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Unfassbar!

November 25, 2011

Unfassbar!

Während Politiker ob der plötzlich auftretenden rechten Gewalt vor Betroffenheit triefend in Schweigeminuten ausbrechen, lädt das Abgeordnetenbüro der NPD in Leipzig morgen zu einem Vortrag von und mit Karl-Heinz-Hoffmann ein!

Karl-Heinz Hoffmann, das ist der, der die 1980 verbotene Wehrsportgruppe Hoffmann gründete. Und in seinem Vortrag soll es auch um die Geschichte der o.g. Terrorgruppe gehen. Die Gruppe steht im Verdacht, an dem  1980 verübten  Anschlag auf das Münchner Oktoberfest , bei dem es 13 Tode und 200 Verletzte gab, beteiligt gewesen zu sein.  Quelle

Hoffmann selber verbüßte eine 5-jährige Haft wegen  gefährlicher Körperverletzung  und Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz .

Gegendemos sind angemeldet. Mit 800 Protestierenden rechnet man morgen.

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8 Kommentare leave one →
  1. November 25, 2011 11:33 pm

    ..das alte Lied: in diesem schönen Land hat man mehr Angst vor den „Islamisten“ als vor den Rechtsradikalen.

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    • November 26, 2011 9:38 am

      Man könnte sagen, die Menschen fürchten sich sehr vor dem Fremden, oder mehr vor dem Fremden. Und braunes Gedankengut ist den Deutschen nun mal vertrauter…

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  2. November 26, 2011 9:51 am

    Übrigens: hatte ich gerade gestern eine Diskussion mit dem Freund des großen Kindes, der Arabistik und Religionswissenschaft studiert. Es ging um Worte wie Islamistisch, Veränderung der Sprache und ganz speziell darum, was Menschen in Deutschland mit der Aussage gemäßigt islamistisch verbinden. Wir diskutierten über rechtsradikale Gewalt und die Macht der Medien, die Macht der Sprache, mit der es gelingt, Menschen zu manipulieren. Denn wenn man sich die Medien anschaut, sind die „Islamisten“ immer noch die größte Gefahr. Überhaupt Ausländer. Nuja, muss ich ja hier niemanden erzählen.
    Victor Klemperer hat dazu ein wunderbares Buch geschrieben. LTI (Lingua Tertii Imperii, Die Sprache des 3. Reichs). In diesem Buch zeigt er wunderbar und allgemein verständlich auf, wie sich Sprache unter gewissen Bedingungen ändert und zur Manipulation der Massen eingesetzt wird. Und das Buch schrieb er in den 50ern über die 30er und 40er, als die Medien aus Zeitungen und Volksempfängern bestanden… Trotzdem aktueller als man glauben möchte
    Denn (Zitat):“Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung da.“

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  3. November 26, 2011 11:19 am

    Es ist zum Kotzen. (Entschuldigung, bitte)
    Als ich vor Wochen am Lindenauer Markt aus der Straßenbahn stieg, war ich plötzlich mitten drin in einem ganz ordentlichen Polizeiaufgebot. Ich dachte schon, die Sparkasse war überfallen worden. Man schütze aber „nur“ die Odermannstraße 8 vor Demonstranten aus der linken Szene.
    Das wird heute wieder ähnlich sein. Und mir kommt die Galle hoch.

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  4. November 26, 2011 1:52 pm

    Betroffenheit heucheln können sie immer gut, unsere Politiker. Das konnte man ja auch nicht ahnen, dass es so etwas wie rechten Terrorismus gibt. Mölln, Solingen, Lübeck, Rostock – war da was? Brandstiftung wird wohl erst als Terrorismus erkannt, wenn der Porsche brennt. Heißen die Opfer aber Hülya und Azize sind das bedauerliche Nebenerscheinungen. Manchmal könnte ich gar nicht so viel essen…

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  5. November 26, 2011 4:46 pm

    Der Vortrag wurde kurzfristig vom Veranstalter abgesagt. Ob der Vortragende schwächelte (der Mann ist immerhin knapp 80) oder doch jemand in irgendeiner Schaltzentrale der NPD auf die Idee gekommen ist, das der Zeitpunkt grad ganz schlecht ist, weiß ich nicht.
    Die Gegendemo sollte trotzdem statt finden, also Gudrun, ich hoffe, Du warst nicht am Lindenauer Markt.
    Ich war nicht da. Vor einem leeren Büro zu demonstrieren ist ja nun wirklich albern

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  6. November 27, 2011 9:01 pm

    ich bin einfach manchmal nur noch sprachlos, was ich hier in Spanien über die deutschen Medien mitbekomme, in welch hohem Masse der dt.Verfassungsschutz und die Justiz Handlanger sind für rechte Gewalt.

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  7. November 27, 2011 10:10 pm

    Ich war während der tunesischen Revolution in Tunis, die libysche habe ich ihren Auswirkungen auf Tunesien miterlebt. Und auch, was die deutsche Journaille in dieser Zeit darüber produziert und in den deutschen Medien verbreitet hat. Es ist schon aufschlussreich, was die Menschen hier zu lesen bekamen, und was vor Ort wirklich los war….
    Es ist erschreckend, was man mit dem Wort „Islamist“ so alles machen kann. –

    Und dass man hier auf dem „rechten Auge“ seit den 50er Jahren, als man die „ehemaligen Kameraden“ wieder unterbringen musste, mehr als blind ist, passt da auch dazu.

    Einfach widerlich, was da derzeit aufgedeckt wird, diese fortgesetzte Zusammenarbeit von Überwachungsämtern mit politisch Kriminellen, die die letzten Reste unseres Rechtsstaats aushebeln wollen.

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