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Sandstein ganz im Osten

September 25, 2011

Nachdem ich mir in Schottland also die Beine wund gewandert habe, ging es letztes Wochenende endlich wieder raus zum Klettern.
Und weil es in Sachsen nicht nur das Elbsandsteingebirge gibt, sind wir ins Zittauer gefahren. Dort finden sich, ganz nah an der Polnischen und der Tschechischen Grenze, so um Jonsdorf und Oybin herum, ein paar hübsche kletterbare Sandsteinfelsen.

Teatime im Zittauer Gebirge

Allerdings habe ich seit ein paar Tagen tatsächlich Knieprobleme, und hätte ich nicht schon vor Monaten fest zugesagt und wäre das Wetter nicht so schön gewesen…

Immerhin habe ich noch daran gedacht, das Klettersteigset einzupacken. Mir war, als gäbs da was. Und wenn Klettersteige als altersgerechte Form des Kletterns gelten, sollte das doch auch für Kniekranke machbar sein.

Am Samstag ging es, bei schönstem Wetter, zunächst zur Kiefernwand. Und, typisch für uns, an die Nordseite. Dort lag ich also, während die Kumpels kletterten, und fror abwechselnd mit Miri und Ole um die Wette. (Ob der kleine Lorin auch gefroren hat, weiß ich nicht. Der kann ja noch nicht reden).

Noch bevor alle zurück kamen und vor allem bevor wir erfroren waren, machten wir uns schon auf zum Schalkstein.  Und, was soll ich sagen, dieses wunderbare Sandsteingebilde schimmerte in den schönsten Rot- und Gelbtönen in der Sonne. Da konnte ich gut auf der Wiese rumlümmeln und den Freunden, inzwischen hatten sich alle hierher gefunden, beim Klettern zugucken und sie mit blöden Sprüchen zulabern.

Klettern am Schalkstein

Abends, auf der Hütte, habe ich dann versucht, einigen wenigen den Klettersteig schön zu reden.

Ausstieg am "Alpinen Grat"

Am Sonntag dann kamen nur drei nicht mit. Nein vier, also eigentlich fünf, wenn mann Lorin mitzählt.

Flöhr stieg am Kelch den einfachsten Weg, eine VIIc vor, Miri und Ralf folgten ihm und Ole hatte Babydienst.

Kelch

Flöhr am Kelch

Wir anderen machten uns auf zum „Alpinen Grat.“ Da konnte sogar der rippengeprellte Frank  mit machen. Ich habe versäumt, ihn zu fragen, ob er Schmerzen hatte. Ich hatte nämlich keine. Adrenalin läßt einen scheinbar die schlimmsten Knieschmerzen vergessen.

Knie? Was?

Außerdem war das Ding Hölle anstrengend, so dass ich eh mit anderem beschäftigt war als mit Aua. Wir haben den teilweise senkrechten Aufstieg natürlich nicht in den angegebenen 30 min geschafft, wie Herr L.  unterwegs sich zu bemerken verpflichtet fühlte.

Aber das lag ganz gewiss nicht an unserer Unfähigkeit, sondern an der genialen Aussicht, die man ja auch immer mal genießen sollte.

Und Fotos, Fotos mussten auch gemacht werden.

Und das ist schwierig, so viel zu warm angezogen, eingebunden und mit Rucksack auf dem Rücken im steilen Gebirg.

Die blöden Sprüche der Sportfreunde muss man nebenbei auch noch kontern.

Eine vielseitige Sache also, so ein Klettersteig.

Die anderen drei, die am Kelch, brauchten auch so lange wie wir am „Alpinen Grat,“ so dass wir gleichzeitig an der Mönchswand ankamen. Und da, stellte sich heraus, ist der Weg zum Gipfelbuch manchmal schwieriger als der zum Gipfel selbst.

Tja, und am kommenden Wochenende soll es schon wieder sandsteinklettertaugliches Wetter geben. Und den Feiertagsmontag als Bonus dazu. Da werde ich wohl wieder raus müssen, ins Gebärsche.

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