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Geschlossene Wolkendecke

Dezember 2, 2010

geschrieben am 18.11.2010
Ich bin froh,dass ich die Busfahrt von Stansted in die Bakerstreet überlebt habe.

Dabei dachte ich schon in Berlin, dass ich froh sein kann, dass ich meinen Flieger noch gekriegt habe. Und überhaupt bin ich ja immer ein bißchen froh, dass das Flugzeug ordnungsgemäß abhebt, schön oben bleibt und dann auch ordnungsgemäß landet. Dann gab es ja auch noch diese Terrorwarnungen für Deutschland und zwar für DIESEN Monat. Ich geh zwar davon aus, dass eigentlich nur wieder ein Gesetz durchgedrückt werden soll, dass die Bürgerlichen Rechte, Datenschutz oder ähnliches weiter einschränken soll, (oder sollten sich die Bösen dieser Welt endlich erbarmt haben und Deutschlands Größe anerkennen und es endlich als Feind und Militärmacht ernstnehemn? Schließlich bemüht sich schon die 2. Regierung um diese Art Anerkennung und schickt auch fleißig arme Irre, oder gelangweilte, konsumverwöhnte Jungs und Offiziere, die endlich einmal zeigen wollen, was für echte Kerle sie sind, nach Afghanistan, um Deutsche Interessen am Hindukusch zu verteidigen UND, und eben klarzusetllen, das Deutschland bitte schön auch eine Große Macht ist), aber ein bißchen verunsichert wird man ja wohl sein dürfen. Wäre ja auch blöd, wenn die sich ausgerechnet den Provinzflughafen Schönefeld aussuchen würden.

Und ich hatte, wie gesagt schon genug Streß damit, dass die S-Bahn dahin ausgefallen ist. Hat natürlich niemand auf dem Berliner Hauptbahnhof nötig gehabt, das mal durchzusagen. Im Gegenteil, die S-Bahn stand sogar an der Anzeigetafel am Bahnsteig, wo ich artig gewartet habe. Wurde dann eben einfach wieder gelöscht. Nuja, mit ein bißchen Umsteigen und hin und her fahren bin ich dann doch zum Flughafen gekommen. Dort stand kein herrenloser Koffer rum und in London bin ich dann auch nur einmal in die falsche Richtung gelaufen, als ich den Bus gesucht habe.

Hätte ich ihn mal nicht gefunden. Der Fahrer ist gerast, als ginge es um sein Leben. Ich hab mich an der Lehne meines Vodermannes festgekrallt, um in Kurven nicht vom Sitz zu fliegen oder bei den häufigen, abrupten und immer wieder unerwarteten Bremsmanövern nicht ein paar Reihen weiter vorn zu landen. Aus dem Fenster hab ich mich schon gar nicht mehr zu schauen getraut. Ich war sicher, dass er bei seinen zahllosen Überhol- und Umkurvmanövern irgendwann einen anderen Verkehrsteilnehmer streift. Hat er aber nicht.
Meinen Couchsurf-Gastgeber in Wood Green zu finden, war dann gar nicht schwer. Glücklicherweise hat es nicht geregnet, nur ein bissl gepieselt. Das Wetter in London ist heute sozusagen besser und trockener als in Berlin.

Das war schon merkwüridg, über diese geschlossene Wolkendecke zu fliegen. Da war wirklich nirgends ein klitzekleines Loch. Und oben, über den Wolken, war es hell!!! Gebildete Leser werden jetzt sagen: Klar! Und sie werden mir das auch sofort erklären können und anmerken, dass das ja wohl logisch sein. Nuja, ich bin halt nicht so gebildet. Und seh die Welt eh nur so wie sie ist und ohne mir darüber Gedanken zu machen, wieso sie so ist. Ich bin eben eine Genußmensch, Punkt.

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