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Begegnung der vierten Art

Februar 29, 2012

Eigentlich habe ich das ja schon immer geahnt.

Irgendwie.

Als ich jung war, also so im älteren Teeniealter bis Anfang 20, beschwerten sich häufig Freunde bei mir, weil ich achtlos an ihnen vorbei gegangen wäre und selbst auf ihren Gruß, ihr Rufen oder sonstige Form der Sich-Bemerkbar-Machung reagiert hätte wie auf Fremde.

Natürlich widersprach ich jedesmal vehement. Und manchmal, wenn sich der Hergang rekonstruieren ließ, stellte ich fest, dass ich am Dienstag Nachmittag gar nicht da und da gewesen sein und mich merkwürdig verhalten haben kann, weil ich am Dienstag Nachmittag dort und dort war.

Und dann stand sie mir gegenüber! In der Straßenbahn. Am anderen Ende des Wagenzugs. Sie sah nicht nur aus wie ich, sie trug auch die Haare wie ich und kleidete sich auf dieselbe betont lässige Art. Ein merkwürdiges Gefühl. Realen Zwillingen mag das ja vertraut sein. Für mich war es ein merkwürdiges Gefühl. Drei oder vier Haltestellen starrten wir uns wortlos an. Dann stieg sie aus. Und ich verspürte so eine Art Erleichterung. Nicht Neugierde hatte die Doppelgängerin in mir geweckt, sondern eine Art – Beklemmung.

Wir haben uns nie wieder gesehen. Und seltsamerweise hörten kurze Zeit später auch die Begegnungen meiner Freunde und Bekannten mit ihr auf.

Heute weiß ich: Das war nicht mein Zwilling!

Vielmehr gab es irgendwo einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum.

Jawohl!!!

Und ich stand kurz in einer Parallelwelt. Oder sie, die ich dann doch lieber es, wie Wesen, nennen würde, verirrte sich kurz ín meine Welt. Wie auch immer. Das war kein Zwilling. Das war eine Begegnung der vierten Art.

Und das Wesen ist immer noch da.

Sinnsucht liefert den Beweis dafür!

Sehen Sie selbst:

Und wie geht es Ihnen so heute morgen??

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7 Kommentare leave one →
  1. Februar 29, 2012 10:06 am

    Den Effekt bei WP erlebe ich auch täglich, immer wieder … Verdächtig.

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  2. Februar 29, 2012 11:29 am

    Ha! Das kenn ich. Also nicht das mit dem Zwilling, obwohl ja angeblich jeder Mensch einen hat auf dieser Welt, aber das mit den beschwerenden Freunden. Bei mir liegt es aber eindeutig an meiner häufigen geistigen Abwesenheit, dass ich Leute nicht bemerke. So ein Zwilling wäre mal eine gute Ausrede 🙂

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  3. Februar 29, 2012 11:48 am

    Jaja, die Parallelwelten. 😀
    Den Raum wollte ich krümmen, Zeitreisen machen. Wenn ich mir selber meinen alten Rechner in die Vergangenheit schicke, wäre ich immer gut ausgestattet. Und wenn … Oh, nee, ich höre lieber auf.

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  4. Februar 29, 2012 1:45 pm

    That, liebe Inch, die Chance ist jetzt vertan. So ein Doppelgänger kann nämlich u. U. ganz praktisch sein. Jeder hat doch so Pflichttermine, wo er am liebsten einen Zwilling hinschicken würde.

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  5. Februar 29, 2012 4:06 pm

    Parallelwelten + Doppelgänger!?
    Faszinierend!

    Aber woher weißt Du, liebe Inch, daß Du du bist, und nicht Es Dein Du ist? Und bist Du’s überhaupt? Oder bist Du es? Oder bist Du gar Es? Oder seid Ihr beide nicht?…

    Ist nicht schon eine Welt verwirrend genug? Zumindest wünsche ich Dir/Euch und freilich auch uns noch gaaanz viele so anregende Beiträge 😛

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    • Februar 29, 2012 8:02 pm

      Jetzt wo Du fragst… bin ich nicht mal mehr sicher, ob ich im richtigen Universum bin. Vielleicht bin ich ja in einer parallelen Welt. Hm… Fakt ist, wir sind beide hier. Oder da. Und eine Welt muss ohne mich auskommen. Oder ES.
      Der Gedanke, dass wir beide nicht sind, der missfällt mir. Denn das würde ja bedeuten, wir wären unsere Doppelgängerin. Das würde ja bedeuten, wir nehmen die von briefeausprovidence beschriebenen unangenehmen Pflichttermine war. Und Inch und Es machen sich ein schickes sorgenfreies Leben. Womöglich im Paralleluniversum??? Rennen dort grußlos an den Freunden vorbei und schieben alles auf mich und Es, die doch hier sind…

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  6. Februar 29, 2012 10:13 pm

    Genau das ist mir vor gut einem Jahr auch passiert! In einem Bus! Da saß eine Frau, die hätte mein Zwilling sein können – die Augen, das Haar, die Züge, alles an ihr war mir so was von ähnlich – ich konnte sie nur völlig fassungslos anstarren. Und bevor ich mir noch ein Herz fassen konnte, sie anzusprechen, ist sie dann ausgestiegen, und ich habe sie nie wieder gesehen – bis jetzt…

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