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Die Nachfrage bestimmt das Angebot

Februar 25, 2012

Das ein gut beworbenes Angebot auch eine Nachfrage erzeugen kann, bewiesen Halloween und Valentinstag zur Genüge.

Ein paar Nummern kleiner ist es aber immer noch so, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt.

Zum Beispiel Rugby.

Das guckt man in Leipzig im Rugbyentwicklungsland Sachsen seit Jahren im KiliiWilli. Zur WM im letzten Herbst aber stieg die Nachfrage derart an, dass sich noch ein paar Kneipen und Pubs mehr  fanden, die, im Zweifelsfall auch morgens 6:00 Uhr, ihre Türen öffneten und gut gefüllt in den Tag starteten.

Seit Februar nun läuft das Six Nations Turnier, und obwohl die Sendezeiten, weil in Europa stattfindend, moderater sind, ist, neben dem KilliWilli nur das Stoned übrig geblieben, in dem man Rugby gucken kann.

Da saßen wir vor knapp 2 Wochen zu dritt.

Und heute sagte der Wirt eine Stunde vor Spielbeginn wegen zu geringer Nachfrage via Facebook ab.

Also auf ins KilliWilli. Dort hängen zwei Bildschirme. Auf dem einen läuft Fußball, auf dem anderen Rugby. Ein Kompromiss, der mir noch nie besonders viel Vergnügen bereitet hat. Zumal heute alles lieber zugeschaut hat, wie sich die Italiener in Irland schlagen. Nicht besonders gut. Zwar belächelt vor allem die englischsprachige Gemeinde die Jungs aus Südeuropa nicht mehr, wie es vor 5 Jahren noch der Fall war, als Underdogs, aber sie scheinen nur eine erste starke Halbzeit zu haben.  Für eine zweite fehlt den Azzurri offensichtlich die Kraft. Vor allem heute wurde das mehr als deutlich, wo sie von den Iren am Ende förmlich überrannt wurden. Trotzdem ist ihre Entwicklung, die sie in den letzten Jahren genommen haben, ein Beispiel dafür, wie sich, lässt man ein Team nur beständig auf hohem Standard mitspielen, Qualität steigern lässt.

Gleich spielt England gegen Wales. Im KilliWilli wird’s jetzt richtig voll. Auch das Stoned öffnet jetzt. Ich aber schau mir das Spiel zu Hause an.

Weil ich danach noch ganz wo anders hin muss. Zu zwei Silberhochzeiten!

Aber die werden so gelassen gefeiert wie vor 25 Jahren geheiratet wurde, als die Paare mit der Straßenbahn zum Standesamt fuhren, unterschrieben, und sich danach wieder dem Alltag widmeten.

Eine vor einer Woche versandte lapidare Email lud zum Umtrunk in die Stammkneipe ein. Schön, wenn Leute so ein Ereignis feiern können, ohne sich Druck von gesellschaftlichen Konventionen machen zu lassen. Da muss ich als Gast mir auch keine sonderlichen Gedanken ums Outfit machen. Oder um ein Geschenk. Obwohl, ein bisschen komisch ist mir schon, da ohne ein Mitbringsel aufzuschlagen. Hoffentlich bin ich nicht die einzige, die sich an diesen Wunsch der Jubilare hält. Dann wäre es mir nämlich ein bisschen peinlich.

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2 Kommentare leave one →
  1. Februar 26, 2012 2:16 pm

    Ach ja, mal wieder ein irisches Bier trinken! Irgendwann werde ich das mal wieder tun.
    Leicht haben es die Gastronomen in Leipzig und Umgebung wahrscheinlich alle nicht. Man muss sich schon etwas einfallen lassen, um die Gäste herzulocken und zu unterhalten. Das Geld sitzt nicht mehr so locker.
    Die Art Silberhochzeit zu feiern, finde ich klasse. Das steht zwar bei mir nicht an, aber vielleicht lade ich ehemalige Lieblingskollegen ins Kaffeehaus in der Diskaustraße ein, in den ehemaligen Hörsaal V der Pädagogischen Hochschule. 😀

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    • Februar 26, 2012 2:19 pm

      Wir haben gestern überlegt, dass man ruhig auch mal die feiern könnte, die es geschafft haben, 25 Jahre nicht verheiratet zu sein 😀

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