Skip to content

Erkenntnisse einer (Paris)Reise

Februar 7, 2012
  • 1 Stunde Metro fahren in Paris ist billiger als 1 Stunde Straßenbahn fahren in Leipzig
  • Der in Paris lebende Franzose spricht gut und gern Englisch
  • Es gibt sehr viele Asiatische Touristen in Paris
  • Hostels mit Free W-Lan sind toll. Stehen dann aber noch 6 Computer zur freien Verfügung da, ist das zwar praktisch, stört aber die am Hostel so geschätzte Möglichkeit der Interaktion. Statt sich mit den anderen Gästen zu unterhalten, hockt, wer keinen eigenen Laptop mit hat, vor diesem PC; oder wartet darauf, dass endlich einer frei wird. Da hilft nur der Gang vor die Tür. Raucher unterhalten sich!
  • Französische Tastaturen sind recht eigenwillig
  • Unterschied zu den Briten bei Schneefall? Während aus gegebenem Anlass vor 3 Jahren weinende Frauen verzweifelt ob der Wetterunbilden  ihre Babies in Britische Fernsehkameras hielten, auf das ihr Unglück im ganzen Lande zu sehen sei, schieben Südfranzosen vor laufenden Kameras Autos beiseite, auf das die Straße frei sei. Stellt sich die Frage, ob das an der Mentalität der Kameraleute liegt und deren daraus resultierender Auswahl der im nationalen Fernsehen gezeigten Bilder  oder doch eher an der Mentalität der Menschen selbst.
  • Internationalen Rugby in Frankreich gucken fehlt das gewisse Etwas
  • In Montmartre gibt es viele Treppen 
  • Wer mit der Deutschen Bahn reist, sollte lieber etwas mehr Verpflegung einpacken.  Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit verlieren sich genau bei Grenzübertritt.
  • Paris entdeckt man nicht in vier Tagen
  • Pariser Friedhöfe sind ein unübersichtliches Wirrwarr an Steinen.
  • Die Franzosen sind sehr stolz auf ihre Hauptstadt, was man daran sieht, dass sie sie gut bewachen 
  • Maler arbeiten auch bei Minusgraden
  • Die Patisserien sind unschlagbar! Allein die Auslage, die Vielfalt der Kuchen und Torten zu betrachten, ist ein Genuss. Und die Art der Verpackung ist eine Kunstform!
  • Sogar am Bäckereistand auf dem Bahnhof wird diese Art der kultivierten Verpackung gepflegt 
  • Wer Käse im Gepäck nach Hause transportiert, sollt den Rucksack nie, NIE, während der Bahnfahrt öffnen.
  • Ach und übrigens: Ich habe mein Französisch wieder gefunden. Nicht alles. Aber genug, dass  mir der Garçon eine Französische Speisekarte vor die Nase legte, was fast dazu geführt hätte, dass ich Fischsuppe als Vorspeise gewählt hätte!!!! Zum Glück und rechtzeitig haben wir beide unseren Irrtum bemerkt
Advertisements
14 Kommentare leave one →
  1. Stephie permalink
    Februar 7, 2012 9:20 pm

    Sehr schöne Zusammenfassung. Ich war schon lange nicht mehr in Paris.
    Mit einem Pariser Friedhof verbinde ich aber ein sehr merkwürdiges Erlebnis. Ich war 1998 in Paris und wir sollten ein Referat für die Schule schreiben u.a.auch über den Friedhof Montparnasse (da sie u.a. die Gräber von Sartre und de Beauvoir). Die ganze Woche über hatte es in Paris Demos gegeben. Schüler demonstrierten für mehr Unterricht und Bildung. Wie Frankreich üblich artet das gerne in einen Generalstreik aus, denn Franzosen streiken sehr gerne. Es war Freitag und damit der letzte Tag in der Woche für die Demos. Die Zeitungen hatten vorher schon angemerkt, dass es nun sicher nicht mehr ruhig bleiben würde, sondern es auch zu Ausschreitungen kommen könnte.
    Während wir (4 Schülerinnen aus Deutschland) auf dem Friedhof Kunstwerke betrachteten, wurde der Friedhof von den Wärtern geräumt, weil die Demo sich näherte. Die hatten halt Angst um die Ruhe und die Ordnung. Die wollte auch partout nicht glauben, dass wir keine demonstrierenden Schüler waren sondern Ausländer. Wir mussten raus. Die Türen wurden geschlossen und wir sind dann erst einmal gelaufen, schnell in die Jugendherberge, um der Schülerdemo zu entkommen. Wie wir später erfahren haben, hatte es eine Kreuzung vor dem Friedhof Ausschreitungen und brennende Reifen gegeben und deshalb war die Stimmung so aufgeheizt. Davon haben wir in unserem Referat aber nichts geschrieben 🙂

    Gefällt mir

    • Februar 8, 2012 7:39 am

      😀 😀 Klingt, als hättest Du eine spannende Klassenfahrt gehabt 😀 So was passiert aber auch immer Dir, oder? 😉

      Gefällt mir

    • Februar 10, 2012 7:02 am

      Sartre und Simone hab ich da nicht gefunden, wohl aber Gainsbourg. Und ein paar ziemlich herzzerreißende Grabplastiken.

      Demonstration heißt in Frankreich seit Jahren leider immer auch brennende Autos.

      Gefällt mir

  2. Februar 7, 2012 11:39 pm

    Die Patisserien hab ich letztes mal völlig ignoriert, wir hatten nur zwei volle Tage um die Stadt zu entdecken, da muss man Prioritäten setzen. Dafür eine Nacht mit Blick über die Seine auf den Eiffelturm und eine direkt neben Notre Dame. Wohnmobile sind unglaublich praktisch.
    Dein Bericht hat mich veranlasst mal nach den Preisen für eine ganze Woche in Paris zu gucken. Billiger als die Nordseeinseln, ist auf jeden Fall eine Überlegung wert. Aber da war ja auch noch Heidelberg wo ich unbedingt hin muss. Und Tallinn und Riga und…

    Gefällt mir

    • Februar 8, 2012 7:37 am

      Nun, wenn Du nach Tallin und Riga willst, werfe ich mal noch Vilnius in den Raum. Die Litauische Hauptstadt hat mir auf jeden Falle besser gefallen als Riga. 😉
      Und Patisserien übersehen? Ich könnte ja den Eiffelturm übersehen, aber niemals eine Konditorei in Frankreich!!!

      Gefällt mir

  3. Brigitte permalink
    Februar 8, 2012 1:55 pm

    Fischsuppe als Vorspeise – wo ist das Problem???? Mit Croutons, geriebenem Käse und Rouille, lecker-lecker.
    Das die Franzosen schon immer eine sehr entspannte Beziehung zum Streik haben, hat uns bei unseren diversen Frankreichreisen immer sehr beeindruckt. Hier in der BRD sind sofort alle schreckensbleich und der Untergang des Abendlandes / der deutschen Wirtschaft MIT allen Arbeitsplätzen steht unmittelbar bevor. In Frankreich bleibt es bei „ils sont en greve“, Schulterzucken und fertisch ist. Und ich denke, genauso ist es mit dem Schneefall auch. Was aber bei uns UNBEDINGT an dieser völlig nervigen Berichterstattung in Radio und Fernsehen liegt. Ab 3 cm sofort abendliche Sondersendung im TV und schon tagsüber im Radio Interviews mit „Betroffenen“ (Passanten, Räumdiensten usw).
    Gut dann mach ich ’s jetzt auch fertig: wir sagen nie der Osten, aber ehrlich auch nicht die DDR, sondern einfach „die Ehemalige“; stammt von einer Freundin, die in der Nähe der Grenze aufwuchs.
    So und jetzt mach ich Schluss. Wichtiger Termin zur Steuererklärung mit der Schwiegermutter. Davon war damals auf dem Standesamt NICHT die Rede…..definitiv nicht.

    Gefällt mir

    • Februar 8, 2012 7:19 pm

      Das Problem der Fischsuppe? Die hätte nicht zum Hauptgericht gepasst.
      Die entspannte Einstellung der Franzosen zum Streik habe ich auch schon kennen gelernt. Als wir das erste Mal, 1992, mit dem Auto nach Südfrankreich sind, haben die alle Autobahnen bestreikt, also blockiert. So hieß es jedenfalls an der Grenze. Sie haben dann aber auch alle Fernverkehrsstraßen blockiert. Und kleine Nebenstraßen! Dadurch kamen wir in Orte, an denen wir sonst einfach vorbei gefahren wären. Zum Glück hatten wir auch nirgends eine Unterkunft gebucht und somit Zeit 😀

      Gefällt mir

      • Brigitte permalink
        Februar 9, 2012 12:39 pm

        Da hätten wir uns treffen können, da waren wir südlich von Bordeaux am Atlantik und in den kleinsten Dörfern sah man plötzlich riesig Sattelzüge. Die Tankstellen wurden umgerüstet auf größere Zapfpistolen…war schon interessant; auf einer Brücke über die A10 (Paris- Spanien) haben wir extra angehalten und ein Foto gemacht: leerer ging nicht.
        Oh ich könnt grad losfahren…..leider erst im April! Der jährliche Nordseeurlaub .

        Gefällt mir

    • Februar 8, 2012 7:20 pm

      Oh ja, und viel Spaß mit der Steuererklärung 😀

      Gefällt mir

  4. Februar 10, 2012 7:07 am

    Französische Tastaturen sind SO merkwürdig, daß ich keine benutze. Lieber mit ALT herummachen für ë und ç.

    Das oberste Bild zeit m.E. die Treppe, an deren unterem Ende links (beim Herunterkommen) das Büro von Nestor Burma ist, und ganz um die Ecke auch die Schule aus dem Film LOL. Ist der schon in Deutschland angekommen?

    Gefällt mir

    • Februar 10, 2012 7:20 am

      LOL? Nee. Das oberste Bild ist vom Place Calaunqueur oder so ähnlich und die Treppe führt runter zur Rue Lamarck. Eine Schule habe ich da nicht gehen, bin aber meistens auch rechts rum. Und auf Büros, wenn sie nicht ein großes Schaufenster haben, habe ich nicht geachtet. Kleine Täfelchen für Rechtsanwälte und Arztpraxen usw waren da ja zu Hauf

      Gefällt mir

      • Februar 10, 2012 7:48 am

        „Nestor Burma“ ist eine recht populäre Fernsehserie der späten 90er, Nestor ist ein heruntergekommener Detektiv, der im 504-Cabrio durch die Gegend fährt und sein Büro eben in einem der Häuser hat, wie ich schrieb. Allerdings dürfte da keine Tafel an der Hauswand hängen. 😉 Die Originalfigur in den Büchern lebt übrigens in den 40ern im unbesetzten Teil Frankreichs.

        LOL, mit Sophie Marceau als leicht überforderter Teenagermutter, ist hier schon auf DVD erhältlich. Wahrscheinlich gibts da „in echt“ keine Schule, aber an dem Treppenabsatz spielen einige Szenen des Films.

        Gefällt mir

  5. Februar 10, 2012 2:43 pm

    Ach Filme *vordenkopfschlag* Und ich dachte schon, ich sei völlig blind durchs Viertel gerannt, dass ich sogar eine Schule übersehen habe und mich die letzten Stunden krampfhaft versucht an Haufen bildende Schulkinder zu erinnern!
    Jetzt weiß ich auch, woher mir der Name Nestor Burma bekannt vorkam. Gibt es da auch Bücher? Denn die Filme habe ich, trotz der Französischen Sender, die ich empfange, mit Sicherheit noch nie gesehen.

    Gefällt mir

Meinungen?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: