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Zwei Brüder und ein Amerikaner

Januar 14, 2012

Gestern bin ich 20:15 Uhr auf mein Zimmer geflüchtet. Die Party im Gastraum aber ging noch lange weiter. An Schlaf war nicht zu denken, auch nicht mit Decke überm Kopf.

Eigentlich sind ja alle ganz nett, so tagsüber. Und friedlich sind sie allemal. Egal, wie viel Alkohol fließt. Martin, der Wirt, hat uns erzählt, richtig schlimm seien die Norweger und die Schweden. Dabei finde ich die immer so nett und lustig. Aber so verschiebt sich das eben, wenn man nur Zuschauer ist und nicht in derselben Pension liegt.

Und heute zeigt sich dann doch, dass auch Biathlonfans nicht drei Tage durchfeiern können. In der Gaststube war es herrlich entspannt. Sogar Unterhaltungen waren möglich.

Heute endlich war ich in Nove Mesto. Die Stadt hat man allerdings in 5 Minuten erkundet. Wa sich in dieser kurzen Zeit bietet, ist jedoch sehr hübsch. Größtenteils restauriert und sehr tschechisch. Ein Shuttle Bus hat uns dann hoch ins Biathlon Areal gebracht. Gut nicht ganz, ein Stück muss man schon noch laufen.

Auf dem Weg zum Festzelt begegnete uns dann ein sehr entspannter und geduldiger Martin Fourcade. Und dann noch Andrea Henkel, die es zwar eilig, aber trotzdem Zeit für ein Foto hatte. Weil das ein Gruppenbild ist, gibt es das hier aber nicht zu sehen.

Natürlich hat es wieder geschneit. Die ganze Zeit. Und es war heute auch kalt.

Mehr Menschen waren auch da. Schon im Festzelt war es etwas voller und auf den Tribünen dann viele Norweger.

An der Strecke haben die Tschechen ordentlich für Stimmung gesorgt. Und es war ja auch ein geiles Rennen. Mit den Fourcade-Brüdern auf  Rang 2 und 3 und einem Ami auf dem 6. Platz. Der wurde dann am Abend auf dem Marktplatz in Nove Mesto gefeiert wie der Sieger. War er ja eigentlich auch. Irgendwie.

Ich freu mich auf morgen. Die Tschechen haben hier wirklich einen wunderbaren Weltcup hingezaubert. Warmherzig und stimmungsvoll. Es hat mich geärgert, als ich gestern in einer Deutschen Zeitung las, dass die Unterkünfte miserabel seien. Waren diese Herren Journalisten überhaupt vor Ort? Oder bedienen sie nur ein altes Klischee, nach dem im Osten alles schlecht sein muss? Ich würde hier jederzeit wieder hinfahren. Mützen und deutschtümelndes Liedgut  regen mich ja auch wo anders auf. Das ist meine ganz persönliche Befindlichkeit und hat mit Nove Mesto nichts zu tun.

Morgen gibt es zwei Wettkämpfe, hoffentlich mal ohne Schneefall. Verdient hätten wir uns Sonneschein. Die Veranstalter allemal.

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Fotos

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2 Kommentare leave one →
  1. Januar 15, 2012 4:34 pm

    hallo inchie, mit deinen tollen berichten und fotos (zitter) hast du mir biathlon näher gebracht, danke! genieße die zeit und den schnee, ich genieße die sonne 😉
    liebe grüße

    Gefällt mir

  2. Exilbayerin permalink
    Januar 15, 2012 5:31 pm

    Liebe Inch, um den Schnee (nicht das Gestöber und den Wind wohlgemerkt) beneide ich Dich ein bisschen. Immer wenn in den Nachrichten etwas über den Weltcup kommt, denk ich an Dich und freu mich, weil ich ‚damit‘ jetzt auch was anfangen kann. 🙂
    Viel Spaß noch!

    Gefällt mir

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