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Platz nehmen gegen Nazis!

Oktober 17, 2010

Nachdem schon in den Jahren zuvor jeder Aufmarsch der Nazis in L.E.  verhindert bzw in den Jahren davor nach wenigen 100 m gestoppt werden konnte, sollten dieses Mal die antifaschistischen Kräfte gesplittert werden. Die Nazis hatten für den gestrigen Samstag insgesamt vier Demos, verteilt über das ganze Stadtgebiet, angemeldet. Im Gegenzug meldete das Aktionsbündniss 40 Gegenveranstaltungen an. Nach dem bewährten Muster, den Nasen keinen Raum für Ausweichrouten zu geben, wurden dabei soviele Plätze wie möglich besetzt. Trotz Widerspruch bis in die höchsten Behörden, die Demos der Nazis wurden verboten bzw zu einer zentralen Kundgebung am Bahnhof zusammen gelegt. Dass sie da nicht wegkommen, selbst wenn sie dürften, diese Erfahrung hat der braune Mob schon in den Jahren zuvor machen dürfen. So hieß es, am Samstag mobil zu sein und informiert zu bleiben. Es entstand das übliche Chaos. Nazis in Schönefeld? Wohl eine Finte. Am Bahnhof tat sich lange nichts. Dafür am Lindenauer Markt.  Dort hatten die Gegendemonstranten alles im Griff. Um die 800 Leute hielten ca 100 Nasen in Schach. Inzwischen startete am Bahnhof die Kundgebung.  Ordentlich gestört vom Krach der Leipziger Bürger. Fazit: Wieder einmal verhinderten mehrere Tausend Bürger der Stadt, dass der braune Mob durch diese zieht. Die Nasen dagegen haben sich wieder mal blamiert.

Mich hat wieder mal erschreckt, wie sehr sich die Outfits gleichen. Vor Jahren hatte ich mich mal in eine ihrere Kundgebungen geschmuggelt und war verblüfft darüber, wie sie sich linker Parolen bedienen. Fast hätte man sich fragen können, wo man eigentlich gelandet ist, wenn ihre Reden nicht immer wieder durchsetzt gewesen wären von Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Diesbezügliche Parolen veranlassten damals übrigens noch jeden Redner zu hysterischen Gekreisch. Das ist 5-6 Jahre her und an einem Tag wie diesem, wo sich in L.E. Nazis zu formieren suchen und damit Tausende Gegendemonstranten auf den Plan rufen, hätte man die beiden Parteien noch schön und sicher voneinader unterscheiden können. Jetzt sieht der braune Mob genauso schwarz aus wie die Antifa. Da muss man schon genau hingucken, wenn man sich nicht verirren will…

Die Fotos sind vom Bahnhof und der Brandenburger Straße

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