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Familie Inch goes Fußball

Oktober 17, 2011

Sonntag: Die Geburtstagfeier ist  überstanden und während das Kind sich noch davon erholt (man lud am Samstag die Freunde ein, die Großeltern, Tanten und Cousinen abzulösen und die Speise- und Getränkereste zu vertilgen, bevor man sich gemeinsam – also mit den Freunden –  so gegen 1:00 Uhr aufmachte zur eigentlichen Party),

warten auf die Gäste

schwinge ich mich aufs Fahrrad und lass mir ein bisschen die Herbstsonne auf den Bauch scheinen.

Dann fahre ich ins Wohngebiet und hole meinen Vater ab. Der geht nämlich seit neuestem, und seit es Chemie quasi nicht mehr gibt, zum Roten Stern. Das wiederum eröffnet uns die Möglichkeit des gemeinsamen Fußballspielbesuchs.  Denn früher, als ich mich wirklich noch so richtig für diese Art Sport interessierte, da ging ich ja zu Lok.

Jetzt tendiere ich  ja eher zum Rugby, und zum Roten Stern gehe ich mehr so wegen des Lokalkolorits. Und aus Spaß. Und weil das ja immer ein bissl wie ein Familientreffen ist.

Während ich also hoffe, dass der DVD-Recorder funktioniert und mir den Halbfinalkracher  bei der Rugby-WM in Neuseeland aufnimmt, sehe ich mir mit meinem Vater, meinem Bruder und ein paar Freunden ein unerfreuliches Spiel an.

Von Anfang an ist klar, auch der Vorletzte in der Tabelle ist um einiges fitter als die Sterne. Dazu sehen die Jungs aus Zwenkau auch noch organisierter aus. Die Bezirksliga scheint eine ernste Angelegenheit zu sein und so etwas wie Disziplin zu verlangen. (Ich hab auch ein bisschen den Verdacht, unsere Spieler waren gestern auch auf einer Geburtstagsparty)

Die Sterne können sich ihres Torwarts glücklich schätzen, was man von den Gästen nicht behaupten kann. Eigentlich, so meint mein Bruder, müssen unsere Jungs nur aufs Tor schießen. Gehalten wird da nix. Und so gehen die Sterne wirklich in Führung, die Gäste gleichen aus, aber zur Halbzeit führen wir wieder 2:1. Doch in der 2. Halbzeit werden die Verhältnisse wieder gerade gerückt und wir verlieren 2:5. Und behalten die Rote Laterne.  Das wäre auch nicht viel anders gelaufen, wenn der Schiri etwas weniger blind gewesen wäre. Vielleicht wäre es ganz gut gewesen, mit 11 Spielern zu spielen, statt zweimal rot zu kassieren.

Naja, Fußball ist zum Glück nichts, worüber ich mich wirklich ärgern kann.

Also ab nach Hause und das WM-Halbfinale geguckt (da haben dann auch die Richtigen gewonnen).

Klick  zum Haka,

aufgenommen  in Cardiff 2010

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4 Kommentare leave one →
  1. Oktober 17, 2011 2:21 pm

    der haka ist eine wucht, immer wieder. mit ihm müssten sie jedes mal gewinnen.

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    • Oktober 17, 2011 5:20 pm

      Müssten sie. Ja. Gestern der Kommentator meinte, dass der Haka den Gegner einschüchtern soll. Was aber heute, da das alles hochprofessionelle Profis sind, nicht mehr ganz so klappt.
      Mich erinnert das an eine Geschichte, die Kyran Bracken erzählte. Als er sein erstes Länderspiel für England spielte, ging es ausgerechnet gegen die All Blacks, was ihn schon nervös genug machte. Der bevorstehende Haka machte ihm aber richtig Angst und Kopfzerbrechen. Er entschied, während des Hakas Stu Foster zu fixieren, den er als einen der „harmloseren“ All Blacks ausmachte. Doch dann fixierte IHN ausgerechnet Va’aiga Tuigamala, ein Riesenkerl, der ihm schon vom Namen her Respekt einflößte. Und während diese Muskelberge, wie er sie nennt, sich vor ihm formierten , stellte er sich vor, wie die All Blacks wohl reagieren würden, wenn die Engländer einen Kreis bilden und „Ring-a-ring-a-roses“ tanzen würden. Das nahm ihm etwas die Angst. Und als Tuigamala sich wie ein Turbo auf Bracken zu bewegte und die Zunge herausstreckte, als wolle er den jungen Engländer essen, überlegte dieser, dass seine Zunge eigentlich viel länger sei als die des Neuseeländers und wie der wohl reagieren würde, wenn er ihm jetzt seinerseits die Zunge rausstrecken würde.
      Du siehst, es scheint Möglichkeiten zu geben, den Haka zu überleben. Jedenfalls machen sich die gegnerischen Rugbyspieler so ihre Gedanken.

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  2. Oktober 19, 2011 11:25 pm

    Was, bitte, ist ein Haka und warum haben Rugbyspieler davor Angst? Ist das etwas ähnliches wie Becherwurf beim Fußball?

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    • Oktober 20, 2011 7:10 am

      Der Haka ist ein Kriegstanz der Maori, den die Neuseeländische Rugbynationalmannschaft, die All Blacks, vor jedem Spiel aufführt. (So wie die Samoa den Sipi Tau und die Fidschi den, weiß jetzt nicht, wie der heißt). Das soll den Gegner beeidrucken, verunsichern. Man könnte meinen, das sei albern. Ich finde es höchst erotisch! Sozusagen etwas, was direkt und ohne Umwege den Weg in den Unterleib findet *grins*
      Die anderen Rugbyspieler scheint es doch auch zu beeindrucken, wie sie ab und zu auch mal zugeben. Und bei der WM vor 4 Jahren verwendeten die Waliser viel Energie darauf, den Haka vor dem Spiel Neuseeland-Wales verbieten zu lassen. Und wie Du im oben gezeigten Video sehen bzw. hören kannst, versuchen die Fans in Wales, den Gesang der All Blacks zu übertönen. Das Video freilich ist nicht gut, aber man kann hören, dass man die All Blacks trotzdem hört.
      Ka Mate!

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