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Jetzt sind meine Schuhe staubig

März 23, 2012

Ich besichtige nur ungern Baustellen. Ich hasse es geradezu, mich von Bauherren stolz durch ihr zukünftiges Heim führen zu lassen und mir vorzustellen, in der Küche zu stehen, der zukünftigen. Oder dem Schlafzimmer. Ja selbst, wenn nur der Umbau eines oder mehrere Zimmer geplant ist, oder mir groß und breit erklärt wird, wo eine Wand weg gerissen und eine Decke eingezogen wird, fällt es mir schwer, die Begeisterung zu teilen und ich gebe mir nicht mal die Mühe, mir das „Endprodukt“ vorzustellen.

„Ach, wisst Ihr“, wiegle ich dann immer ab, „ich komme, wenn’s fertig ist und schau‘s mir dann an.“

Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich helfe sehr gern mit bei solchen Um-,  Aus- oder Neubauten. Ich habe schon Lehmgruben ausgehoben, Fachwerk gefüllt, Räume entkernt, Türen geschliffen, Sockel gestrichen…

Aber ich habe wirklich kein Interesse daran, im Dreck rumstehend, den Visionen eines anderen zuzuhören oder zu folgen.

Aber manchmal muss auch ich mich dann doch mit den Vorstellungen anderer auseinandersetzen. Nämlich wenn es mich selbst betrifft.

Zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus umgebaut wird zu einem Institut. Wenn Patientenzimmer, OP’s, Ärzte-, Warte- und Schwesternzimmer einem anderen Zweck zugeführt werden. Dann bleibt mir keine Wahl: Ich muss mich in Baupläne vertiefen. Und Baustellen besichtigen. Mit einem Zollstock und vielen Fragezeichen.

Jetzt sind meine Schuhe staubig. Und mir stellt sich die Frage, ob sich jemand die Mühe gemacht hat, dem Architekten zu sagen, welchem Zweck das umgebaute Haus dienen  soll. Und zwar, bevor die Bauarbeiten begonnen wurden.

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7 Kommentare leave one →
  1. März 23, 2012 8:06 am

    Manchmal kann ich bei solchen Ausführungen ein wenig Begeisterung empfinden… Allerdings eher in der Vorher- und Nachherperspektive. Aber auf all zu lange Ausführungen über Bauvorhaben fehlt mir auch die Lust

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  2. Lottchen permalink
    März 23, 2012 9:29 am

    Gott ich hoffe du läufst da nicht mit solchen lächerlichen Pumps rum (da) und dann auch noch dreckig 🙂 Das sah ich mal bei einer Büroangestellten, die ein neues Büro im Bau besichtigte, war ein echt belustigender Anblick. Aber durch dein geschreibe hab ich zum Glück ein anderes Bild von dir 🙂

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    • März 23, 2012 10:11 am

      Nee Nee. Ich mach ja in Tieren. Sitze zwar auch viel im Büro (leider) muss aber auch immer mal schnell in die Praxis. Pumps trage ich sowieso nie und die wären bei meiner Arbeit auch, ja, lächerlich (ich bei den Schafen oder im Schweinestall in Pumps. *gicker*)

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  3. März 23, 2012 9:40 am

    Warst du vielleicht in Lindenau unterwegs?

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  4. März 23, 2012 7:46 pm

    ich hingegen liebe Baustellen
    sie sind quasi mein täglich Brot
    aber Baustellenladys mit Highheels und Pomanschette sind mir auch suspekt

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  5. März 23, 2012 11:57 pm

    Baustellen besichtigen fand ich mal voll cool. So etwa mit 6 bis 8 Jahren wenn ich mich recht erinner 😀
    Aber das war wahrscheinlich nur der Reiz des Verbotenen.*g*

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    • März 24, 2012 9:32 pm

      Also als Kind fand ich Baustellen auch super. So als Abenteuerspielplatz!
      Aber heute darf ich da ja nicht mehr spielen

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