicherweise ist das hier in Amerika anders. Als wir 2 Monate hier waren, gab es in der 3. Klasse ein Ethnic Heritage Festival. Jedes Kind recherchierte ueber sein Heimatland (oder das der [Gross-]Eltern) und am Ende wurden die Eltern in der Schule zu einer Vorfuehrung eingeladen. Da fuehrten die Kinder Taenze aus verschiedenen Laendern vor und sangen Volkslieder. Unter anderem „Oh wie wohl ist mir am Abend“ – dreistimmig, auf Deutsch!! Ich war so fix und fertig da u.a. auch heimwehgebeutelt, dass mir die Traenen kamen. Das haette ich so nicht erwartet. Leider hat das nicht wirklich abgefaerbt. Singen von Volksliedern ist uncool. Schade.

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Trackbacks

  1. Wo man singt – Ja, wo eigentlich noch? « Inch's Blog

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