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Vier Panzersoldaten vs. 6 Nationen

März 5, 2012

Manchmal wird einem das Leben echt schwer gemacht.

Nachdem feststand, dass das Anfang/Mitte Februar wegen Unbespielbarkeit des Rasens ausgesetzte Six- Nations- Spiel Frankreich- Irland am 4. März nachgeholt wird, hatte ich mich mit einem Irischen, in Leipzig lebenden Freund zum Gucken im Pub verabredet.

Dann lud ein in Russland lebender Freund am selben Tag zum „Vier Panzersoldaten und eín Hund“ gucken ein. Irgendwann und irgendwo hatte er eine DVD-Box der 21 Folgen umfassenden Serie bekommen und nahm dies zum Anlass, während er, der eigentlich gerade in Sotchi dafür sorgt, dass 2014 auch Straßen da sind, auf denen Sportler, Funktionäre und Zuschauer in die in Naturschutzgebiete gesprengten Sportanlagen, Stadien und Arenen kommen, zu Hause Urlaub machte, ein paar Freunde einzuladen.

Mist. Ian abzusagen, ging nicht. Die vier Panzersoldaten wollte ich trotzdem sehen. Die Serie entstand so zwischen 1966 und 1970 und wurde, ich denke mal so um 1971 im DDR-Fernsehen ausgestrahlt. Neben „Polizeihund Muchtar“,“ Sekunden entscheiden“ und „Belle und Sebastian“ war das DIE Serie meiner Kindheit. Klar, dass die, aus heutigem Blickwinkel betrachtet, nur lächerlich wirken kann. So was muss man sich mit Freunden angucken.

Blöd, wenn man noch Freunde hat, die Rugby gucken wollen und mit Janek, Grigorij, Tomasz, Gustlik, Scharik und Marussja so gar nichts anfangen können.

Doch dann hatte mein Freund Pech und das war mein Glück. Ian musste arbeiten. Also kein Rugby. Glücklicherweise fiel auch das Kabelfernsehen wieder mal partiell aus, so dass ich  zu Hause zu keiner Zeit Gefahr lief, schwach zu werden. Stattdessen zog ich mir das Gesülze Deutscher Sportreporter rein über die schönste und größte WM, Gänsehautfeeling, und überhaupt ist es nur in Deutschland so schön beim Biathlon..

Dann packte ich Wodka ein (die polnische Panzerbesatzung kämpfte schließlich in den Reihen der Roten Armee) und düste los. Leider führte mein Weg am Killiwilly vorbei und wieder mal siegte mein äußerst labiler Geist. Der führte mich direkt hinein in den Pub, wo ich die äußerst spannende 2. Halbzeit des Nachholespiels sah.

Dann aber schnell weiter. Die ersten Folgen habe ich natürlich verpasst. Aber was macht das schon. Waren wir doch früher alle Panzersoldaten und kennen die Serie genau. Hei, was ist der Krieg doch für eine spaßige Angelegenheit! Noch spaßiger wird es, wenn man zur Deutschen Synchronisation (DDR-Fernsehen) die offensichtlich in der Jetztzeit entstandene um politische Korrektheit bemühte Deutsche Untertitelung dazu laufen lässt. Ich gebe zu, vor Lachen manchmal den Faden verloren zu haben. Macht ja aber nichts (siehe Anfang des Absatzes).

Bis zum Einmarsch unserer vier Helden nach Berlin haben wir’s gestern nicht mehr geschafft. Fortsetzung folgt, wenn der Kumpel, der sich heute wieder auf den Weg zurück nach Russland macht, mal wieder auf Heimaturlaub unter uns weilt. Dann hoffentlich an einem Tag, an dem es sonst nichts weiter zu tun gibt.

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7 Kommentare leave one →
  1. März 5, 2012 8:47 am

    alte Serien? aus lange vergangenen Zeiten? Ja, bitte: ich habe mir gerade die 26 Folgen von Kara ben Nemsi Effendi reingezogen, produziert vom ZDF in den Jahren 1972-74.

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    • März 5, 2012 10:06 pm

      Siehste, mit dem Namen hätte ich vor ein paar Jahren nix anfangen können. Jetzt vermute ich mal, ohne zu guggeln, dass es sich um eine Karl-May-Figur handelt? Dabei war ich in den 70ern in Radebeul im Karl-May-Museum, das damals allerdings noch Indianermuseum hieß. Und ich würde jetzt nicht drauf schwören wollen, ob dort überhaupt mit irgendeiner Silbe KM erwähnt wurde, obwohl da ein Bärentöter ausgestellt war, daran erinnere ich mich genau

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  2. März 5, 2012 2:07 pm

    Meine Eltern stammen aus Polen. Ich habe die Serie nie gesehen, kenne sie nur aus Erzählungen und kurzen Filmausschnitten. Und die Titelmusik natürlich.
    Heute schwankt meine Familie zwischen sentimentalen Kindheitserinnerungen und Abneigung gegenüber der Propaganda, die in der Serie benutzt wird.

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    • März 5, 2012 10:08 pm

      Ja, Propaganda gehörte dazu. Aber darüber kann man heute doch lachen. Wir jedenfalls. Denn die wahlweise doofen oder bösen Deutschen, die da zu Dutzenden mit einem Schuss zur Strecke gebracht wurden, waren, wie ein Freund gestern richtig bemerkte, unsere Opas 😀

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  3. März 6, 2012 7:30 am

    @Herr Ärmel
    Mit so ’nem Wissen hätte ich doch beim Einbürgerungstest sicher Chancen zu bestehen, oder 😉 ?

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