“Wahre Tierfreunde”
Gästebucheintrag bei der Tiernothilfe Moldawien (bitte selber ergockeln, meine Tastatur sträubt sich gegen die Verlinkung)
Hallo.an alle die wo Hunde aus Moldavien haben;wir haben auch zwei Hunde aus Moldavien G. und C.;haben viel Spass und Freude und sind sehr glücklich.Wir können es nur empfelen,nie wieder aus dem Tierheim.
Richtig so, liebe “Tierfreunde”! Um die Köter in Deutschen Heimen können sich andere kümmern. Ach was, die können eigentlich bleiben, wo sie sind!
Männer, Schweizer, Elbsandstein
Es gibt einen Tag, den sollte frau nicht in der Sächsischen Schweiz verbringen. Das ist der Herrentag. Ich weiß das. Habe schon 2-3 leidvolle Erfahrungen mit einem nicht unerheblichen Anteil an Fremdschämerfahrungen gemacht.
Trotzdem saß ich am Donnerstag kurz nach Halb Sieben im Auto und fuhr mit zwei Freundinnen dem Grauen entgegen.
In der Hoffnung, dem Männertag zu entgehen, niemand bergen zu müssen oder zu überfahren, ließen wir das Auto an der Hütte stehen, mieden die Schrammsteine und wanderten Richtung Rauen- und Bärensteine.
Aber! Durch die Sächsische Schweiz ziehende, vom Bierrausch selig grinsende oder lautstark grölende, in jedem Fall aber stark wankende Männerhorden zogen auch da durchs Gebirg. Wir liefen über Höhen und durch Gründe, schlugen große Bögen um Grills und Bierausschanke, doch wir entkamen ihnen nicht.
Auf der Hütte hatten uns ein paar fremdelnde Schweizer empfangen. Jedenfalls starrten sie mich sprachlos und verwirrt an, als ich mit einem fröhlichen Guten Morgen in den Aufenthaltsraum stürmte. Ich sammelte mich, beriet mich mit den Mädels, wir kamen zu dem Schluss, dass die sowas wie unsere Hütte nicht gewohnt sind, weil es ja auf den Alpenhütten ganz anders zugeht und starteten einen neuen Versuch. Mit Vorstellen und so. Hat nicht viel geholfen. Als ich meine Tasse mit zum Aufwasch stellte, wurde das mit einem tödlichen Blick quittiert. Am Abend starteten wir, nun unterstützt durch noch ein paar mehr Leipziger, neue Versuche der Interaktion, doch die Gäste wollten ganz offensichtlich unter sich bleiben. Ich vermutete ja, dass die schüchtern waren.
Wenn kein Männertag ist, kann man in der Sächsischen ganz vortrefflich und ungestört klettern. Oder frau breitet die Isomatte aus, aalt sich in der Sonne und quatscht dummes Zeug. Und wenn ihr nix mehr einfällt, rollt sie die Isomatte wieder zusammen und empfiehlt sich hinunter ins Zeughaus z.B. , wo es sich bei einem Eisbecher auch recht gut aushalten lässt. Und wenn man im Rathener Gebiet klettert, kann man die Abkürzung durch die Felsenbühne nehmen, jedenfalls so lange keine Vorstellung ist. Man darf sich dann nur nicht erschrecken, wenn später die Schüsse von der Bühne herüber schallen oder gar vor Schreck aus der Wand fallen- oder von der Matte rollen.
Am Freitag Abend übrigens, beim Lagerfeuer, konnten wir dann doch vier Schweizer mit hinaus locken und zum Singen bewegen. Na gut, zwei der vier Schweizer waren gar keine Schweizer sondern in die Schweiz ausgewanderte Sachsen, was wiederum die Kommunikation erheblich erleichterte. Denn am Freitag Nachmittag, als wir vor den Kumpels vom Klettern zurück kamen und auch ein Schweizer, also ein richtiger, schon vor seinen Kollegen da war, habe ich mir ganz viel Mühe gegeben, mich mit ihm zu unterhalten. Der Schweizer hat sich auch ganz viel Mühe gegeben und deutlich gesprochen. So deutlich er eben kann. Und trotzdem, es lief irgendwie zäh.
Ich kenne ja bisher nur Schweizer aus Zürich. Da hatte ich immer das Gefühl, dass die um eine Hundertstel Sekunde zeitverzögert denken, sprechen und handeln, was eher amüsant ist. Und dann war ich natürlich viel in der Italienischen Schweiz. Dort hatten wahrscheinlich die Einheimischen eher das Gefühl, dass Ich um mehr als eine Hundertstel Sekunde zeitverzögert denke, spreche und agiere, weil das Italienisch einen längeren Weg durch meine Synapsen braucht.
Die Schweizer auf der Hütte aber, die kamen wohl wahrscheinlich aus einem Tal, wo man nicht so viel spricht. Oder lange nachdenkt, bevor man etwas sagt. Manche sind auch einfach erschrocken, wenn man sie gegrüßt hat. Und als wir, wie das bei uns nun mal üblich ist, am Freitag morgen alle Tische zu einer langen Tafel zusammen geschoben haben, hätten die Gäste aus den hohen Bergen fast aufs Frühstück verzichtet.
Die Landschaft hat ihnen gefallen, das habe ich dann doch aus einem raus kitzeln können. Ich hoffe, wir haben sie mit unserer Art nicht verschreckt. Und wenn ich mal wieder dort bin, in den hohen Bergen, werde ich zurückhaltender sein und auf die Einheimischen Rücksicht nehmen. Versprochen!
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Es muss nicht immer klettern sein
Vielleicht haben Sie schon mal einen Clip gesehen, wo scheinbar Verrückte auf einer slackline von Felsgipfel zu Felsgipfel balancieren.
Auch bei meinen Kindern und deren Freunden war das eine Zeit lang große Mode. Ich denke, es begann so um 2006 herum, da gab es keine Kletterfahrt ohne slackline.
Das kleine Filmchen von 2007, dass ich gefunden habe, zeigt, dass die Akteure keineswegs, wie man vielleicht vermuten könnte, verrückt sind, sondern fleißig üben. Erst 1m über dem Boden und dann zwischen zwei kleinen Gipfeln. Das Große und das Kleine Kind sind auch dabei.
(Klicke aufs Bild)
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| Aus Slackline oder die Unlust des Kletterns |
Frontalangriff
Früher habe ich gern Filmchen gebastelt. Aus Fotos und Filmschnipseln.
Dieser zeigt den ersten Versuch des Kleinen Kindes, eine VIIc zu klettern. Das war 2007, sie war also 14 und natürlich sprechen wir von einer Sächsischen VIIc. Der Film konzentriert sich auf die Schlüsselstelle.
(Klick aufs Bild)
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| Aus Frontalangriff |
Bielatal, Mittelwand, Frontalangriff, VIIc
Erinnerungen
Herrentag! Ich befinde mich auf dem Weg “auf die Hütte!”.
Das heißt im Klartext, es geht in die Sächsische Schweiz. Leider nur bis Samstag Abend, weil ich am Sonntag schon wieder dienstlich nach Berlin muss. Das hätte mich fast ausgebremst. Jetzt aber bin ich froh, dass ich fahre. Ich muss mich entschleunigen, dringend. Auf Arbeit fühle ich mich gerade, als würden täglich Güterzüge über mich hinweg rasen. Im Stundentakt. Da empfinde ich die Dienstreise nächste Woche fast als Urlaub. Obwohl, da geht es täglich von 9-19:00Uhr… ich hoffe, ich habe abends genug Muße, mir die Stadt noch etwas anzutun.
Aber darum gehts jetzt gar nicht.
Sächsische Schweiz!
Dahin nehme ich keinen Laptop mit. Also gibt es keine Blogs.
Damit Sie, meine Leser, aber nicht in Depressionen verfallen, weil es hier nichts gibt, habe ich mich vom Muger inspirieren lassen und kredenze einige ältere Blogs. Filme. Zeugs aus der Warteschlange.
Allerdings, was ältere Blogs betrifft, nicht, wie es der Muger tut, die am meist gelesenen, denn die kennen Sie ja alle, sondern ein paar wirklich alte.
Und wer weiß, vielleicht habe ich ja Glück und erlebe genau in diesem Augenblick wieder so einen magischen Moment wie jenen, obwohl damals November war:
Frei-Zeit
Gestern haben wir den Vorvertrag für die Wohnung des Kleinen Kindes unterschrieben.
Also, sie hat unterschrieben, ich habe gebürgt.
Am 25. erhält sie die Schlüssel, ab 1.6. gilt der Mietvertrag.
Ab da werde ich dann zum ersten Mal seit 33 Jahren wieder allein wohnen.
Ich bin gespannt.
Vielleicht lege ich mir eine Katze zu?
Oder werde Workaholic?
Oder schlafe früh aus und gehe später auf Arbeit, weil ich ja dann nicht mehr nachmittags zu Hause sein muss?
Ich könnte auch direkt nach Arbeit sofort auf einen Freisitz.
Oder ins Kino.
Im Park anhalten und lesen.
Vielleicht ist mir auch langweilig?
Hm.
Mal sehen.
Mit-Bringsel und Rituale
Es gibt Dinge, die gehören zwingend zum Besuch des schwedischen Einkaufshauses auf der Wiese zwischen Leipzig und Halle.
Zum Beispiel ein Hot Dog.
Auch wenn Feinschmecker jetzt die Nase rümpfen, Ernährungswissenschaftler den Finger hebend zum Referat ansetzen möchten… Ein Hot Dog ist zwingend. Weil, dort schmeckt er am besten. Auch wenn ich mir, während ich den Löffel aus der Schüssel mit den getrockneten Zwiebeln klaube und mir mit einer Zange aus ebenso großen Bottichen Gürkchen fische, lieber nicht vorstellen mag, wer da alles schon mit was für schmierigen Händen rein gefasst hat, oder rein geschwitzt, gar genießt. Nein, solche Gedanken schiebe ich flugs beiseite, würden sie mir doch den Genuss verderben.
Und wenn ich dann, um etliche Hundert Euro erleichtert den Gang durch die Möbel- und Krimskrams-Abteilungen beendet habe, beim letzten Besuch begehrten wir
und
müssen unbedingt noch diese Haferkekse mit. Denn das sind die einzigen käuflich zu erwerbenden, die auch schmecken (im Übrigen empfiehlt es sich, die Dinger lieber selber zu backen, falls die Backröhre nicht grad kaputt ist)
Es gibt da noch allerhand andere Lebensmittel, die aber, so wir sie schon probiert haben, den Test mehr oder minder nicht bestanden haben.
Woran wir uns noch nicht getraut haben, war – bis letztens – Käse.
Käse aus Schweden.
Aber letztens lagen da Probierhäppchen rum. Und huch! Der schmeckt ja! Jetzt muss getestet werden, ob der zu Hause auch so schmeckt wie an der Theke des Einrichtungshauses, des Schwedischen. Man kennt das ja, was außerhalb lecker ist, muss es zu Hause noch lange nicht sein, entwickelt sich manchmal sogar zum Ladenhüter. Ich sag nur: Riga-Balsam!









