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Das wars

Januar 15, 2012

Kaum angekommen in Nove Mesto, heißt es schon wieder Abschied nehmen. Ich habe gepackt und bin bereit, morgen nach Hause zu fahren.

Der letzte Tag beim Weltcup brachte uns nicht den erhofften Sonnenschein, obwohl es heute morgen mal ganz kurz danach aussah. Stattdessen wieder Schnee satt. Nicht so schlimm wie vorgestern, aber reichlich.

Und weil es heute zwei Rennen gab, nämlich die Verfolger, war der Tag ganz schön aufregend, hektisch und anstrengend. Zudem waren heute 18000Menschen im Biathlonstadion. 18000! Das ist schon fast wie in Oberhof. An gemütliches Hin-und Her zwitschen war da nicht zu denken.

Als Grundlage des Verfolgers, auch Jagdrennen genannt, galt der gestrige Sprint. D.h. der/die Sieger/in von gestern geht als erste/r auf die Strecke. Es folgt der/die Zweite genau in dem Abstand, mit dem er/sie gestern Zweite/r geworden ist. Und so weiter. Bis zu Platz 60. D.h. die ersten 60 des Sprints qualifizieren sich für den Verfolger, der dann so aussieht, dass die 59 Platzierten den Ersten jagen.

Los gings heute mit den Mädels. Mit Mike stand ich an meinem Lieblingstreckenabschnitt und als alle 60 Damen einmal an mir vorbei gerannt sind, das hat etwas über 8 Minuten gedauert, bin ich ins Stadion. Aber ehrlich, ohne Anzeigetafel und Fernsehbilder auf den Großleinwänden würde ich dort nix mitkriegen. Da passiert einfach zu viel. Deswegen bin ich sehr stolz darauf, dass ich relativ schnell begriffen habe, dass Magdalena Neuner 4x auf die falschen Scheiben geschossen hat. Wieso ein paar Stunden später aber Arnd Peiffer plötzlich 2, statt 5, war, das zu begreifen hab ich länger gebraucht. Aber der Reihe nach.

Worauf ich mich dann wieder gut konzentrieren kann, ist der Zieleinlauf.

Nach der Siegerehrung wollte ich mich schnell weiter durch die lokale Küche fressen. Na gut, dass ich schon vor dem Rennen vom Schwein am Spieß probiert hatte. In der Pause ging nämlich gar nichts mehr. 18000 Leute, die gleichzeitig essen wollen?

Dafür war es an den zahlreichen Toiletten entspannt. (Möglicherweise änderte sich das ja, als die 17999 verdaut hatten).

An der  Strecke, schon zum ersten Rennen ordentlich besucht, hatte sich während der Pause beängstigend viel Publikum eingefunden. Da hatte ich Mühe noch ein klitzekleines Eckchen für mich zu finden.

Die 60 qualifizierten Männer brauchten ganze 2:30 min, um einmal an mir vorbei zu fahren. Nach dem Sprint zur Tribüne habe ich gar nicht erst versucht, dem Geschehen live zu folgen. Ich hab mich auf Videoleinwand und Anzeigetafel verlassen. Ich bin eben kein Stadionzugucker. Der Peiffer ist übrigens eine Strafrunde zu viel gelaufen, weil eine Scheibe, die er getroffen hat, nicht umgefallen ist. Deshalb hat er nach dem Rennen eine Zeitgutschrift gekriegt. Aber wie gesagt: eh ich das kapiert hatte….

Heute ist es recht ruhig in der Pension. Die Sauerländer haben zwar mal kurz gesungen, aber die meisten schlafen. Das beruhigt mich, vor allem, dass auch die Saufköppe den ernsthaften Willen zeigen, bis morgen früh auszunüchtern.

Fotos Verfolgung Damen

Fotos Verfolgung Herren

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3 Kommentare leave one →
  1. Januar 16, 2012 3:22 pm

    Ich habe mir gerade deine Bilder angesehen, liebe Inch. Schöne Momentaufnahmen hast du eingefangen und so ein ganz, ganz kleines bissel kann ich mir vorstellen, wie es zugegangen ist an deiner Rennstrecke.
    Komm wieder gut zu Hause an.

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  2. Januar 17, 2012 2:24 am

    Die Meldung mit den 4 falschen Scheiben ging selbst hier kurz durch die Sportnachrichten. Das arme Mädel!
    Hoffe, Du bist gut wieder zurück.
    LG

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  3. Januar 17, 2012 7:45 am

    He Ihr Zwei! Danke für die lieben Kommentare. Ich bin wieder heil angekommen. Ja

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