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Tierquälerei

Juli 30, 2011

Als ich neulich in meiner Lieblingsplatte war, habe ich sie wieder  gesehen. Die Familie mit den Doggen!

Ich persönlich halte es ja für Tierquälerei, wenn sich Menschen, die mehr als 30 Stunden wöchentlich auf Arbeit oder beim Studium sind, in ihrer Stadtwohnung einen Hund halten! Ganz davon abgesehen, dass sich das Tier stundenlang in der Wohnung langweilt, glaube ich nicht, dass es vor und nach den außerhäuslichen Pflichten seines Herrchens genug Bewegung kriegt. Nicht mal die kleinen! Aber die können sich wenigstens in der Wohnung ein bisschen hin und her bewegen. Das tut zwar der Einsamkeit des Rudeltieres keinen Abbruch, wirkt aber evtl. der Langeweile etwas entgegen.

Richtig wütend macht es mich aber, wenn ich sehe, dass große, sehr große Hunde so gehalten werden.

Vor Jahren lebte in meiner Lieblingsplatte ein Irischer Wolfshund! Unfassbar. Eine Freundin aus Bayern besuchte mich mal, gemeinsam mit ihrem Irischen Wolfshund. Wenn der in der Stube meiner Altbauwohnung lag, war der Weg versperrt. Gefüttert haben wir ihn unten auf dem Hof. Und dieser Depp sperrt so ein Tier, dass übrigens ein Windhund, also sehr lauffreudig ist, in eine Neubauwohnung.

In den 80ern mussten wir mal eine Dogge behandeln, die ebenfalls in einer Neubauwohnung gehalten wurde (leben kann man das nicht nennen). Sie hatte extrem unterentwickelte Hintergliedmaßen. Nach Besichtigung ihres „Heims“ war uns der Grund schnell klar: Die Wohnung war so klein, dass das Tier maximal drei Schritte tun konnte. Der Besitzer war voll berufstätig!

Zum Glück ist der Trend zu großen Hunden in den letzten Jahren ja etwas zurück gegangen. Menschen, die mit Hunden irgendeine Form von Selbstzweifel zu kompensieren suchen, entdeckten die sogenannten Kampfhunde für sich. Zum Glück für die großen Hunderassen. Denn natürlich sind die Probleme, die mit dem Modetier „Kampfhund“ auftauchten, nicht als Glück zu bezeichnen. Nicht für die Menschen, aber auch nicht für die betroffenen Hunderassen, vor allem die, die plötzlich mit Staffords und Co in einen Topf geworfen wurden. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Familie mit den Doggen war früher ein  Pärchen mit EINER Dogge. Das fand ich schon unglaublich. Ich fragte mich, wo das Tier in einer dieser Wohnungen Platz hätte, sich einigermaßen ausgestreckt hinzulegen. Von artgerechter Bewegung ganz zu schweigen. Jetzt ist aus dem Pärchen eine Familie geworden. Mit Kleinkind und ZWEI ausgewachsenen Doggen. Die Hunde sind gut erzogen, da gibt’s nichts zu meckern. Die Mutter drückte dem etwa 5jährigen beide Leinen in die Hand und so schlenderten sie los. Ob es der Gesundheit einer Dogge allerdings dient, wenn es im Tempo eins 5 jährigen durch den Park trottet, wage ich zu bezweifeln. Und für das Kind hoffe ich, dass die Tiere wirklich gut erzogen und es nicht durch den Park schleifen, wenn sie dort auf ihnen unsympathische Artgenossen, Radfahrer oder Jogger treffen.

Ein Foto aus den guten alten Zeiten: Birka und Arko beim Spiel

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