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Von Menschen und Affen (äh Meerkatzen)

August 13, 2011

Einer meiner Freunde klagte neulich  über Eichhörnchen im Garten. Meine Eltern fühlen sich durch die Katze des Nachbarn belästigt. Und immer mal wieder klagt der eine oder andere über den Angriff eines Marders auf des Deutschen Allerheiligstes, das Auto.

Ich war ja auch mal Autobesitzer. Nach Trabbi und Wartburg kam dann ein Twingo. Und mit dem, dem Twingo, sind wir viel, wirklich sehr viel rumgereist. Tier-Urlaubserlebnisse gab’s dabei auch zu erleben.

Z.B. war da die Krähe, die uns von einem Parkplatz in der Schweiz vertrieb, oder das schwarze Federflugvieh, dass uns in Fontainbleau angriff, nicht zu reden von den unzähligen Ziegen, die uns in all den unbeleuchteten, in den Fels gehauenen Tunnelchen in Südfrankreich und Italien den Weg versperrten.

Auch in Frankreich, aber ein/zwei Urlaube später, griffen uns dann Affen an. Nein Paviane. Also diese Affenartigen  Meerkatzenartigen mit dem roten Hintern. Sie wissen schon.

Es war Herbst, und wir hatten die Freiklettersaison um ein paar Tage in der Province erweitert, natürlich bereichert durch ein paar Kultureinlagen. Auf der Rückfahrt nach Deutschland hatten wir dann die Idee, einen Safaripark zu besuchen. Es war 1995 oder 96, die Welt stand uns also erst seit 5 oder 6 Jahren offen. Wir hatten schon viel entdeckt, ein Safaripark gehörte aber nicht dazu.

Also, Chance genutzt und rein in das Ding. Mit dem Auto.

Am Eingang habe ich sorgfältig die Verbotsschilder gelesen.

Also ich darf das Auto nicht verlassen und die Fenster nicht öffnen. Kein Problem. Es nieselt. Wer fährt da schon mit offener Fensterscheibe oder verlässt das Auto?

Leider dachten die Paviane auch so, und blieben unter ihrem Dach hocken. Das war aber ziemlich weit weg und überhaupt… da kann ich auch in den Zoo gehen. Also Fenster runter und so tun, als hätte man Futter  in der Hand. Mal bisschen Bewegung in die Bande bringen.

Wissen Sie, wie schnell Paviane sind?

Schnell!

Der Schlag gegen die Fensterscheibe erfolgte exakt in dem Moment, als ich sie hektisch zugeleiert hatte.

Aber das Hirn des Pavians war auf Futter geschaltet. Also hat er den kleinen Twingo auf solches untersucht. Erst am Außenspiegel. Ich muss sagen, Renault baut sehr stabile Außenspiegel, die auch dem mehrmaligen Auf- und Umklappen eines grobmotorischen Haarmonsters standhalten.

Dann saß das Vieh auf der Motorhaube und puhlte Laubreste aus den unmöglichsten Ritzen. Dann saß es auf dem Dach. Und während ich angestrengt darüber nachdachte, ob da vorn am Eingang auch was davon stand, was passiert, wenn ich ein Tier tot fahre, meine Töchter sich um die Wette fürchteten und das durch entsprechendes Geschrei kund taten, wurden wir zur Attraktion anderer Safaribesucher, die sich, uns eifrig fotografierend, um uns scharten (Die Möglichkeiten, dieses Affenvieh heimlich tot zu fahren, fiel also auch aus). Der Schwanz des Pavians, Paviane haben einen sehr langen Schwanz, hing derweil über die gesamte Frontscheibe.

Ich bin dann doch ein Stück gefahren. 10cm oder so. Dann noch mal 10cm. Bis das blöde Vieh die Nase voll hatte und von uns abgelassen hat.

Bei den Löwen haben wir die Scheiben dann schön zu gelassen.

Aber bei den Rehen dann nicht mehr. Schließlich hatten die Kinder extra Kastanien gesammelt…

Auch Bambis können furchteinflößend sein... so auf engstem Raum

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2 Kommentare leave one →
  1. August 13, 2011 11:53 pm

    Kann nicht alles furchteinflößend sein, auf engstem Raum?

    Gefällt mir

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