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Ein ausgeschlagenes Angebot

April 12, 2012

Oder Sprit ist noch nicht teuer genug

Seit dem Dienstag werben die LVB mit einer Deutschlandweit einmaligen Aktion.

Bis einschließlich Freitag dürfen alle Auto- und Krad- sowie deren Mitfahrer kostenlos Straßenbahn, Bus oder S-Bahn fahren. Als gültiger Fahrausweis gelten die Fahrzeugpapiere. Je nachdem, auf wie viel Personen das entsprechende Gefährt zugelassen ist, soviel darf der Fahrzeughalter Mitfahrer in den Öffentlichen mitnehmen. Kostenlos natürlich. Die Kontrolleure sind angewiesen, in jedem Fall Kulanz walten zu lassen.

Auf 1.72€ stieg der Benzinpreis pünktlich zu Ostern. Und er sank auch nicht am Dienstag nach den Feiertagen.

Und nun? Was glauben sie? Waren die Straßen (auto)leer und die Bahnen und Busse voll?

Ich hab natürlich nicht gezählt. Aber die Bahnen sahen so leer aus, wie man in den Schulferien erwarten konnte. Und an den zu überquerenden Straßen stand ich mit meinem Fahrrad genau so lange wie vor Ostern. Obwohl ich eigentlich damit hätte rechnen dürfen, dass der Verkehr etwas geringer ist. Schon  der Ferien wegen.

Auf Busse und Bahnen scheint kein Auto- oder Kradfahrer umgestiegen zu sein. Offensichtlich sind 1.72€ zwar dazu geeignet, sich über zu hohe Preise aufzuregen, aber nicht hoch genug, dafür den Hintern mal anders als gewohnt von A nach B zu bewegen. Und reden sie mir nicht von Pendlern! Manche, das weiß ich aus erster Hand, empfinden es schon als Zumutung, 10 min zur nächsten Haltestelle laufen zu müssen. Und dann vielleicht noch umzusteigen! Auch wenn es kostenlos ist.

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6 Kommentare leave one →
  1. April 12, 2012 11:01 am

    Von der Aktion habe ich gehört. Gestern im Leipzigfernsehen sprach der Chef der LVB davon, so neue Kunden gewinnen zu wollen.
    Mich betrifft diese Aktion leider nicht, denn „ich habe gar kein Auto“. Genutzt hätte ich sie ansonsten gerne.

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  2. Brigitte permalink
    April 12, 2012 2:14 pm

    Doch, eigentlich finde ich schon, dass sich das Verhalten der Leute geändert hat. Vielleicht nicht im tagtäglichen, aber was mir besonders auffällt (jedenfalls in meinem Umfeld) ist, dass keiner mehr sonntägliche Spritztouren oder andere Vergnügungsfahrten unternimmt. Also nur noch „dienstliche“ Fahrten oder Urlaubsreisen.
    Ich hatte heute eine Mail von einer Freundin im Postfach, in der zum Boykott der beiden größten Tankstellenbetreiber aufgerufen wird, damit die Preise endlich runtergehen. Ob es das bringt????? Würden S.h.e.l.l. und t.o.t.a.l. dann wirklich ihre Preise senken? Ich bin skeptisch. Zumal man nicht vergessen darf, dass fast ein Euro dieses Benzinpreises an Vadder Staat geht.

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  3. April 12, 2012 3:38 pm

    ich hab gelesen,das angebot sei im letzten jahr gut angenommen worden. aus eigener erfahrung weiß ich, autofahrer sind bequem, und wie du schon sagst, bewegen ihren hintern nicht zur nächsten haltestelle…tankstellen zu bestreiken, hat hier etwas gebracht, ausprobieren!

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  4. April 12, 2012 6:12 pm

    Also, seinerzeit, bei dem Wirbel um die Ölplattform „Brent Spa“ hat das Bestreiken der Tankstellen des verantwortlichen Öl-Konzerns schon etwas gebracht… Ich überlege mir oft des Morgens, wenn ich gemütlich mit der Trambahn zur Arbeit fahre, wie umständlich dieser Weg dank Parkplatzmangels mit dem Auto wäre, und komme jedesmal zu der Feststellung, dass ich allein für das Suchen eines geeigneten Abstellplatzes in Nähe des „Nobelhotels“ zumeist mehr Zeit aufwenden müsste, als jetzt mit dem MVG für die gesamte Strecke…

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  5. April 12, 2012 8:10 pm

    Die leeren Busse und Bahnen, die du gesehen hast, beweisen es: die Konzerne können weiter an Spritpreisschraube drehen, ausser dem Genörgel der Benzinkäufer haben sie offensichtlich weiter nichts befürchten. Und der Staat verdient nebenbei, ohne etwas zu leisten, kräftig mit.
    Nur wer sein eigenes Verhalten ändert, verändert die Welt. Diesen schönen Satz hat mir vor vielen Jahren ein alter Mann gesagt. Ich halte mich oft daran und fahre jedesmal überraschend gut damit.

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  6. April 12, 2012 9:40 pm

    Solche Aktionen gab es hier schon öfter an autofreien Sonntagen, die ja freiwillig sind und deshalb wahrscheinlich nicht viel bringen. An solchen Tagen fährt der eine oder andere sicher schon mal mit der Bahn in die Stadt, wenns nichts kostet. Während der Woche sieht das bestimmt anders aus, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wer auf dem Arbeitsweg an seine Zigarette, seinen bequemen Sitz und das Autoradio gewöhnt ist, der steigt nicht so schnell auf volle Busse und Bahnen um.
    Wahrscheinlich wäre ich auch zu bequem, aber da meine Arbeitszeiten so weit jenseits aller Fahrpläne liegen, muss ich mir darum keine Gedanken machen.

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