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Inch’s Station

Januar 22, 2012

Endlich ist es soweit.

TeilAuto hat direkt vor meiner Haustür eine Station eingerichtet. Ich fühle mich, als hätte mir jemand ein Auto geschenkt. Dabei waren wir hier von jeher gut aufgestellt.

2003 bin ich der Gesellschaft beigetreten. Nachdem ich bei der Sachsentour unseren Twingo zerschrotet hatte, und das 2 Wochen vorm Jahresurlaub. Nur für die Ferien, danach wollte ich mich um ein neues eigenes Fahrzeug kümmern.

Aber, ich wohne im Stadtzentrum. Auf Arbeit fahre ich mit dem Fahrrad. Das Auto brauchte ich nur zum Einkaufen, für die Wochenenden und die Urlaube. Manchmal hatte der Twingo namens Theo solange unbenutzt rumgestanden, dass er an den Außenspiegeln Spinnweben angesetzt hatte. Ehrlich! Also dachte ich, nun kommt der Winter, probier ich mal, wie ich so ohne zurecht komme.

Die Carsharing Gesellschaft wurde nach der Wende von zwei Familien in Halle gegründet, die sich aus Kostengründen ein Auto teilten. Als ich vor reichlich 8 Jahren dazu kam, war TeilAuto längst Marktführer in Halle und Leipzig.

Zum ersten Mal vom Carsharing hatte mir eine Freund aus Berlin-Kreuzberg erzählt, der es satt hatte, ständig nach einem Parkplatz zu suchen und dem der Privat-PKW zwei mal, als er am Straßenrand geparkt stand, kaputt gefahren wurde. Ein Schicksal, dass er übrigens mit unserem Twingo teilte.

Wir überstanden den Winter, ohne etwas zu vermissen. Also beschloss ich, auch die warme Jahreszeit zu testen.

Ich hatte mir ausgerechnet, dass mich ein Neuwagen inkl. Versicherungen, Durchsichten und Teilkasko für 10 Jahre 150€ monatlich kosten würde. Und für diese 150€ stünde das Auto grad mal vor der Tür! Wenn ich also monatlich unter diesem Betrag bleiben würde, würde ich sparen. Und zwar nicht nur Geld, sondern auch den ganzen Ärger mit den Reparaturen, Durchsichten, Versicherungen usw.

Wir überstanden Frühjahr, Sommer und Herbst ohne etwas zu vermissen. Danach stellte sich die Frage nach einem eigenen PKW für mich nie mehr.

Anfangs war unser „Hauptstation“ am Volkshaus in der Karli. Dahin sind es zu Fuß immerhin 10 min. Doch mit den Jahren wurden immer mehr Stationen eingerichtet. Zuletzt hatten wir vier, in einem Umkreis von 2 min Fußmarsch. Das war schon mehr als komfortabel.

Aber nun: VOR.DER.HAUSTÜR!

Ich fühle mich belohnt.

Danke, liebe TeilAuto Gesellschaft!

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9 Kommentare leave one →
  1. Brigitte permalink
    Januar 22, 2012 1:38 pm

    Nee, das ist echt supergut, dieses Auto teilen. Im Moment brauche ich aber noch ein Auto für die Fahrten zu und das Einkaufen für meine Schwiegermutter. Die wohnt nämlich am anderen Ende der Stadt und kann nicht mehr selber einkaufen. Sollte das irgendwann mal wegfallen, würde ich auch umsteigen, allerdings auf Fahrrad und Bus. Die Haltestelle ist von hier 5 Minuten entfernt und der Bus fährt alle 15 Minuten. Ich glaube, der einzige Luxus, den ich mir dann erlauben würde, ist der, etwas später mit der Arbeit anzufangen, damit ich nicht mit dem übervollen Schülerbus fahren müsste. Das ist Horror pur am frühen Morgen! Mit dem Fahrrad möchte ich nur im Hellen fahren, da ich über eine vierspurige Strasse ohne Fahrradweg fahren muss, da hab ich im Dunklen Schiss, übersehen zu werden.
    Schönen Sonntag, ich hoffe, der Regen hört bald auf und wir können mal an die frische Luft.

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  2. Januar 22, 2012 3:08 pm

    Wenn da gegenüber auch immer ein Fahrzeug steht, wenn man mal spontan eins braucht, dann ist das ne feine Sache. Eine Kölner Freundin macht das jetzt auch schon seit einem Jahr und ist sehr zufrieden, aber die wohnt auch innerstädtisch. Für mich ist das leider keine Option, ich brauche die Kiste täglich.

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  3. Januar 22, 2012 5:40 pm

    Das kannte ich noch nicht! Ist aber wirklich eine fantastische Idee und ich wünschte, so etwas gäbe es hier auch, denn dann würde sich evtl. die Fahrtzeit durch die engen dauernd verstopften Strassen der Altstadt drastisch reduzieren und die Chance auf einen Parkplatz wäre enorm!
    Klasse, das!

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  4. Januar 22, 2012 7:33 pm

    Ich bin auch grad ohne eigenes Auto unterwegs, weil meins beschlossen hat, sich eine Auszeit zu nehmen (sehr spontan, nachts um elf 😦 ) .
    Und wenn ich ehrlich sein soll: Es geht durchaus auch mal ohne. Eines Tages werde ich Mobility-Mitlied! (So heisst das bei uns…)

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  5. Stephie permalink
    Januar 22, 2012 9:37 pm

    Dann hoffe ich mal, dass Du nun nicht häufiger ein Auto nimmst, nur weil es direkt vor der Tür steht … 🙂

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  6. Januar 23, 2012 7:23 am

    Also…
    Bis jetzt hatte ich nie Probleme, spontan ein Auto zu kriegen. Manchmal war es nicht an meiner Wunschstation, dann musste ich in die andere Richtung. Wie gesagt, excl. der neuen hatte ich vier Stationen im Umkreis von 2 min Fußweg, dazu noch mal soviel innerhalb 10 min. Nur wenn man ein spezielles Auto wünscht, ist es vielleicht ratsam, zu planen. Aber spezielle Autos braucht man ja selten spontan. Oder wenn man in der Ferienzeit ein Auto länger braucht, dann kanns schon mal sein, man muss ein paar Straßen weiter laufen. Bis jetzt hatte ich nie das Problem, kein Fahrzeug in der gewünschten Klasse zur gewünschten Zeit zu haben. Und das, obwohl ich mit dem Asthmakind manchmal sehr spontan ins Krankenhaus musste.
    Vor der Tür steht jetzt ein Kleinwagen, das reicht für normale Erledigungen und Fernfahrten. Die nächsten Transporter stehen 5min entfernt.
    Ich wohne natürlich auch sehr günstig, in Leipzig-Wahren mags da anders aussehen. Ich denke auch, teilAuto errichtet dort und dann Stationen, wenn ein bestimmter Bedarf vorhanden ist.
    Der einzige Nachteil ist, wenn ich manchmal zu Freunden aufs Land fahre, nur für einen Abend, dann weiß ich vorher nie genau, wann ich zurück bin und plane deshalb immer sehr großzügig. Früher habe ich das Auto dann immer bis zum nächsten Morgen behalten, weil man da nachts keinen Zeitpreis gezahlt hat. Aber das ist seit ein paar Jahren nicht mehr so.
    Und am Samstag ist es mir passiert, dass ich zu kurz geplant hatte und eine an eine Veranstaltung angeschlossene Party, von der ich im Vorgeld nichts wusste, zeitiger verlassen musste. Aber das war eh blöd gelaufen, dass ich da mit dem Auto war.
    Und, ich werde beobachten, ob ich jetzt öfters fahre. Ich glaube es nicht, aber ich behalte es im Auge

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  7. Anja permalink
    Januar 24, 2012 3:42 am

    Ganz ohne Auto auskommen – mir wuerde schon reichen, wenn wir nur eins braeuchten *seufz*. Seit dem wir in DEM Autoland schlechthin leben, waechst mein Hintern praktisch schon fast am Sitz fest… Es gibt Tage – so wie heute -, da verbringe ich fast 3 Stunden im Auto. Das war fuer mich in Deutschland eine Fernreise… Das Einzige, was mich dabei troestet, ist, dass hier wesentlich ruecksichtsvoller und entspannter gefahren wird. Kein Draengeln, kein Schneiden. Man faehrt lieber ein paar Meilen unter der erlaubten Hoechstgeschwindigkeit als drueber. Das bringt mich allerdings auch wieder regelmaessig zur Weissglut, da ich es eigentlich immer eilig habe. Beschleunigungsspuren sind reichlich vorhanden, allerdings die richtige Nutzung nicht jedem bekannt. Und so weiter. Ja doch, ich bin ein wenig neidisch 😉

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    • Januar 24, 2012 7:31 am

      Oh, Du hast mein tiefstes Mitgefühl. Und ich stell mir das ganz schrecklich vor. Jack, der Freund aus Texas, sagt, da gibt es gar keine Fahrradwege und wer Fahrrad fährt,also so um von a nach b zu kommen, gilt als mindestens grün und daher etwas suspekt. In Texas jedenfalls. Obwohl natürlich dort alle stolz auf Läänz sind und Rennradfahren natürlich nicht als supekt und grün angesehen wird, solange man das Rennrad nicht benutzt, um einfach von a nach b zu kommen

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      • Anja permalink
        Januar 24, 2012 12:59 pm

        Doch hier an der Ostkueste gibt es sie mittlerweile sogar. Letztes Jahr wurden in Princeton auf den Hauptverkehrsstrassen zusaetzlich Fahrradzeichen aufgesprueht und ueberall stehen Schilder mit „Share the road“. Meinem Gefuehl nach werden es auch immer mehr Radfahrer von Jahr zu Jahr. In Princeton selber ist es schon moeglich. Da sieht man sogar Menschen, die zu Fuss gehen 😉 Aber fuer uns ist es zum Einkaufen definitiv zu weit und wir wohnen auch ausserhalb. Auch das Mama-Taxi kann es leider nicht ersetzen, dazu ist es mir dann doch zu gefaehrlich und Kinder alleine auf der Strasse? Da sei die Polizei vor! Ausserdem wird es im Sommer mit 40 Grad im Schatten und hoher Luftfeuchtigkeit leicht ungemuetlich fuer sowas. Feizeitmaessig ist es aber absolut der Boom-Sport.

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