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Leipzig liegt an der Pleiße

August 16, 2011

Pleiße heißt „das Sümpfe bildende Wasser“. Der so genannte rechte Nebenfluss der Weißen Elster mündet in der Elster etwa in Höhe der Pferderennbahn im Leipziger  Gewässerknoten. Im Barock gab der Fluß der Stadt, durch die er floss, ihren Beinamen „Pleißathen“.

Doch die Abwässer der im Süden der Stadt liegenden Chemiebetriebe  bei und in Böhlen und Espenhain führten in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts zum ökologischen Tod nicht nur des Flusses, sondern auch ihrem im Mittelalter zur Trinkwasser-und Energiezufuhr angelegten Mühlgraben. Wegen des unerträglichen Gestanks, der der Brühe entwich, wurde das Gewässer im Leipziger Stadtgebiet kurzerhand überwölbt. Frei nach dem Motto: Was ich nicht sehe, existiert nicht. Zwar konnte man Fluß und Graben mancherorts ab und zu riechen, aber … gut, lassen wir das.

Seit Ende der 80er Jahre gibt es Pläne, den Mühlgraben wieder ans Licht zu holen. Und obwohl sich dem ehrgeizigen Projekt unerwartete Hindernisse in den Weg stellten und stellen, liegt Leipzig seit dem  15. 12. 1997 wieder an  106 m echter Pleiße.

Beginnend an der Wundtstraße fließt sie seit einiger Zeit auch wieder als 50cm tiefer Mühlbach durch das Musikerviertel bis zum Simsonplatz vor dem Reichsgericht . Damit ging ein lang gehegter Traum der Leipziger in Erfüllung, denn ihre Stadt, die lag schon immer an der Pleiße.

Der Pleißemühlgraben an der Spießbrücke an der Wundstraße

und am Simsonplatz

Und das ist die Pleiße, im Connewitzer Holz

im Sommer

und im Winter

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